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Troika.
© Illustration: Benjamin Hohnheiser, Gestaltung: Sabine Wilms
Thema

Troika

Die Troika (deutsch: "Dreigespann") ist die Kontrollinstanz der Eurostaaten zur Überwachung der Kreditprogramme in den Krisenstaaten Griechenland, Irland, Portugal und Zypern. Dabei entsenden der Internationale Währungsfond, die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank leitende Beamte in die betroffenen Staaten, um dort die Gesetzgebung und den Haushalt zu überwachen. Lesen Sie hier aktuelle Beiträge zu diesem Thema.

Aktuelle Artikel

Wachablösung. Angehörige der Präsidentengarde vor dem Mahnmal des Unbekannten Soldaten in Athen.

Knapp sieben Wochen nach dem Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza sollen Vertreter der in Griechenland verhassten Troika nach einem Bericht der Zeitung "Kathimerini" an diesem Donnerstag wieder nach Athen reisen.

Von Albrecht Meier
Protest gegen die Troika in Lissabon.

Sie erpressten Minister, spielten sich zum Gesetzgeber auf und machten gemeinsame Sache mit den reichen Eliten. Die als Kontrolleure eingesetzten Technokraten aus IWF, EZB und EU-Kommission hatten in den Krisenstaaten eine Macht jenseits aller demokratischen Kontrolle.

Von Harald Schumann
Gesprengte Ketten: Wer kontrolliert die Troika?

Die Troika gründet nur auf Vereinbarungen zwischen den Regierungen der Euro-Zone. Ihre Beamten üben Macht aus, die kein Parlament und kein Rechnungshof kontrolliert. Wer kann den Aufsehern Anweisungen geben?

Von Harald Schumann
Der Parthenon-Tempel auf der Athener Akropolis ist eingerüstet.

In Brüssel verhandelt Athen wieder mit der Troika – auch wenn die nicht mehr so heißt. Regierungschef Tsipras will 30 Prozent der von den Gläubigern verlangten Sparmaßnahmen aufkündigen. Dafür verlangt EU-Kommissionschef Juncker eine Gegenfinanzierung.

Von
  • Gerd Höhler
  • Albrecht Meier

Die griechische Regierung will zukünftig nicht mehr mit den Kontrolleuren der Troika zusammenarbeiten. Kommissionschef Juncker signalisiert Entgegenkommen. Was wird aus dem Gremium?

Von
  • Christopher Ziedler
  • Elisa Simantke

Der 49-jährige Panos Kammenos ist Verteidigungsminister im neuen griechischen Kabinett. Der Rechtspopulist wird Regierungschef Alexis Tsipras bei der Anti-Troika-Politik auf die Finger schauen. Angela Merkel wirft er vor, sie wolle aus Deutschland "das Vierte Reich" und "aus einem Europa unabhängiger Staaten ein Europa machen, das von Deutschland dominiert wird".

Von Gerd Höhler
Stavros Dimas war in Brüssel EU-Umweltkommissar.

Es soll ein Befreiungsschlag sein: Mit der vorgezogenen Wahl eines neuen Staatspräsidenten will der griechische Premierminister Antonis Samaras für klare Verhältnisse sorgen. Ob ihm das gelingt, ist aber ungewiss. Findet sich im Parlament keine Mehrheit für seinen Kandidaten Stavros Dimas, steht Griechenland vor Neuwahlen und einem möglichen Sieg der radikalen Linken.

Von Gerd Höhler
Ringen um den Haushalt. Der griechische Premier Samaras im Parlament in Athen.

Die internationalen Geldgeber verlangen von Griechenland weitere Einsparungen im Haushalt. Aber die Forderung steht auf tönernen Füßen, solange die EU-Kommission Nachsicht mit einem großen Land wie Frankreich walten lässt. Ein Kommentar.

Ein Kommentar von Albrecht Meier
Ministerpräsident Antonis Samaras steht in der Gunst der Griechen derzeit nicht allzu hoch. Nun versucht er mit Steuererleichterungen zu punkten.

Die internationalen Kreditgeber sind wieder in Athen, um die Fortschritte der griechischen Regierung bei den Sparmaßnahmen unter die Lupe zu nehmen. Das setzt Ministerpräsident Samaras unter Druck. Da er um sein politisches Überleben fürchtet, will er Steuererleichterungen notfalls auch gegen den Willen der Troika durchsetzen.

Von Gerd Höhler
Ungeliebte Kontrolleure. Einwohner in Athen protestieren gegen einen Besuch der Troika in der griechischen Hauptstadt.

Der künftige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker möchte die Rolle des Internationalen Währungsfonds bei der Überwachung der Reformfortschritte in Griechenland begrenzen. Die EU-Kommission hat nun die entsprechenden Überlegungen bestätigt, die Troika-Arbeit in Athen zu beenden.

Von Albrecht Meier
Patriot: Fußballfan in Landesfolklore.

Hoffnungsschimmer im Euro-Krisenland. Die griechische Wirtschaft hat im letzten Jahr einen Überschuss erwirtschaftet, die Bürger sollen endlich wieder Sozialleistungen bekommen. Das ist gut so, denn neue Hilfen lehnt Deutschland ab.

Von Gerd Höhler
„Heil Schäuble, die Totgeweihten grüßen Dich!“ Finanzminister Wolfgang Schäuble ist in Griechenland der zweitunbeliebteste ausländische Politiker.

Der Finanzminister versucht bei seinem ersten Besuch in Griechenland, den richtigen Ton zu treffen. In Athen herrscht während der Visite Demonstrationsverbot nach der Abstimmung über das jüngste Sparpaket.

Von Gerd Höhler

Griechenland hat nach Ansicht von EU-Experten der „Task Force“ auf seinem Reformweg noch eine Menge zu tun. In ihrem jüngsten Bericht loben die Fachleute der EU-Kommission die Fortschritte des hochverschuldeten Landes beim Staatsumbau, betonen aber, es liege noch viel Arbeit vor Griechenland.

Die jungen Zyprer kannten nur Wachstum und Wohlstand. Jetzt kaufen sie Trockennahrung und verbringen die Tage vor dem Fernseher. Alle warten auf die Öffnung der Banken – und fürchten sich gleichzeitig davor.

Von Katja Demirci