BR Volleys nach dem Supercup : Benjamin Patch ist ein Hoffnungsschimmer

Die Niederlage im Supercup gegen Friedrichshafen hatte für die Berliner auch etwas Positives: Benjamin Patch zeigte ein vielversprechendes Debüt.

Benjamin Patch bestritt beim Supercup seinen ersten Pflichtspieleinsatz für die BR Volleys.
Benjamin Patch bestritt beim Supercup seinen ersten Pflichtspieleinsatz für die BR Volleys.Foto: Jastrzebski Wegiel

Benjamin Patch war voll auf Betriebstemperatur und ständig in Bewegung, obwohl er zunächst gar nicht auf dem Feld stand. Besonders im ersten Satz des Supercup-Spiels am Sonntag in Hannover musste der US-Amerikaner zusammen mit den anderen Ersatzspielern der BR Volleys oft einer neu eingeführten teaminternen Regel nachkommen: Wenn den Mitspielern auf dem Feld ein Ass oder ein Block gelingt, müssen die Einwechselspieler Liegestütze absolvieren.

„Wir haben uns das ausgedacht, um uns gegenseitig Energie zu geben“, sagte Patch. „Denn die Chemie zwischen uns ist richtig gut. Wir müssen diese gute Chemie jetzt nur noch im Spiel besser umsetzen.“ Nach dem überragenden ersten Satz mit vielen Blockaktionen und Assen – und ebenso vielen Liegestützen – verloren die Berliner die weiteren drei Durchgänge gegen den VfB Friedrichshafen. Im dritten Supercup-Duell mit dem Pokalsieger vom Bodensee unterlag der Deutsche Meister also zum dritten Mal.

Natürlich haderte auch Patch mit der 1:3-Niederlage. Wobei diese für ihn auch etwas Positives hatte. Der Diagonalangreifer bestritt sein erstes Pflichtspiel für die Volleys, nachdem er die ersten beiden Bundesliga-Partien noch wegen einer Knieverletzung verpasst hatte. Weil Kyle Russell nach starkem Beginn im zweiten Durchgang wie das gesamte Team nachgelassen hatte, wechselte Trainer Cedric Enard danach Patch ein. Der 24-Jährige zeigte im dritten und vierten Satz eine vielversprechende Leistung, erzielte elf Punkte und war so mit Samuel Tuia der erfolgreichste Berliner Angreifer.

Patch war nach seiner Einwechslung bester Berliner Angreifer

„Er wird uns enorm helfen“, sagte Manager Kaweh Niroomand. Doch wie die gesamte Mannschaft braucht auch Patch noch Zeit. Seine Knieverletzung hatte er erst wenige Tage zuvor voll auskuriert. „Alles ist noch neu für mich und für uns. Wir müssen noch in den richtigen Rhythmus finden“, sagte Patch. Gegen Friedrichshafen waren die Berliner zwar deutlich stabiler in der Annahme, besonders dank Libero Dustin Watten. Allerdings präsentierten sich die Volleys im Angriff zu fehlerhaft.

Von der zweiten Niederlage nacheinander will sich Patch jedoch nicht verunsichern lassen. „Davon lasse ich mich nicht stressen“, betonte er. „Das gehört alles zu unserer gemeinsamen Reise.“ Die nächste kleine Etappe dabei ist das Bundesliga-Heimspiel am Mittwoch gegen Herrsching (19.30 Uhr/Max-Schmeling-Halle). „Ich hoffe sehr, ich kann dann mitspielen“, sagte Patch. Dass nun in kurzen Abschnitten viele Spiele anstehen, findet er nur gut: „Wir brauchen das, um robuster und abgeklärter zu werden – besonders in den entscheidenden Momenten.“

Patch will dazu selbstverständlich seinen Teil beitragen, sei es mit Punkten auf dem Feld. Oder mit Liegestützen.

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