• 27:33 in Hannover: Alles hat ein Ende: Die Füchse Berlin stecken erste Niederlage ein
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27:33 in Hannover : Alles hat ein Ende: Die Füchse Berlin stecken erste Niederlage ein

Nach acht Saisonsiegen geben die Füchse in Hannover die ersten Punkte ab und rutschen auf Platz zwei.

Drei Mal hatte Hannovers Siebenmeterschütze Casper Mortensen die Torhüter der Füchse mit einem Heber überwunden. Als Petar Nenadic in der 59. Minute auf der Gegenseite das gleiche Kunststück versuchte, scheiterte der Torjäger der Berliner. Natürlich – musste man an diesem Sonntagnachmittag hinzufügen: Was dem TSV Hannover-Burgdorf mit Leichtigkeit gelang, ging bei den Füchse Berlin daneben. Die Berliner, die bis dahin alle acht Saisonspiele in der Handball-Bundesliga gewonnen hatten, mussten beim 27:33 (14:17) in Hannover die ersten Punkte hergeben und rutschten in der Tabelle auf Platz zwei.

„Wir haben heute alles probiert“, sagte Füchse-Coach Velimir Petkovic nach dem Abpfiff bei Sky: „Aber der Gegner hatte immer die bessere Antwort.“

Zu Beginn dieser Saison hatten bereits Flensburg und Kiel gegen das Überraschungsteam aus Hannover verloren. An eine Saison ohne Punktverlust hatte bei den Berlinern aber sowieso niemand geglaubt. Für die Füchse war die Niederlage vor den nun folgenden Aufgaben gegen eben diese Titelanwärter (Mittwoch im Pokal in Flensburg und Samstag daheim gegen Kiel) vielleicht ein Dämpfer zur rechten Zeit.

Wie bereits am vergangenen Donnerstag beim Sieg gegen Erlangen verschliefen die Gäste vor 5617 Zuschauern auch die Anfangsphase gegen ausgeruhte Hannoveraner, denen neun ganze Tage zur Spielvorbereitung blieben. Die Füchse erzielten durch Erik Schmidt zwar die erste Führung, doch der heimstarke TSV zog bald mit sechs Toren (12:6/18. Minute) davon. „Wir haben hinten keinen Zugriff bekommen“, sagte Berlins Fabian Wiede. Erst Petkovics Umstellung auf eine offensivere Deckung brachte mehr Sicherheit. Vorne verzweifelten die Spieler jedoch an dem Abwehrriegel vor dem guten Torhüter. Die Füchse kamen – meist erst nach ungestümen Einzelaktionen – bis zur Pause lediglich auf drei Tore heran.

Die zweite Halbzeit verlief lange ausgeglichen. An dem Vorsprung von Hannover änderte sich erst zehn Minuten vor Schluss etwas, als die Gastgeber durch einen Drei-Tore-Lauf (31:25) für die Entscheidung sorgten. Für die Füchse war das Spiel gelaufen. Das wusste auch Nenadic vor seinem gewagten Heber. (Tsp)

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