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Winterwetter : Schon wieder legt Schnee den Süden lahm

Der Münchener Flughafen streicht Flüge, die Ski-Weltcups der Herren müssen wegen zu viel Schnee abgesagt werden. Das Winterwetter sorgt mal wieder für Chaos.

Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Der Zielbogen wird abgebaut.
Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Der Zielbogen wird abgebaut.Foto: Angelika Warmuth/dpa

Im Süden Deutschlands und in Norditalien sorgt das Winterwetter erneut für Beeinträchtigungen. Der Flughafen München warnt Reisende aufgrund von Witterungsbedingungen vor Beeinträchtigungen im Flugverkehr und rät Reisenden dazu, sich auf der Webseite über geplante Flüge zu informieren. Laut Angaben eines Flughafensprechers wurden bereits 140 Starts und Landungen von insgesamt rund 1000 Flügen annulliert. Zudem kam es zu Verspätungen. Aufgrund massiven Schneefalls hätten die beiden Start- und Landebahnen bisher sieben Mal geräumt werden müssen, hieß es vom Flughafen. Inzwischen seien aber beide Bahnen – die Nord- und die Südbahn – geöffnet.

Auch im Autoverkehr gibt es Beeinträchtigungen: Nachdem am Samstag tausende Autos aufgrund heftigen Schneefalls auf der Brenner-Autobahn A22 steckengeblieben waren, ist diese zwar schrittweise wieder für den Verkehr geöffnet worden, „kritische Situationen bestehen aber weiterhin“, teilte der Südtiroler Zivilschutz am Samstag mit. Neben der Freigabe der Südspur wurde auch die Nordspur der A22 Stück für Stück wieder befahrbar gemacht.

In Italien mussten Einsatzkräfte am Samstag etwa 200 Personen aus ihren Bussen und PKWs retten, nachdem diese dort teils Stunden bei Temperaturen unter dem Nullpunkt zugebracht hatten, wie eine Sprecher der Feuerwehr der Provinz Bozen sagte. Am Samstagmorgen hatte eine Lawine die Autobahn getroffen, allerdings war zu dem Zeitpunkt kein Auto auf der betreffenden Wegstrecke.

Weitere Schneefälle am Sonntag sind angekündigt – und auch der Eisenbahnverkehr auf der Brennerlinie bleibt laut Zivilschutz vorerst stark eingeschränkt. Weil die Situation auf vielen Straßen „kritisch“ war, konnten teilweise auch Schienenersatzbusse nicht fahren.

Selbst für den Wintersport fällt aktuell zu viel Schnee: Einen Tag nach der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen ist der für Sonntag geplante Riesenslalom der Herren ebenfalls abgesagt worden. Die Organisatoren entschieden bereits gut drei Stunden vor dem angesetzten Start des ersten Durchgangs, das Rennen wegen heftiger Schneefälle nicht auszutragen. In der Nacht zum Sonntag hatte es in der bayerischen Wintersportmetropole rund 30 Zentimeter Neuschnee gegeben, so dass ein reguläres Rennen unmöglich geworden war. Aus Sicherheitsgründen entschieden sich die Veranstalter und der Ski-Weltverband FIS dann für eine Absage.

Bereits im Januar hatten massive Schneefälle Teile Bayerns in den Ausnahmezustand versetzt. (mit dpa, Reuters)

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