TV-Übertragungen : Fußball-Zweitligisten sauer auf Sky

Der Sender besetzt weniger Spiele mit Reportern vor Ort. Das verärgert die Vereine: "Die aktuelle Vorgehensweise schädigt das Produkt."

Auch die Verantwortlichen von Holstein Kiel (hier rechts Jonas Meffert im Spiel gegen Duisburg) sind verärgert.
Auch die Verantwortlichen von Holstein Kiel (hier rechts Jonas Meffert im Spiel gegen Duisburg) sind verärgert.Foto: dpa

Viele Fußball-Zweitligisten sind verärgert über Sky. Der Pay-TV-Sender spart bei den Live-Übertragungen und besetzt viele Spiele der Zweiten Liga nicht mehr mit Reportern vor Ort. Dadurch gibt es auch keine Interviews vor den Sponsorenwänden der Klubs. „Die aktuelle Vorgehensweise schädigt das Produkt, das Sky gemeinsam mit den Vereinen auf ein Niveau gehoben hatte, um das uns ganz Europa beneidet“, sagte Holstein Kiels Geschäftsführer Wolfgang Schwenke. Er beklagte die „negativen Auswirkungen für unser Marketing“.

Auch die Verantwortlichen des FC Erzgebirge Aue „bedauern die Entscheidung von Sky“. Geschäftsführer Michael Voigt sagte: „Vor allem für unsere Haupt- und Premiumsponsoren ist die Wiedererkennung auf den Stellwänden bei den Interviews von nicht unwesentlicher Bedeutung.“

Der Bielefelder Geschäftsführer Markus Rejek klagte: „Aus unserer Sicht ist durch die Entscheidung von Sky, nicht mehr alle Spiele der 2. Liga durch einen Reporter vor Ort zu besetzen, ein Qualitätsverlust in der Übertragung gegeben.“ Heidenheims Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald sagte: „Das können wir gar nicht gutheißen. Das ist kein gutes Zeichen von Sky.“ Immerhin habe die Maßnahme „bisher keine Auswirkungen auf unsere Sponsoren“, sagte er.

"Redaktionelle Entscheidung"

Der Sender bestätigte: „Aufgrund einer redaktionellen Entscheidung ist Sky bei einzelnen Zweitliga-Spielen nicht vor Ort.“ Um wie viele Partien es sich handelt, wollte der Bezahl-Sender nicht verraten. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wollte das Vorgehen ihres Vertragspartners, der alle Zweitliga-Partien live und exklusiv zeigt, nicht kommentieren. (dpa)

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