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ACHTUNG: SPERRFRIST 31. DEZEMBER 05:00 UHR. BITTE BEACHTEN SIE DIE SPERRFRIST 31. DEZEMBER 05.00 UHR! - ARCHIV - 17.11.2025, Bayern, München: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern spricht bei zu einer Pressekonferenz nach dem Start-up- und Technologiegipfel von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in die Bayerische Staatskanzlei. (zu dpa: «Söder: Bayern ist ein starkes Land mit starken Menschen») Foto: Malin Wunderlich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

© dpa/Malin Wunderlich

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„Wäre echt gut, wenn irgendwann Frieden kommt“: Söder beklagt hohe Kosten und Belastung durch Ukraine-Krieg

Bundesregierung baut in Bemühungen um Frieden weiter auf USA + Großflächige Stromausfälle in der Ukraine + Verfassungsschutz warnt vor verdecktem russischen Rüstungserwerb + Der Newsblog.

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Jean Mikhail

Söder: „Es wäre echt gut, wenn irgendwann Frieden kommt“

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder plädiert für „große Zurückhaltung“ bei den Überlegungen für eine Teilnahme der Bundeswehr an einer Ukraine-Friedensmission. Söder sagte in einem Interview mit Welt TV am Rande der CSU-Landesgruppen-Klausurtagung in Kloster Seeon: „Vom ersten Blick löst es ja Magengrummeln aus bei einem, weil man sagt: Um Gottes Willen, was heißt es, sollen wir in die Ukraine gehen? Ich glaube, so weit sind wir noch nicht“. 

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Dienstag angekündigt, die Bundeswehr würde eine mögliche Friedenssicherungs-Mission von NATO-Gebiet aus unterstützen. Von deutschen Truppen in der Ukraine war keine Rede. 

Söder nannte dennoch mehrere Voraussetzungen, die aus seiner Sicht für eine Friedensmission unter Beteiligung der Bundeswehr erfüllt sein müssten. So forderte er von der Ukraine die Rücknahme der erleichterten Ausreisebestimmungen. „Wir überlegen, unsere Soldaten in die Ukraine zu schicken, während die jungen ukrainischen Männer zu uns kommen, weil sie nicht den Wehrdienst leisten wollen – das geht nicht“. Die Ukraine müsse sich aus Söders Sicht „zunächst selbst verteidigen“. 

Außerdem müssten aus seiner Sicht die USA an einer Friedensmission beteiligt sein: „Die Amerikaner sind militärisch stärker denn je. Das sehen Sie an der Operation in Venezuela. Deswegen brauchen wir die Amerikaner“. Die militärischen Möglichkeiten der Europäer seien im Vergleich marginal. 
  
Der bayerische Regierungschef betonte außerdem: „Es wäre echt gut, wenn irgendwann Frieden kommt, zumindest ein Waffenstillstand. Denn es geht auch um unsere Sicherheit. Es kostet viel Geld, es belastet, es ist eine enorme Herausforderung.“ Letztlich sei es „eine Richtlinienentscheidung des Kanzlers, der auch den besten Einblick und die Übersicht hat über diese Fragen“. (Tsp)
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Sven Lemkemeyer

Verfassungsschutz warnt vor verdecktem russischen Rüstungserwerb in Deutschland

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat vor einer verdeckten Rüstungsbeschaffung Russlands in Deutschland gewarnt. In einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse schlägt der Verfassungsschutz Alarm wegen verstärkter russischer Aktivitäten zum Erwerb militärisch nutzbarer Technik in Deutschland: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine habe in Russland den Bedarf an Rüstungsgütern sowie an so genannten „proliferationsrelevanten Produkten“ – also Technologien für Massenvernichtungswaffen – erhöht, und Russland umgehe dabei EU-Sanktionen.

Trotz der Sanktionen und umfassender Exportkontrollen suche Russland immer wieder neue Wege, die Schutzmechanismen zu umgehen – häufig verdeckt, über verborgene Netzwerke und mithilfe der Nachrichtendienste, analysierte die Behörde. Als weitere Staaten, die so vorgehen, nennt der Verfassungsschutz China, Iran, Nordkorea und Pakistan.

