3:1 in Herrsching : BR Volleys siegen mit Kraftakt

Die BR Volleys holen mit dem 3:1 beim TSV Herrsching einen wichtigen Auswärtssieg. Dennoch hatten die Berliner wieder Schwächephasen.

Sergej Grankin wurde in Herrsching gleich zum Spieler des Spiels gewählt.
Sergej Grankin wurde in Herrsching gleich zum Spieler des Spiels gewählt.Foto: imago/Oryk HAIST

Neuzugang Sergej Grankin hat mit den BR Volleys sein erstes Spiel gewonnen. Der russische Zuspieler, der am vergangenen Dienstag zu den Berlinern gewechselt ist, führte den amtierenden Deutschen Meister am Samstagabend zu einem 3:1 (25:23, 25:17, 18:25, 25:20) beim TSV Herrsching. Damit bleiben die Volleys Tabellenvierter der Bundesliga.

Der Erfolg in Bayern war jedoch ein großer Kraftakt. „Wir haben nicht gut angefangen und zu viele unnötige Fehler gemacht. Adam White hat uns dort mit seiner super Serie gerettet. Im zweiten Satz sind wir dann so aufgetreten, wie wir uns das vorstellen, in allen Belangen überlegen“, sagte Außenangreifer Moritz Reichert. „Umso ärgerlicher war, dass wir dann wieder mehrfach in Rückstand geraten sind. Positiv war sicher, wie wir uns zurückgekämpft haben. Doch es gibt Gegner, die unsere Schwächephasen konsequenter ausnutzen, und deshalb dürfen wir sie uns nicht erlauben.“

Kyle Russell ist mit 20 Punkten erfolgreichster Berliner

Die Berliner begannen gleich mit einer Schwächephase. Mit Grankin in der Startformation unterliefen der Mannschaft von Trainer Cedric Enard einige Fehler in der Annahme. Weil auch der eigene Aufschlag zunächst oft im Netz landete, lagen die Volleys früh zurück (3:7) – und der Rückstand wuchs bis auf sechs Punkte an (8:14). Doch nach einer überragenden Aufschlagserie von Außenangreifer Adam White gingen die Berliner in Führung (23:20) und gewannen den Satz 25:23.

Danach agierten die Volleys sehr souverän. Whites Teamkollegen schlugen ebenfalls stark auf, außerdem war der Block für die Gegner zeitweise nahezu unüberwindbar. Die Berliner führten sicher (16:8) und holten sich den Durchgang mit 25:17.

Eine zehnminütige Satzpause brachte Enards Team jedoch aus dem Rhythmus. Im Angriff kamen die Berliner nicht mehr durch, in der Annahme patzten sie oft und verloren den dritten Satz 18:25. Auch im vierten Durchgang lagen die Berliner zwischenzeitlich deutlich zurück (9:14). Aber dann starteten sie erneut eine Aufholjagd, gewannen den Satz (25:20) und holten die wichtigen drei Punkte. (Tsp)

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