Ein Vorschlag für Hertha BSC : Schafft endlich neue Strukturen!

Wie soll Michael Preetz in Ruhe arbeiten, wenn er laufend selbst im Fokus steht? Hertha braucht noch eine sportliche Entscheidungsebene. Ein Vorschlag.

Im Fokus der Kritik. Manager Michael Preetz (links) und Präsident Werner Gegenbauer kommen bei Klinsmann nicht gut weg.
Im Fokus der Kritik. Manager Michael Preetz (links) und Präsident Werner Gegenbauer kommen bei Klinsmann nicht gut weg.Foto: Soeren Stache/dpa

Hart, härter, Hertha - auf der Suche nach Lösungen zur Verbesserung der Situation kommt hier ein vielleicht gangbarer Vorschlag. Er betrifft das Grundproblem, dass Geschäftsführung und sportliche Leitung in einer Hand liegen. Läuft es sportlich nicht wie gewünscht, sind die Handlungsmöglichkeiten begrenzt. Es kann nur der Trainer ausgetauscht werden. In anderen Teams richteten sich dann aber irgendwann die Augen auf den sportlichen Leiter, den Sportdirektor.

So bei Bayern, bei Dortmund. Selbst Leverkusen hat noch einen über Rudi Völler, und in Simon Rolfes einen als Direktor Sport unter sich. Bei Eintracht Frankfurt ist Fredi Bobic Vorstand, aber Bruno Hübner hat als Sportdirektor die sportliche Leitung - und die Verantwortung.

Die Geschäftsführung von Hertha tut sich auf Dauer keinen Gefallen, derart eng ins sportliche Tagesgeschäft eingebunden zu sein. Sie macht sich angreifbar und ist sportlichen Unwägbarkeiten ausgeliefert.

Wie will Michael Preetz in Ruhe an der Vereinsentwicklung arbeiten, wo es genug zu tun gibt, wenn er laufend selbst im Fokus steht? Die letzte Entscheidung in der Geschäftsführung beim Geschäftsführer Sport zu belassen, zeigt ein strukturelles Defizit.

Eine naheliegende Lösung wäre also, unterhalb der Geschäftsführung eine sportliche Entscheidungsebene zu schaffen. Außerdem sollte ein Investor-Relations-Manager gefunden werden, der die Kommunikation von Verein zu Investor und umgekehrt auf Arbeitsebene ermöglicht. Der müsste nicht Geschäftsführer werden, könnte aber Mitglied der Geschäftsführung sein. Er berichtet an den Präsidenten und den Investor, im Benehmen mit den Kollegen. Wenn das ginge, würde manche Situation für Hertha vielleicht weniger hart.

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