„Die Anzahl und Professionalität der Beschaffungsbemühungen ausländischer Staaten in Deutschland liegt insgesamt auf einem hohen Niveau – mit steigender Tendenz“, heißt es in der Analyse, über die zuerst das „Handelsblatt“ berichtet hatte. (AFP)

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Sven Lemkemeyer

Starmer macht gegenüber Trump Position zu Grönland deutlich

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat mit US-Präsident Donald Trump über dessen Besitzansprüche auf Grönland gesprochen. Starmer habe dabei seine Position zum Thema der US-Ansprüche auf Grönland deutlich gemacht, hieß es in einer Mitteilung des Londoner Regierungssitzes 10 Downing Street. 

Großbritannien vertritt wie Deutschland und andere europäische Verbündete den Standpunkt, dass nur die Grönländer selbst und Dänemark über die Zukunft des autonom verwalteten Territoriums entscheiden sollen. US-Präsident Trump erhebt hingegen Ansprüche auf die zum Königreich Dänemark gehörende Insel.

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Sven Lemkemeyer

Russland nennt westliche Truppen in der Ukraine „legitime Kampfziele“

Russland betrachtet alle Truppen, die von westlichen Regierungen in die Ukraine entsendet würden, als „legitime Kampfziele“. Die Warnung folgt auf Pläne Großbritanniens und Frankreichs, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe dort zu stationieren. Das russische Außenministerium bezeichnet die „militaristischen Erklärungen“ der Ukraine-Unterstützer-Staaten der sogenannten Koalition der Willigen in einer Erklärung als zunehmend gefährlich.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte schon Anfang September  eindringlich davor gewarnt, westliche Truppen in die Ukraine zu entsenden. Wenn dort Truppen auftauchen, gehen wir davon aus, dass sie legitime Ziele für eine Vernichtung sein werden, sagte er bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok.
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Sandra Lumetsberger

Besetzte Krim offenbar unter nächtlichen Drohnenangriffen

Der krimtatarische Telegram-Kanal „Krimskyj Witer“ meldete in der Nacht zum 8. Januar zahlreiche Explosionen und Drohnenüberflüge auf der besetzten Krim. Betroffen waren demnach mehrere Regionen, darunter Feodosija, Kertsch sowie die Gebiete um Saky und Jewpatorija. Über Jalta sollen Augenzeugen schnelle, offenbar reaktive Drohnen beobachtet haben, die von russischen Kampfflugzeugen abgefangen wurden.

Am Morgen wurde erneut eine Explosion nahe Kertsch gemeldet, mutmaßlich aus Richtung der Krim-Brücke. In sozialen Netzwerken tauchten Bilder eines möglichen Einschlagkraters in einem ländlichen Gebiet auf. Lokale Kanäle berichteten zudem, dass in Sewastopol der zivile Fährverkehr zeitweise ausgesetzt wurde.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte später, über der Krim seien 14 ukrainische Drohnen abgeschossen worden; unabhängige Bestätigungen dafür lagen zunächst nicht vor. (Yulia Valova)

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Sandra Lumetsberger

Russische Truppen besetzen offenbar Andrijiwka in der Region Sumy und Nowomarkowe in der Region Donezk

Laut den Analysten des Projekts „DeepState“ haben russische Truppen den Ort Andrijiwka in der Region Sumy sowie Nowomarkowe in der Region Donezk eingenommen und sind zudem nahe Majske in Donezk weiter vorgerückt. Andrijiwka liegt in der Siedlungsgemeinde Chotyn nahe der russischen Grenze und gilt laut „DeepState“ als strategisch wichtig für die Kontrolle des nordöstlichen Frontabschnitts. Auch in den Orten Nowomarkowe und Majske im Bezirk Kramatorsk registrierten die Analysten zuletzt intensivere Gefechte und ein weiteres Vorrücken russischer Kräfte. (Yulia Valova)
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Sandra Lumetsberger

SPD-Politiker Stegner hält Debatte über deutsche Mandate für verfrüht

Der SPD-Außenexperte Ralf Stegner hält eine Debatte über Bundeswehrmandate zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands im Ukraine-Krieg für verfrüht. „Man darf den vierten Schritt nicht vor dem ersten tun“, sagte er dem Sender Phoenix laut Vorabmeldung vom Mittwochabend. „Und der erste Schritt muss sein, einen Waffenstillstand herbeizuführen, denn ohne den gibt es keine Vereinbarung.“

