Tefaf : Positive Halbzeitbilanz

Zufriedenheit nach ersten Verkäufen jenseits der Millionen-Euro-Grenze melden die Aussteller zur Halbzeit der Kunstmesse Tefaf in Maastricht. Internationale Händler bieten Weltkunst aus sieben Jahrtausenden.

Maastricht - Noch bis zum 18. März sind 219 internationale Händler bei "The European Fine Art Fair/Tefaf" als einer der weltweit bedeutendsten Kunstmessen mit Spitzenstücke vertreten. Neben ersten Verkäufen habe es auch zahlreiche Reservierungen gegeben, sagte eine Tefaf-Sprecherin in der niederländischen Stadt.

"Es war eine sehr gute Messe-Eröffnung und ein verstärkter Geschäftsgang im Vergleich zum Vorjahr", sagte ein in London ansässiger Spezialist für Gemälde Alter Meister. Er verkaufte eine "Italienische Landschaft mit Reisenden auf einem Pfad" aus dem 17. Jahrhundert des Utrechter Malers Jan Both. Das Bild gehörte zu den Höhepunkten der Messe und geht zum Preis von "um die vier Millionen Euro" in eine amerikanische Privatsammlung.

Deutsche Museen kauften ein

Das Deutsche Historische Museum Berlin erwarb in Maastricht eine wiederentdeckte klassizistische Kommode aus dem Wittumspalais in Weimar. Das seit 1807 verschollene Möbelstück war ein Geschenk von Herzogin Anna Amalia an eine Hofdame. Das Niedersächsische Landesmuseum Hannover ließ sich eine weibliche Heiligenfigur (vor 1425) reservieren, die aus dem Hochaltar einer Abteikirche in Lüneburg stammt. Nun muss das Museums aber noch das Geld beschaffen.

Auch bei der modernen Kunst sei die ursprünglich als Altmeister-Handelsplatz bekannte Tefaf bisher gut gelaufen, sagte die Sprecherin. Ein Londoner Händler verkaufte zwei Werke des Pop-Artisten Claes Oldenburg aus den 1960er Jahren, die für jeweils mehr als eine Million Euro angeboten worden waren. Auch Kunstwerke von Amedeo Modigliani, Mark Rothko, Max Ernst und Emil Nolde fanden Käufer.

Mit Blick auf die verstärkt kauffreudigen asiatischen Sammler ist der Tefaf-Bereich der Asiatika in diesem Jahr erneut verstärkt worden. Hier erwarb ein Schweizer Liebhaber ein antikes chinesisches Zeremonial-Gefäß aus Bronze für rund 250.000 Euro. (tso/dpa)

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