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Mittelhandbruch bei Zeitfahren : Der Berliner Maximilian Schachmann muss Tour beenden

Der deutsche Straßenrad-Meister aus Berlin hat sich bei einem Sturz die Hand gebrochen. Mit blutigem Knie überquerte er am Freitag die Ziellinie.

Maximilian Schachmann erreichte am Freitag mit blutigem Knie das Ziel.
Maximilian Schachmann erreichte am Freitag mit blutigem Knie das Ziel.Foto: AFP

Für den deutschen Straßenrad-Meister Maximilian Schachmann ist die Tour de France nach seinem Sturz beim Einzelzeitfahren beendet. Der 25 Jahre alte Berliner zog sich am Freitag in Pau einen Mittelhandbruch zu und wird Frankreich vorzeitig verlassen, um sich in Deutschland der weiteren Behandlung zu unterziehen. Dies teilte sein Team Bora-hansgrohe nach der 13. Etappe auf Twitter mit. Schachmann war beim Zeitfahren gestürzt und dabei auf die Hand gefallen. Der Radprofi fuhr mit blutigem Knie und schmerzverzerrtem Gesicht über die Ziellinie, kann sein Tour-Debüt an diesem Samstag aber nicht mehr fortsetzen.

Schachmann gilt schon länger als einer der kommenden deutschen Stars im Radsport. In dieser Saison feierte er bereits einige Erfolge, die für Aufsehen sorgten. Nach seinen drei Etappensiegen bei der Baskenland-Rundfahrt brachte er es zudem auf einen Tageserfolg bei der Katalonien-Rundfahrt. Anschließend sicherte er sich Platz drei beim Klassiker in Lüttich. Bei seiner Tour-Premiere diente Schachmann vor allem seinen prominenten Teamkameraden Emanuel Buchmann und Peter Sagan als Helfer. Mit Buchmann teilte er sich während der Frankreichrundfahrt auch das Doppelzimmer.

Vor der diesjährigen Tour hatte Schachmann sich über mangelnde Wertschätzung in Deutschland beklagt. „Es ist zum Beispiel schade, dass ich gefühlt in Belgien und Holland bekannter bin als in Deutschland. Es wäre schön, wenn das andersherum wäre“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Bei den deutschen Straßenradmeisterschaften auf dem Sachsenring Ende Juni hatte der Radprofi allerdings seinen eigenen Fanclub dabei, die den späteren Sieger mit „Schachi, Schachi“-Rufen feierten.

Unter teils skurrilen Bedingungen war er nach 181,1 Kilometern vor Ex-Meister Marcus Burghardt ins Ziel gefahren. Bei den Titelkämpfen, die aus der Not heraus auf dem Sachsenring ausgetragen wurden, blieben nur 15 Fahrer am Schluss übrig, weil die Jury wegen einer Zwei-Minuten-Regel zahlreiche Fahrer aus dem Rennen genommen hatte. Erst zur Jahreswende war er vom belgischen Rennstall Quick-Step Floors zur deutschen Equipe Bora-hansgrohe gewechselt. Auch seinen Wohnort hatte Schachmann vor einiger Zeit verlegt: aus Berlin-Hohenschönhausen zog es ihn auf die Schweizer Seite des Bodensees. (dpa/Tsp)

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