81:93-Niederlage in der Euroleague : Alba Berlin verliert auch bei Villeurbanne

Beim französischen Meister ASVEL Villeurbanne halten die Berliner Basketballer zwei Viertel lang gut mit. Doch dann will nur noch wenig gelingen.

Wieder nichts. Wie schon zuletzt gegen Bayern verlieren Martin Hermannsson (l.) und Niels Giffey auch das Euroleague-Spiel gegen Villeurbanne.
Wieder nichts. Wie schon zuletzt gegen Bayern verlieren Martin Hermannsson (l.) und Niels Giffey auch das Euroleague-Spiel gegen...Foto: Andreas Gora/dpa

Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat in der Euroleague die vierte Pleite in Folge kassiert. Am Freitagabend unterlagen die müden Berliner beim französischen Meister LDLC Asvel Villeurbanne vor 5287 Zuschauern mit 81:93 (38:36). Alba bleibt mit vier Siegen und elf Pleiten Tabellensechzehnter. Beste Berliner Werfer waren Martin Hermannsson mit 17 und Luke Sikma mit 15 Punkten.

Trainer Aito Garcia musste neben dem Langzeitverletzten Tyler Cavanaugh auch wieder auf Peyton Siva (Muskelfaserriss) und Johannes Thiemann (erneute Pause nach Gehirnerschütterung) verzichten. Sein Team kam zunächst nicht gut in die Partie, lag schnell 1:7 hinten. Aber danach kam Berlin besser ins Spiel, ging nach knapp vier Minuten erstmalig 9:7 in Führung.

Dünne Personaldecke

Die Partie war nun ausgeglichen, Alba hatte die sehr physisch agierenden Franzosen aber besser im Griff. In der Defensive kamen die Gäste vermehrt zu Ballgewinnen. Aber die Berliner hatten bei der dünnen Personaldecke vor allem unter dem Korb Probleme. Bis zur Pause konnten Alba die knappe Führung halten.

Nach dem Seitenwechsel mussten die Berliner immer mehr abreißen lassen. Die körperliche Überlegenheit der Franzosen war zu groß. Zudem war die Quote der Drei-Punkt-Würfen schwach. Am Ende des dritten Viertels kassierte Berlin einen 1:16-Lauf. Die Gäste kämpften zwar, kamen im letzten Abschnitt aber nicht näher als acht Punkte (68:76) wieder heran.

Bayern verliert gegen Barcelona

Bayern München hat am Freitagabend ebenfalls eine Niederlage kassiert. Der deutsche Meister verlor in eigener Halle gegen das spanische Starensemble vom FC Barcelona mit 67:77 (25:39). 

Zwei Tage nach dem glücklichen 77:76-Auswärtssieg bei Alba hatte das Team von Trainer Dejan Radonjic vor allem im zweiten Viertel Probleme in der Offensive. Barça nutzte diese Schwäche gnadenlos aus und führte zur Halbzeit klar mit 39:25.

Vor 6500 Zuschauern verkürzte Nationalspieler Danilo Barthel mit einem Dreier zum Ende des dritten Viertels den Rückstand auf neun Punkte (45:54). Näher heran kam der FC Bayern jedoch nicht mehr. Zu stark die Verteidigung der Spanier, die von Ex-Bayern-Coach Svetislav Pe?ic trainiert werden. Mit Pe?ic hatte der FC Bayern 2014 die deutsche Meisterschaft gewonnen.

„Wir mussten sehr für unsere Würfe kämpfen, das hat Kraft gekostet“, sagte Paul Zipser bei Magenta Sport. Der Nationalspieler wurde mit 19 Punkten Topscorer der Partie. Bereits am Sonntag geht es für die Bayern in der Bundesliga nach Gießen. Am 27. Dezember ist in der Euroleague Zalgiris Kaunas zu Gast. (dpa/Tsp)

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