Jahresbilanz der Berliner Opernhäuser : Das Musiktheater boomt in der Hauptstadt

Berlins Opernhäuser sehen auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück: Alle drei Musiktheater konnten ihre Besucherzahlen steigern.

90 Prozent Auslastung: Die Staatsoper Unter den Linden Berlin hält den Rekord unter Berlins Musiktheatern.
90 Prozent Auslastung: Die Staatsoper Unter den Linden Berlin hält den Rekord unter Berlins Musiktheatern.Foto: Mike Wolff

Zum Jahresende melden die drei Berliner Opernhäuser durchweg positive Zahlen, zum wiederholten Mal in Folge: Die Staatsoper Unter den Linden konnte im Kalenderjahr 2019 eine durchschnittliche Auslastung ihrer Plätze von 90 Prozent erreichen. Insgesamt kamen rund 247 000 Besucherinnen und Besucher zu über 320 Musiktheatervorstellungen und Konzerten in Berlin. Das ist ein Zuwachs von 12 000 Besuchern gegenüber 2018.

Darüber hinaus erlebten 45 000 Menschen im Juni das 13. „Staatsoper für alle“-Wochenende bei freiem Eintritt auf dem Bebelplatz. Das Jahr 2020 wird Unter den Linden vor allem vom Jubiläum der Staatskapelle Berlin geprägt sein, die ihr 450-jähriges Bestehen feiert.

Die Deutsche Oper Berlin meldet 25 000 Besucher mehr als im Vorjahr. Insgesamt haben 2019 263 200 Besucherinnen und Besucher die 312 Vorstellungen des Hauses gesehen, von denen 183 auf der großen Bühne stattfanden.

Die prozentuale Auslastung lag 2019 damit bei 74,1 Prozent. 2018 hatte sie 72 Prozent betragen. Besonders erfolgreich war bei den Neuproduktionen neben Frank Castorfs „Forza del destino“-Inszenierung die Uraufführung von Detlef Glanerts Fontane-Vertonung „Oceane“.

Die Komische Oper absolvierte auch erfolgreiche Gastspiele in Australien und New York

Mehr als 227 000 Menschen besuchten die 241 Vorstellungen in der Komischen Oper. Damit lag die Gesamtauslastung bei mehr als 87 Prozent, wobei sich nach Angaben des Hauses Neuproduktionen und Repertoireaufführungen gleichermaßen gut verkauften.

Erfolgreich verliefen diverse Gastspiele der Komischen Oper: „Die Zauberflöte“ war in Australien sowie in New York zu sehen, „Jewgeni Onegin“ in Edinburgh und „La Bohème“ in Los Angeles. Tsp

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