Seit vier Jahren unverändert : Emma und Ben bleiben beliebteste Vornamen

Wie haben 2019 Eltern ihre Babys benannt? Die Top 10 in ganz Deutschland ist fast unverändert, dafür hat Berlin einen neuen Spitzenreiter bei den Jungsnamen.

Weiterhin werden viele Neugeborene Emma und Ben genannt.
Weiterhin werden viele Neugeborene Emma und Ben genannt.Foto: Waltraud Grubitzsch/PICTURE ALLIANCE / DPA

Die beliebtesten Vornamen für Neugeborene sind auch im Jahr 2019 Emma und Ben. Das geht aus der am Montag in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) veröffentlichten Statistik des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld hervor. Ben landet damit bereits zum neunten Mal in Folge auf Platz 1, Emma zum vierten Mal seit 2014.

„Ben hat auch einen Riesenvorsprung gehabt auf die weiteren. Bei den Mädchen war das doch knapper. Und Emilia und Hannah folgen ziemlich dicht darauf. Da kann ich mir vorstellen, dass es da nächstes Jahr einen Wechsel gibt“, sagte der 52-Jährige.

Bei den Mädchen sieht die Rangliste der beliebtesten Vornamen 2019 bundesweit wie folgt aus: Emma, Emilia, Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Lina, Mila, Marie, Ella und Lea.

Bei den Jungsnamen folgen auf Spitzenreiter Ben die Namen Paul, Finn/Fynn, Leon, Jonas, Noah, Elias, Felix, Luis/Louis und Henri/Henry. Den größten Aufwärtstrend sieht Bielefeld bei den Namen Frieda und Ella sowie Matteo und Emil.

Der Name Greta hat keinen deutlichen Zuwachs bekommen, trotz der populären Klimaaktivistin Greta Thunberg: Der Name befindet sich weiterhin auf Platz 30.

Noah in Berlin neu an der Spitze der Vornamen

Für Berlin sieht die Liste ein wenig anders aus als in ganz Deutschland. Dort sind Emilia und Noah die beliebtesten Vornamen. Emilia führt die Hitliste schon seit einigen Jahren an, Noah ist neu an der Spitze aufgetaucht.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen bei den Mädchen Emma und Charlotte, bei den Jungs Leon und Emil. Häufiger als in anderen Bundesländern nennen Berliner Eltern ihren Nachwuchs Alexandra, Charlotte, Hailey, Zoe, Adam, Alexander und Theodor, wie der Forscher herausfand.

Für die Statistik hat Bielefeld mit seinen Helfern die Babygalerien von Geburtskliniken sowie Amtsblätter verschiedener Orte ausgewertet, insgesamt 592 verschiedene Quellen aus 466 Städten. Für das Jahr 2019 hat er so 177.570 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland erfasst und ausgewertet. Das entspricht etwa 23 Prozent aller im Jahr 2019 geborenen Kinder. 2018 wurden 787.500 Kinder geboren. Die Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.

Bielefeld veröffentlicht die Ranglisten der Vornamen seit 2006. Eine ähnliche Statistik gibt auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache heraus. (dpa)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!