„Gigant der Avantgarde“ : Chinesischer Künstler Huang Yong Ping ist tot

Huang Yong Ping galt als Vaterfigur der chinesischen Kunst. Er verband Dadaismus und Buddhismus. Nun ist der Künstler im Alter von 65 Jahren gestorben.

Wegbereiter zwischen unterschiedlichen Welten. Huang Yong Ping.
Wegbereiter zwischen unterschiedlichen Welten. Huang Yong Ping.Foto: JOEL SAGET/afp

Der international bekannte chinesische Künstler Huang Yong Ping ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Sein Galerist Kamel Mennour bestätigte am Montag der Deutschen Presse-Agentur den „plötzlichen“ Tod des in Paris lebenden, führenden Vertreters der Avantgarde am Samstag. Huang Yong Ping war 2016 mit dem Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig in Köln ausgezeichnet worden.

„Huang Yong Ping war ein Gigant der Avantgarde, eine Vaterfigur für Generationen von Künstlern und Denkern“, sagte der Pariser Galerist. „Er öffnete einen heiklen Pfad des Dialogs zwischen den Welten mit unnachgiebigem Engagement und philosophischen Ansichten über die Turbulenzen der Welt. Er war ein großer Künstler.“

Der 1954 in der südchinesischen Hafenstadt Xiamen geborene Huang Yong Ping war in den 80er Jahren einer der Gründer einer „Xiamen Dada“ genannten Gruppe. Er verband Dadaismus mit Buddhismus. 1989 nahm der Künstler an der Ausstellung „Les Magiciens de la Terre“ im Pariser Centre de Pompidou teil und entschied sich nach der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 in Peking, sich in Paris niederzulassen.

Werke des Konzept- und Installationskünstlers gehören zu den Sammlungen vieler berühmter Museen der Welt, darunter das Museum of Modern Art (MomA), das Guggenheim Museum oder das Centre Pompidou. Auch vertrat er Frankreich 1999 auf der Biennale in Venedig. (dpa)

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