Massenschlägerei in Nürnberg : 45 Festnahmen am Rande von Treffen der Tuning-Szene

Während der Polizeikontrolle eines Treffens von 200 bis 300 Auto-Fans kam es zu einer Schlägerei mit mindestens 45 Beteiligten. Die Polizei ermittelt  wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs.

Mehr als zwei Dutzend Streifenwagen waren am Sonntagmorgen im Einsatz in Nürnberg. (Symbolbild)
Mehr als zwei Dutzend Streifenwagen waren am Sonntagmorgen im Einsatz in Nürnberg. (Symbolbild)Foto: Sebastian Gabsch/PNN

Eine Massenschlägerei mit mindestens 45 Beteiligten hat am Sonntagmorgen in Nürnberg einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Beamten waren ursprünglich alarmiert worden, weil sich etwa 200 bis 300 Personen aus der Tuning-Szene eingefunden hatten, die laut Musik hörten und tanzten. Die Polizei rückte mit mehr als zwei Dutzend Streifenwagen an.

Unmittelbar nach Beginn der Kontrolle sei es dann zu der Massenschlägerei gekommen, teilten die Beamten mit. Die Beteiligten, die nicht zur Tuning-Szene gehören, versuchten noch zu entkommen, wurden aber von der Polizei gestellt. 45 Personen im Alter von 16 bis 26 Jahren wurden festgenommen. Von ihnen wiesen laut Polizei 30 leichte Verletzungen an Gesicht und Händen auf. Was die Schlägerei auslöste, blieb zunächst unklar. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Landfriedensbruchs.

An der Schlägerei beteiligte sich nach Polizeiangaben überwiegend junge Erwachsene verschiedenster Nationalitäten. Aus der Tuning-Szene müssen sich zudem 32 Personen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten.

Vor einigen Wochen war es schon einmal zu einer Massenschlägerei in Nürnberg gekommen. Rund 40 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren hatten sich am 5. Mai zur Schlägerei verabredet und für einen Polizeieinsatz gesorgt. Zehn von ihnen seien in Gewahrsam genommen worden, so die Polizei nach dem Vorfall. Bei der vorläufigen Festnahme der Gruppe schlug demnach ein 16-Jähriger einen Beamten mit der Faust gegen den Kopf, mehrere Jugendliche versuchten, bereits in Gewahrsam genommene Beteiligte zu befreien. (Tsp, dpa, Reuters)

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