Neustart nach Corona-Lockerungen : Berliner Kinos öffnen wieder am 2. Juli

Nach dem Senatsbeschluss steht einer geordneten Wiedereröffnung nichts im Weg. Vorher muss der Kinobetrieb den neuen Hygienekonzepten angepasst werden.

Fassade des Kinos am Bundesplatz in Beriln-Wilmersdorf.
Hoffnungsvolle Botschaften.Foto: Kay Nietfeld/dpa

Zahlreiche Berliner Programmkinos haben sich darauf verständigt, am 2. Juli ihre Säle für Gäste zu öffnen. Damit folgen die Berliner Kinos einer Empfehlung ihres Verbandes, der AG Kino, an der sich auch zahlreiche Filmkunstkinos aus anderen Bundesländern orientieren.

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Die Gruppe umfasst unter anderem das Bundesplatz-Kino, City-Kino Wedding, Hackesche Höfe Kino, Il Kino, Sputnik Kino, Wolf und die 14 Filmtheater der Yorck Kinogruppe. Auch die Cinestar-Kette unterstützt diesen Termin.

Wichtiger als eine übereilte Öffnung sei den Kinos eine ordentlich vorbereitete Wiedereröffnung, erklärt die Yorck Kinogruppe in einer Stellungnahme. Ein Vorlauf von vier bis sechs Wochen sei dafür nötig. Der Senatsbeschluss vom Donnerstag, der die Wiedereröffnung der Kinos auf den 30. Juni festlegt, schafft die Grundlagen für eine termingerechte Öffnung Anfang Juli. Dieser Zeitraum wird unter anderem wichtig sein, um die Buchung des Programms zu planen. Die Verleiher hatten bereits angekündigt, dass sie einen zeitlichen Vorlauf für Werbemaßnahmen benötigen.

"Undine" ist der erste Nach-Corona-Kinofilm

Die Mitglieder der AG Kino haben sich darauf geeinigt, die Kinosaison am 2. Juli mit Christian Petzolds Berlinale-Film "Undine" zu beginnen, gefolgt von Christopher Nolans antizipiertem Science-Fiction-Film "Tenet" (16. Juli) und Burhan Qurbanis "Berlin Alexanderplatz" am 30. Juli. An diesen drei Titeln werden sich die deutschen Verleiher zum Neustart orientieren.

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In den kommenden Wochen werden die Filmtheater unter anderem ihre Hygienekonzepte den in den kommenden Tagen erwarteten Auflagen anpassen, nötige Umbauten vornehmen und ihr Personal auf die neuen Gegebenheiten schulen. Logistisch und technisch zu klären sein werden etwa die Umsetzung der Abstandsregelung, der Snack-Verkauf, der für viele Kinos überlebenswichtig ist, das Online-Ticketing und die Kontaktverfolgung der Besucher.

Schon vorher dürfen die Berliner Freiluftkinos Cassiopeia, Friedrichshagen, Friedrichshain, Hasenheide, Kulturforum, Kreuzberg und Rehberge eröffnen. Ab dem 2. Juni sind Open-Air-Veranstaltungen mit bis zu 200 Besuchern in Berlin wieder erlaubt, ab Mitte Juni mit bis zu 500 Besuchern, Ende Juni dann sogar bis 1000. Tsp

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