„Deswegen sollten wir jetzt nicht über deutsche Mandate reden, sondern darüber, was wir dazu beitragen können, damit es zu einem Waffenstillstand kommt“, fuhr der SPD-Außenpolitiker fort. Ein solcher Einsatz der Bundeswehr müsse außerdem vom Bundestag beschlossen werden. „Und das sehe ich im Augenblick in die Richtung von Beteiligung von deutschen Truppen noch überhaupt nicht.“

Zugleich sei klar, dass Deutschland bei einer Waffenstillstandslösung nicht grundsätzlich zuschauen könne, sagte der Politiker Phoenix weiter. Notwendig sei eine enge Einbindung der USA, damit der Krieg beendet werde. „Ohne Sicherheitsgarantien Amerikas wird es am Ende nicht funktionieren.“ (AFP)

SPD-Politiker Ralf Stegner
SPD-Politiker Ralf Stegner   Bild: Bernd Elmenthaler/IMAGO
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Sandra Lumetsberger

Hunderttausende sind in der Ukraine von der Stromversorgung abgeschnitten

Russische Angriffe haben in der Nacht zu massiven Stromausfällen im Süden der Ukraine geführt. Die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja waren nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums fast vollständig von der Stromversorgung getrennt. Noch etwa 800.000 Verbraucher waren demnach am Morgen im Gebiet Dnipropetrowsk weiterhin davon abgeschnitten. Reparaturarbeiten zur Versorgung mit Licht und Wärme dauerten den Angaben nach an. Der Bürgermeister der Stadt Dnipro, Borys Filatow, verlängerte die Schulferien aufgrund der Situation um zwei Tage.

Im Gebiet Saporischschja ist die Strom- und Heizungsversorgung nach Behördenangaben wiederhergestellt. Gouverneur Iwan Fedorow sprach vom ersten totalen Blackout in der gesamten Region seit Jahren.

Neben den russischen Angriffen macht auch das Wetter der Energieversorgung der Ukraine zu schaffen. Dadurch seien Siedlungen in den Gebieten Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien ganz oder teilweise ohne Strom, hieß es vom Energieministerium. (dpa)

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Sandra Lumetsberger

Ex-US-General Ben Hodges: Truppen der „Koalition der Willigen“ müssen in der Ukraine kampfbereit sein

Der frühere US‑General Ben Hodges warnte in einem Interview mit „The Guardian“, dass mögliche internationale Truppen in der Ukraine nach einem Waffenstillstand echte militärische Schlagkraft brauchen und nicht nur symbolisch präsent sein dürften. Russland würde solche Kräfte sofort testen – etwa mit Drohnen oder Provokationen – und deshalb müssten sie ohne Rückfragen in Hauptstädten wie Paris oder London reagieren können.

Hodges hält es für unrealistisch, darauf zu vertrauen, dass Moskau Vereinbarungen einhalten werde, und verweist auf frühere gebrochene Waffenstillstände seit 2014. Die Aussagen kommen inmitten von Debatten über mögliche britisch-französische Stabilisierungstruppen, während unter anderem die USA, Polen und Italien Bodentruppen ausschließen. Russland weist jede westliche Militärpräsenz in der Ukraine zurück. (Yulia Valova)

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Sandra Lumetsberger

Die Ukraine bereitet neue Regeln für Wahlen vor

Die Ukraine hat offenbar ein Paket gesetzgeberischer Vorschläge beschlossen, das die Grundlagen für landesweite Wahlen nach dem Ende des Kriegsrechts schaffen soll. Die Zentrale Wahlkommission traf diese Entscheidung am 7. Januar und will damit Sicherheitsrisiken, Kriegsfolgen und die Lage der vielen Ukrainer im Ausland berücksichtigen.

