• Solidaritätsgeste angesichts der Krise: Der Internationale Literaturpreis geht an alle Nominierten

Solidaritätsgeste angesichts der Krise : Der Internationale Literaturpreis geht an alle Nominierten

Im Ausnahmejahr erhalten alle Autoren und Übersetzer, die auf der Shortlist standen, den renommierten Preis des HKW. Das Geld wird aufgeteilt.

Einer der Gewinner. Autor Amir Hassan Cheheltan.
Einer der Gewinner. Autor Amir Hassan Cheheltan.Foto: Privat

Das Haus der Kulturen der Welt in Berlin vergab zum 12. Mal den Internationalen Literaturpreis. Und dieses Jahr gab es eine große Überraschung: Alle haben gewonnen.

Dazu erklärte die Jury: "In einer Zeit, in der so deutlich wird, wie sehr es auf Solidarität ankommt, sei es auf zwischenmenschlicher, sei es auf globaler Ebene, war es der Jury wichtig, anstatt einen der Titel gesondert herauszuheben, die gesamte Shortlist als Konstellation von sechs ausgezeichneten Büchern aufzufassen und das Preisgeld unter allen aufzuteilen."

Nominiert waren die Autoren Yevgenia Belorusets, Amir Hassan Cheheltan, Angel Igov, James Noël, Chigozie Obioma, Isabel Waidner und ihre jeweiligen Übersetzer Claudia Dathe, Jutta Himmelreich, Andreas Tretner, Rike Bolte, Nicolai von Schweder-Schreiner und Ann Cotten.

Der Internationale Literaturpreis ist mit 36.000 Euro dotiert und wird gemeinsam mit der Stiftung Elementarteilchen verliehen. Die Preisträger wurden in der Sendung Lesart im Deutschlandfunk Kultur bekanntgegeben. (tsp)

Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!