Bittere Niederlage in Vitoria : Alba Berlin fehlen 3,2 Sekunden zum Sieg

Gegen Baskonia Vitoria-Gasteiz verspielt Alba eine 17-Punkte-Führung. Die Berliner verlieren auch das zweite Euroleague-Spiel der Woche knapp.

Umsonst gestreckt: Luke Sikma verliert mit Alba Berlin in Vitoria.
Umsonst gestreckt: Luke Sikma verliert mit Alba Berlin in Vitoria.Foto: Andreas Gora/dpa

3,2 Sekunden waren es noch auf der Uhr, als Alba Berlin eine letzte Chance auf den Sieg erhalten sollte. 72:73 leuchtete es auf der Anzeigetafel, und Kapitän Niels Giffey erhielt den Ball aus der Hand des Schiedsrichters an der Seitenlinie zum Einwurf. Er erfasste die Situation rasch: Martin Hermannsson hatte Luke Sikma geschickt von seinem Verteidiger Tornike Shengelia freigeblockt, und Albas Leader hatte unter dem Korb mit Pierria Henry nun einen kleinen Gegenspieler vor der Brust.

Giffey lobbte den Ball tief in Richtung Korb, Sikma schüttelte den klammernden und fuchtelnden Henry ab, fing den Ball, stieg sofort hoch und legte den Ball in Richtung Korb – als wie aus dem Nichts doch noch Shengelia auftauchte, noch höher stieg und die Kugel mit aller Gewalt ins Aus schmetterte. Die Schlusssirene ertönte, es war vorbei.

Alba Berlins restliches Programm im März

  • 8.3. – BBL: Crailsheim – Alba Berlin (18 Uhr)
  • 12.3. – Euroleague: ZSKA Moskau – Alba Berlin (18 Uhr)
  • 14.3. – BBL: Alba Berlin – Braunschweig (18 Uhr)
  • 17.3. – BBL: Vechta – Alba Berlin (19 Uhr)
  • 19.3. – Euroleague: Alba Berlin – Panathinaikos Athen (20 Uhr)
  • 24.3. – Euroleague: Bayern München – Alba Berlin (20.30 Uhr)
  • 26.3. – Euroleague: Alba Berlin – Valencia BC (20 Uhr)
  • 29.3. – BBL: Frankfurt – Alba Berlin (15 Uhr)

Zwei Tage nach dem unglücklichen 80:84 gegen den FC Barcelona musste Alba in der Euroleague somit eine weitere schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Obwohl die Berliner über weite Strecken in Führung gelegen hatten, unterlagen sie bei Baskonia Vitoria-Gasteiz am Freitagabend mit 72:73 (15:15, 24:14, 20:19, 13:25). Daran konnten auch die 16 Punkte von Marcus Eriksson, Albas bestem Werfer, nichts ändern.

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Zu Beginn der Begegnung hatten die Berliner noch Probleme mit der Verteidigung der Spanier gehabt und sich zu viele Ballverluste geleistet. Vitoria konnte daraus aber kein Kapital schlagen, nach zehn Minuten war die Partie beim Stand von 15:15 völlig offen. Doch Alba steigerte sich und überzeugte vor allem von der Dreierlinie. Und auch nach dem Seitenwechsel lief es für die Berliner.

Mit starker Verteidigung und weiterhin guter Dreierquote schraubte Alba die Führung zwischenzeitlich sogar auf 56:39, brachte sich dann aber durch Ballverluste wieder in Schwierigkeiten. Viertelübergreifend kassierten die Gäste so einen 16:0-Lauf der Spanier.

Es wurde also doch noch einmal eng. Vitorias Scharfschütze Matt Janning netzte kurz vor Schluss per Dreier zu Vitorias erster Führung seit der Anfangsphase ein. Albas Trainer Aito Garcia Reneses nahm eine Auszeit. Und dann erhielt Niels Giffey den Ball. (Tsp/dpa)

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