Es geht dabei nicht um den sofortigen Start eines Wahlverfahrens. Vielmehr sollen die Vorschläge den rechtlichen Rahmen für verschobene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vorbereiten. Nach Angaben der Kommission dienen sie als Basis für weitere Beratungen im Parlament und eine breite öffentliche Diskussion – auch im Hinblick auf die EU‑Integration des Landes. (Yulia Valova)

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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Ukraine: Stromausfälle nach russischen Angriffen
Russische Angriffe führen in Teilen der Südost-Ukraine zu weitreichenden Strom- und Wasserausfällen, wie örtliche Behörden und Medien berichten. In der Stadt Dnipro sei der Strom ausgefallen und die U-Bahn habe ihren Betrieb eingestellt, meldet der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne. Der Energieversorger DTEK teilt mit, dass auch Teile der Region Saporischschja von den Stromausfällen betroffen seien. (Reuters)
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Jean Mikhail

Trump: „Wir werden immer für die Nato da sein“

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch versucht, Zweifel an der Bündnistreue Washingtons auszuräumen, dabei aber auch ordentlich ausgeteilt. „Wir werden immer für die Nato da sein, auch wenn sie nicht für uns da sind“, schrieb Trump in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social. Russland und China fürchteten das Bündnis nur so lange, wie die Vereinigten Staaten Mitglied seien. 

Zugleich behauptete Trump, dass die Nato nur dank ihm in einem guten Zustand sei und die Ukraine ohne ihn komplett in russischer Hand wäre. Auch kritisierte er das Nato-Mitglied Norwegen, weil ihm nicht der Friedensnobelpreis verliehen worden sei, obwohl er Millionen Leben gerettet habe. 

Trump und seine Regierungsbeamten hatten in letzter Zeit eine Reihe von Drohungen ausgesprochen, das zum Nato-Land Dänemark gehörende Grönland zu annektieren. Dies hatte die Spannungen mit den europäischen Partnern deutlich verschärft. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte für den Fall einer US-Annexion vor dem Ende der Nato. (Reuters/Tsp)
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Jean Mikhail

Bundesregierung: Ukraine-Fortschritte ohne USA schwer vorstellbar

Die Bundesregierung baut in den Bemühungen um eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg auf die weitere Unterstützung der USA. „Wir gehen davon aus, dass die Zusagen der USA stark sind“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin nach dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris vom Vortag. Die USA seien zu einer substanziellen Unterstützung von Sicherheitsgarantien bereit. 

„Und ich glaube, es ist auch ohne diese Zusage schwer vorstellbar, dass der nötige Druck entsteht, um in dem politischen Prozess voranzukommen“, sagte er. Und: „Wir sind in diesem politischen Prozess nur deswegen an dieser Stelle, weil die Vereinigten Staaten nun bereit sind, diesen Druck auszuüben und diese Kaskade an politischen, militärischen und wirtschaftlichen Maßnahmen in Aussicht zu stellen.“ (dpa)
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Jean Mikhail

Britisches Parlament wird über Truppen in der Ukraine abstimmen

Der britische Premierminister Keir Starmer wird das Parlament über die Zahl der im Friedensfall in die Ukraine entsandten Soldatinnen und Soldaten abstimmen lassen. Er werde das Unterhaus über die Entwicklung der Lage auf dem Laufenden halten. Sollten Truppen entsandt werden, will er diese Angelegenheit zur Abstimmung vorlegen, sagte der Premier am Mittag in London. (dpa)
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Jean Mikhail

Selenskyj hofft auf baldiges weiteres Treffen mit Trump

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft nach eigenen Angaben auf ein baldiges weiteres Treffen mit US-Präsident Donald Trump. Als möglichen Ort nennt er vor Journalisten Washington. Gleichzeitig erklärt er, bislang von seinen Verbündeten keine klare Antwort erhalten zu haben, ob sie die Ukraine im Falle weiterer russischer Aggression beschützen würden. Er sehe dafür zwar einen politischen Willen. Eine rechtlich bindende Verpflichtung sei aber nötig. Sicherheitsgarantien sind einer der Knackpunkte bei den Bemühungen, den Krieg zu beenden. (Reuters)
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Jean Mikhail

Nigel Farage lehnt britische Truppen in der Ukraine ab

Der Parteichef der britischen Oppositionspartei „Reform UK“, Nigel Farage, kritisiert die Entscheidung, möglicherweise britische Truppen in die Ukraine zu entsenden. Er könne den Plan nicht unterstützen, sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Es brauche für die Ukraine eine klarere Exit-Strategie, höhere Verteidigungsausgaben und mehr Beteiligung anderer europäischer Staaten. 

Farages rechtspopulistische Partei führt in Großbritannien derzeit in Umfragen. Die nächste Parlamentswahl steht im Normalfall aber erst im Jahr 2029 an. Dennoch zeigt Farages Positionierung, wie wacklig auch europäische Sicherheitsgarantien für die Ukraine sein können. Auch in Frankreich, das gemeinsam mit Großbritannien Truppen zur Friedenssicherung in die Ukraine schicken will, könnte es 2027 zu einem Regierungswechsel kommen. 

