Berlinale-Gespräche mit Stars : Elf Fragen an Dani Levy

Wir fragen Filmemacher nach ihren Lieblingsfilmen, unvergesslichen Erinnerungen und andere prägenden Kinoerfahrungen. Diesmal: Dani Levy.

Der Schauspieler und Regisseur Dani Levy.
Der Schauspieler und Regisseur Dani Levy.Foto: Geisler-Fotopress

Der Schauspieler und Regisseur Dani Levy , 62, ist Mitgründer der Produktionsfirma X Filme. Am 5. März startet „Känguru Chroniken“ im Kino.

Im Kino sitze ich am liebsten …

... im vordersten Drittel, Mitte: guter Sound, selten große Lulatsche vor mir und ich kann im Bild versinken.

Ein Film, der mein Leben verändert hat.
„Der General“ von Buster Keaton, da war ich zehn. Tragik, Komik und keine Ahnung, wie er das gemacht hat.

Ein Filmbild, das mir nicht aus dem Kopf geht.
Na ja, der abgeschnittene Pferdekopf aus „Der Pate 1“, und natürlich: Dustin Hoffman stirbt im Greyhoundbus, der durch Florida fährt in „Midnight Cowboy“.

Eine starke Filmszene aus der letzten Zeit.
Die gigantischen Regenfälle in „Parasite“.

Meine erstes Filmfestival war.
... Cannes, wo ich 1985 mit „Du mich auch“ auf der Semaine de la Critique eingeladen war. Auf den Stühlen im Zuschauerraum stehend mit dem Publikum diskutiert. Die wunderbare Naivität der Anfänge.

Ein Berlinale-Event, das ich auf keinen Fall verpassen will.
Bowling mit Joaquin Phoenix, Ed Norton und Phoebe Waller-Bridge – im Berolina Bowling am Nolli.

Ein Berlinale-Erlebnis, das ich nie vergessen werde.
Als ich mit Jürgen Vogel in der Sauna vom damaligen Schweizerhof war, während unser Film „Stille Nacht“ im Wettbewerb im Zoo Palast lief.

Ein Festival-Erlebnis, das ich lieber vergessen würde.
Ablehnungen von Festivaldirektoren, die einfach keine Ahnung haben.

Wenn ich ein Kinoheld wäre.
Benjamin Braddock in „Die Reifeprüfung“.

Ich habe freie Hand für einen Film. Mein Thema:
Vampire aus dem Umland erobern Berlin, trinken das Blut der Kulturstaatsministerin und schreiben ein neues Kapitel Film.

Mein Festival-Überlebensmittel.
„Im Kino schlafen, heißt dem Film vertrauen“ (Das Zitat wird Godard zugeschrieben).

Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!