• Paul Weller, Greg Foat, Khruangbin, Willie Nelson: Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Paul Weller, Greg Foat, Khruangbin, Willie Nelson : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Paul Weller, Greg Foat, Khruangbin und Willie Nelson.

Der britische Musiker Paul Weller.
Der britische Musiker Paul Weller.Foto: Universal Music

Paul Weller: On Sunset (Universal)
Seine Stimme klingt angegriffen, ein paar Songs richten sich zu gemütlich im Altherren-Soulrock ein, aber dennoch: Paul Wellers fünfzehntes Soloalbum ist das erstaunliche Spätwerk eines kreativen Geistes, der eine eigene Vision verfolgt. Nicht selten droht der herrlich bombastische Cinemascope-Pop unter dem Gewicht der Ambitionen zu kollabieren. Dass Weller aber seine Komfortzone verlässt und dieses Scheitern riskiert, macht „On Sunset“ zu einer spannenden, mutige Platte. Jörg Wunder, Tagesspiegel

Greg Foat: Symphonie Pacifique (Strut)

Bislang ein eher gut gehütetes Geheimnis der britischen Jazz-Szene, könnte der Pianist Greg Foat mit seiner neuen Platte endlich die verdiente Anerkennung bekommen. „Symphonie Pacifique“ ist seine wohl beste Arbeit. Der Mann von der Isle Of Wight bringt sein Faible für spacige soundtrackartige Sounds mit lupenreinem Funk-Jazz und Afro-Beat zusammen. Die handverlesene Band spielt mit viel Raum und ganz im Dienste der Sache. Und dann passt diese Musik auch noch wunderbar zum Sommer. Andreas Müller, Moderator

Khruangbin: Mordechai (Dead Oceans)
Wie konnte dieses Trio aus Texas mit diesem Namen und dieser Musik so beliebt werden? Eigentlich hätte Khruangbin ein ewiger Geheimtipp bleiben müssen! Auch auf Studioalbum Nummer drei liefert die Band ihren gewohnten Sound. Psychedelische Songs, die kein Geheimnis daraus machen, dass sie sich ihre spezielle Art von Funk und Soul und Rock an ganz verschiedenen Orten abgeschaut haben. Gesungen wird jetzt auch. Trotzdem gut. Martin Böttcher, Musikjournalist

Willie Nelson: First Rose Of Spring (Legacy)
„Die erste Rose im Frühling“: Da denkt man an Jugend, an einen Neuanfang. Tatsächlich aber gleicht Willie Nelsons siebzigstes Studioalbum einer Lebensbilanz, in deren Zentrum die Themen Tod und Liebe stehen. Nachdenklich und ungeschönt blickt der 86-jährige Country-Star der Vergänglichkeit ins Gesicht und wirkt dabei selbst so unvergänglich wie eh und je Fanny Tanck, Kulturjournalistin

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