Theaterstück kommt nach Hamburg : Harry Potter und der Schein des Geldes

Der Theaterhit „Harry Potter und das verwunschene Kind“ kommt nach Hamburg. Stage Entertainment hat den Wettbewerb um das Stück verloren.

Magisch. Szene aus der West End-Produktion des Potter-Stücks.
Magisch. Szene aus der West End-Produktion des Potter-Stücks.Foto: Manuel Harlan

Lange, sehr lange wurde darum gerungen, wer das Harry-Potter-Theaterstück nach Deutschland exportieren darf. Jetzt hat Maik Klokows Mehr!Entertainment das Rennen gemacht. „Harry Potter und das verwunschene Kind“ wird im Frühjahr 2020 in Hamburg herauskommen. Vor zwei Jahren bereits fand die Uraufführung des Stücks von Jack Thorne, das auf einer Geschichte von Joanne K. Rowling und John Tiffany basiert, in London statt, wo es im Palace Theatre im West End seitdem ununterbrochen vor ausverkauftem Haus läuft. Seit April 2018 wird es auch am Broadway gezeigt, 2019 sollen Spielorte im australischen Melbourne sowie in San Francisco hinzukommen. Und 2020 dann Hamburg.

Maik Klokow schlägt damit seinen mächtigsten Konkurrenten aus dem Felde: den holländischen Unterhaltungskonzern Stage Entertainment, der in Deutschland neun große Häuser betreibt, darunter das Berliner Theater des Westens sowie in Hamburg die Neue Flora, das Operettenhaus und zwei Bühnen an der Elbe gegenüber den Landungsbrücken. Das Pikante daran ist, dass Klokow selber mal Deutschland-Chef des Unternehmens war, von 2000 bis 2008 nämlich. Dann machte er sich selbstständig und betreibt heute neben dem „Starlight Express“ in Bochum, dem Musical Dome Köln und dem Capitol Theater Düsseldorf auch den Berliner Admiralspalast.

Das Theater des Westens ist die Resterampe

Flaggschiff von Mehr!Entertainment aber ist das 2015 eröffnete „Theater am Großmarkt“ in Hamburg unweit des Hauptbahnhofs. Für das Potter-Stück soll die 2400-Plätze-Halle ab Mai 2019 komplett umgestaltet werden. Das lohnt sich, weil davon auszugehen ist, dass die Produktion auch in Deutschland ein Dauerbrenner wird. Weil das Stück in zwei Teilen aufgeführt wird – man kann es an einem Tag in einer Doppelvorstellung sehen oder an aufeinanderfolgenden Abenden –, verdient Maik Klokow an jedem Fan gleich auch doppelt. Der Vorverkauf wird 2019 starten, über die Höhe der Kartenpreise ist noch nichts bekannt.

Bei Stage Entertainment, deren Deutschlandzentrale sich ebenfalls in Hamburg befinde, dürfte der Katzenjammer jetzt groß sein. Denn allzu viel hat man derzeit nicht dagegenzusetzen. In Hamburg kommt im April 2019 „Paramour“ heraus, das erste Musical vom Cirque du Soleil, immerhin eine Europa-Premiere. Für Oberhausen ist die deutschsprachige Erstaufführung der Londoner Produktion „Bat out of Hell“ mit Songs von Meat Loaf angekündigt. Und im Theater des Westens – der Resterampe von Stage Entertainment – läuft ab Oktober mal wieder „Tanz der Vampire:“ Das Blutsaugerdrama war ja auch erst drei Mal hier zu sehen.

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