Viele Offensivoptionen, aber auch Schwächen in der Abwehr

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Hertha BSC Berlin : Der vergeigte Sieg
Die Enttäuschung war groß bei Hertha BSC nach dem 2:2 gegen Werder Bremen.Alle Bilder anzeigen
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23.08.2014 17:08Die Enttäuschung war groß bei Hertha BSC nach dem 2:2 gegen Werder Bremen.

Nun lässt sich nach dem Auftakt bestenfalls mutmaßen, was möglich sein kann für die Berliner in der neuen Spielzeit. Für die Offensive bieten sich Luhukay mehrere personelle Optionen, der Kader ist klar in der Breite verstärkt, der interne Konkurrenzkampf um Positionen erhöht worden. Ob sich das insgesamt auf eine fußballerische Niveausteigerung auswirkt, kann derzeit nicht seriös beantwortet werden. Sieben Wochen Vorbereitung sind eine lange Zeit, doch der Wettkampf lässt sich auf dem Übungsplatz nur bedingt simulieren. „Die Ansätze sind gut, wir hatten ein paar schöne Stafetten, die haben wir auch trainiert“, sagte Schieber. Allerdings müsse die neuformierte Mannschaft erst noch ihren Rhythmus finden. „Wir müssen uns noch einiges erarbeiten“, sagte Schieber.

Denn das Spiel gegen Bremen deckte neben den neuen Möglichkeiten auch alte Unzulänglichkeiten auf, wie sie insbesondere in der zurückliegenden Rückrunde zu beobachten waren. Beim 1:2-Anschlusstreffer der Bremer etwa machte Torwart Thomas Kraft eine unglückliche Figur beim Anlaufen von hohen Bällen, die in den Strafraum segeln. „Thomas muss hier mehr Präsenz zeigen und konsequenter in seinen Aktionen werden“, sagte Luhukay. Der Doppelschlag der Bremer innerhalb weniger Minuten zeigte aber auch, dass die Berliner Schwierigkeiten bekommen, wenn sich Widerstände auftun. Bremen hatte sich taktisch leicht umsortiert, Hertha wirkte überfordert und konnte dass Spiel nicht mehr gestalten. „Wir müssen Momente vermeiden, in denen wir den Gegner zu einfach ins Spiel zurückkommen lassen“, sagte Luhukay.

Dass die Berliner weiterhin auf der Suche nach einem beweglichen und schnellen Stürmer sind, wollte Jos Luhukay nicht als Zweifel an Julian Schieber verstanden wissen. „Es muss aber passen“, sagte Luhukay und machte dabei ein sehr ernstes Gesicht.

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