Shame, Tune-Yards, The Go! Team : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit The Go! Team, Shame, Tune-Yards und King Gizzard & The Wizard Lizard.

Die aus Brighton stammende Indie-Rockband The Go! Team.
Die aus Brighton stammende Indie-Rockband The Go! Team.Foto: Snowhite PR

The Go! Team: Semicircle (Memphis Industries)

Auch auf dem fünften Album klingt das Projekt des Briten Ian Parton immer noch wie eine Indierock- Band, die sich mit einem Haufen Cheerleaderinnen und einer Marching Band in einer Garage getroffen hat, um Titelmelodien für Kindersendungen und Soundtracks für Krimiserien zu schreiben. Wunderbar enthusiastisch scheppern die zwölf Songs vor sich hin, was auf die Dauer allerdings ein bisschen anstrengend werden kann. Nadine Lange, Tagesspiegel

Shame: Songs Of Praise (Dead Oceans)

Diese Band, so glaubt die englische Musikpresse, besitzt die Mittel, die Fackel des Rock and Roll im Jahre 2018 noch einmal hell leuchten zu lassen. Tatsächlich sind Shame jung, rotzig, aus London. Die Attitüde stimmt. Es knallt und drängt und zwei, drei enorme Singles machten bereits Spaß. Aber ob die Band this year’s Strokes sind? Und selbst wenn? Gibt es noch jemanden, der ihn hören will, den Rock? Andreas Müller, Moderator

Tune-Yards: I Can Feel You Creep Into My Private Life (4AD)

Tune-Yards-Mastermind Merrill Garbus tut, was man als Künstlerin in Zeiten von Trump idealerweise tut: Sie holt sich Verstärkung und singt nun zusammen mit ihrem alten Mitstreiter Nate Brenner über Männer mit kleinen Händen und weiße Frauen mit Privilegien. Nicht mehr so filigran wie die Vorgängeralben, aber immer noch die beste Begleitmusik für Performance-Kunst und Pussy-Hat-Häkeln! Hannah Pilarczyk, Spiegel online

King Gizzard & The Wizard Lizard: Polygondwanaland (Flightless)

Die wohl kreativste Band des Jahres 2017 hat das selbst gesteckte Ziel, fünf Platten innerhalb von zwölf Monaten zu veröffentlichen, erreicht. Dem anderen Ziel, den Untergang der Welt stetig neu zu vertonen, haben sie auf diesem Werk eine neue Facette hinzugefügt. Hier werden erst Universen erfunden und dann zerstört bei einer Reise ins innere Ich. Klingt wie ein psychedelischer Trip? Ist es auch! Martin Rabitz, Trinity Music

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