Berliner Bildhauer : Kolbe Museum erhält umfangreichen Nachlass

„Ein sensationeller kunsthistorischer Schatz“: Das Museum in Berlin-Charlottenburg hat von einer Enkelin Kolbes aus Kanada tausende Briefe und Korrespondenzen des Bildhauers erhalten.

Skulpturen im Garten des Georg-Kolbe-Museums in Berlin-Charlottenburg. 
Skulpturen im Garten des Georg-Kolbe-Museums in Berlin-Charlottenburg. Foto: Thilo Rückeis

Das Berliner Georg Kolbe Museum hat aus einem privaten Nachlass tausende Briefe und Korrespondenzen des Bildhauers erhalten. Es handele sich um mehr als 3.000 Briefe von und an Georg Kolbe (1877-1947), dazu Notizhefte, Fotoalben, über 3.000 historische Fotografien und mehr als 100 originale Zeichnungen, Aquarelle und Skulpturen. 

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Die Dokumente stammen von einer Enkelin Kolbes aus Kanada. Das Museum sprach am Donnerstag von einem „sensationellen kunsthistorischen Schatz“. 

Das gesamte Material sei in 108 großen Umzugskartons verpackt gewesen, hieß es. Eigentümerin war Kolbes Enkelin Maria von Tiesenhausen, die im vergangenen Jahr im Alter von 90 Jahren in Kanada gestorben war.

Der nun an das Berliner Museum gelangte Nachlass sei bisher unbekannt gewesen. Er übersteige das im Georg Kolbe Museum bisher vorhandene schriftliche und fotografische Material und werde die Voraussetzung dafür liefern, den Lebensweg des Künstlers vollständig zu dokumentieren. Ein so umfassender Nachlass sei für kaum einen Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bekannt, hieß es. (mit epd)

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