Uefa-Pokal : Werder träumt von nächster Runde

Dank Stürmer Hugo Almeida ist der SV Werder Bremen im Uefa-Pokal auf Viertelfinalkurs. Im Achtelfinal-Hinspiel bei Celta de Vigo konnten die Bremer aber nur zeitweise überzeugen.

Vigo - Almeida erzielte am Donnerstagabend beim 1:0 (0:0) im Achtelfinal-Hinspiel bei Celta de Vigo den entscheidenden Treffer. In der 86. Minute war der für den erneut schwachen Miroslav Klose in der zweiten Halbzeit gekommene Portugiese per Kopf zur Stelle und sicherte den insgesamt verdienten Sieg.

Trotz des Erfolges blieben die Hanseaten wieder einmal hinter den eigenen Ansprüchen zurück und zeigten sich noch lange nicht gerüstet für das Gipfeltreffen in der Fußball-Bundesliga am Sonntag beim FC Bayern München. Die Bremer können zumindest beruhigt dem Achtelfinal-Rückspiel gegen die Spanier entgegensehen.

Vor nur 12.000 Zuschauern im Estadio Balaidos beherrschten die Bremer über weite Strecken die Partie gegen den abstiegsgefährdeten Tabellen-17. der spanischen Primera Division. Aber die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf nutzte ihre zahlreichen Chancen vor allem in der ersten Halbzeit nicht. Am Ende musste der Bundesliga-Zweite gegen den nach der Pause stärker aufkommenden Gegner sogar froh sein, nicht in Rückstand geraten zu sein.

Erleichterung herrschte bei Werder schon vor dem Anpfiff. Kapitän Torsten Frings, der in den vergangenen Tagen über muskuläre Probleme am rechten Oberschenkel klagte, gab nach einem letzten Härtetest Grünes Licht für seinen Einsatz.

Hunt auffälligster Spieler

Die Bremer gaben sofort den Ton an, ohne allerdings zu überzeugen. Auffälligster Spieler war erneut Aaron Hunt, der schon zuletzt in der Bundesliga mit seinem Dreier-Pack gegen den VfL Bochum für Furore gesorgt hatte. Der junge Stürmer stellte seinen Angriffspartner Miroslav Klose in den Schatten.

Nach sechs Minuten prüfte Hunt erstmals Vigos Schlussmann Esteban. 13 Minuten später ließ der U 21-Nationalspieler dem Keeper keine Chance, doch der Ball klatschte nur gegen den Innenpfosten. WM-Torschützenkönig Klose, der nunmehr seit acht Spielen für die Bremer auf ein Erfolgserlebnis wartet, vergab seine beste Chance in der 41. Minute. Ansonsten war nichts von ihm zu sehen, In der 67. Minute wurde er folgerichtig durch Almeida ersetzt.

Vigo setzt auf Konterspiel

Werder war vor der Pause insgesamt souveräner und geriet nur in wenigen Situationen in Gefahr. Die Gastgeber, die ohnehin nicht mit ihrer stärksten Elf aufliefen und zunächst auf den ehemaligen Wolfsburger Stürmer Fernando Baiano verzichteten, konzentrierten sich vor allem auf die Defensive und versuchten, im eigenen Stadion mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Nur einmal musste Werder-Torwart Tim Wiese vor dem Seitenwechsel bei einem Kopfball von Nunez sein Können zeigen.

In Halbzeit zwei blieb das Bild zunächst unverändert. Werder kontrollierte die Partie. Doch fiel den Bremern zu wenig ein, um den Abwehrriegel der Spanier zu knacken. Die Galicier witterten ihre Chance und verstärkten ihre Offensivbemühungen. Die Einwechslung von Baiano belebte das Spiel von Vigo deutlich und sorgte immer wieder für Gefahr. Nur Werder-Schlussmann Wiese und Abwehrchef Naldo verhinderten eine böse Überraschung für die Bremer. Erst Almeida erlöste Werder vier Minuten vor dem Ende. (Von Peter Hübner, dpa)

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