Farages „Reform“-Partei steht wegen Verbindungen zu Russland in der Kritik. Der ehemalige Reform-Politiker Nathan Gill wurde im November verurteilt, weil er Bestechungsgelder aus Russland erhalten hatte. Im Gegenzug vertrat er im Europäischen Parlament pro-russische Standpunkte. (jmi)
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Jean Mikhail

Finnlands Außenministerin: Russische Bedrohung wird andauern

Finnlands Außenministerin Elina Valtonen rechnet mit einer dauerhaften Bedrohung ganz Europas durch die Politik Russlands und fordert Europa zur Geschlossenheit auf. „Es muss gesagt sein, dass in dem jetzigen Augenblick es vielleicht deutlicher denn je wird, dass die russische Bedrohung leider für absehbare Zeit da sein wird“, sagte Valtonen am Mittwoch als Gast der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon. Deutlich sei zudem, dass diese Bedrohung „sich auch gegen ganz Europa richtet und nicht nur auf die Ukraine, nämlich in hybrider Weise“, fügte die Ministerin hinzu.

Valtonen rief zu einem Schulterschluss der europäischen Partner auf. „In dieser Zeit, in der wir leben, ist es umso wichtiger, dass gleichgesinnte Partner, so wie Finnland und Deutschland, sich noch viel stärker für unsere gemeinsamen Werte und für unsere gemeinsamen europäischen Ziele einsetzen“, sagte sie bei einem gemeinsamen Auftritt mit CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann vor Journalisten. Dieser gemeinsame Einsatz sei nötig in der Außenpolitik, in der Sicherheitspolitik, aber auch in innenpolitischen Fragen, was die Europäische Union angehe. (Reuters)
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Benjamin Reuter

Vertreter der USA und der Ukraine beraten in Paris weiter über eine Waffenruhe

Einen Tag nach dem Gipfeltreffen zur Ukraine in Paris haben ukrainische und US-Berater ihre Gespräche über Bedingungen für einen Waffenstillstand fortgesetzt. „Wir gehen davon aus, dass die schwierigsten Punkte eines Rahmen zur Beendigung des Krieges erörtert werden, insbesondere zum Atomkraftwerk Saporischschja und zu den Gebieten“, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch im Onlinedienst X. Es sei bereits die dritte Gesprächsrunde mit US-Vertretern innerhalb von zwei Tagen, fügte Selenskyj hinzu, ohne deren Namen zu nennen. 

„Die Ukraine scheut nicht vor den schwierigsten Fragen zurück und wird niemals ein Hindernis für den Frieden sein“, betonte Selenskyj. Es hänge nun von den Partnern ab, „ob sie Russlands Bereitschaft sicherstellen, den Krieg zu beenden“. Zudem solle über mögliche Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs zwischen der Ukraine, anderen europäischen Staaten und den USA gesprochen werden. 

Am Dienstag hatte die sogenannte Koalition der Willigen sich nach den Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf „robuste“ Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstands in der Ukraine geeinigt. In einer „Pariser Erklärung“, die von den USA allerdings nicht unterzeichnet wurde, ist von einem Mechanismus zur Überwachung des erhofften Waffenstillstands die Rede, die USA sollen dies leiten. 

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte in Paris erstmals eine militärische Beteiligung Deutschlands an der geplanten internationalen Ukraine-Truppe in Aussicht - jedoch nicht auf ukrainischem Boden. Es sei denkbar, „dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden“, sagte Merz. 

Am Mittwochnachmittag wird Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in Paris zu einem Treffen im Format des Weimarer Dreiecks erwartet. Bei den Beratungen mit dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot und dem polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski soll es auch um die Lage in der Ukraine gehen. 

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der am Dienstag erstmals persönlich an einem Treffen der Koalition der Willigen teilgenommen hatte, hatte die Planungen für die Sicherheitsgarantien als „weitgehend abgeschlossen“ bezeichnet. Er hatte zugleich eingeräumt, dass die Frage der von Russland geforderten Gebietsabtretungen durch die Ukraine weiter „ein besonders kritisches Thema“ sei. (AFP)
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