Volleyball : Die BR Volleys und der stete Kampf um die Zuschauer

Die Volleys empfangen die Netzhoppers und freuen sich über viele Zuschauer. Die brauchen sie auch, um die Kosten decken zu können.

Die große Max-Schmeling-Halle verursacht hohe Kosten bei den Volleys.
Die große Max-Schmeling-Halle verursacht hohe Kosten bei den Volleys.Foto: dpa

„4000 plus“, freut sich Kaweh Niroomand, „werden sicher kommen“. Für den Manager des Berliner Volleyball-Bundesligisten BR Volleys sind Heimspiele wie am Samstag (18.30 Uhr) gegen die Netzhoppers aus dem nahe Berlin gelegenen Königs Wusterhausen immer eine gute Sache. Zwar sind die Netzhoppers selten ein ernsthafter Gegner, aber das Berlin-Brandenburg-Derby lockt immer noch Zuschauer in die Max-Schmeling-Halle.

Die ist mit einem Fassungsvermögen bei Sportveranstaltungen von 8500 Zuschauern für Volleyballverhältnisse riesig, und für Niroomand ist es daher ein stetiger Kampf, die Halle halbwegs gefüllt zu bekommen. In dieser Saison haben die Volleys in ihren acht Ligaspielen einen Schnitt von knapp 4500 Zuschauern. Für Fußballfans mag die Zahl lachhaft niedrig erscheinen, im Volleyball ist dies aber ein Spitzenwert. „Sicher werden wir mit unserer Zuschauerzahl am Samstag in Gesamteuropa unter den besten dreien liegen“, sagt Niroomand. National kann diesbezüglich mit den Volleys keiner auch nur annähernd mithalten.

Doch so schön die Zahlen im nationalen wie im internationalen Vergleich auch sind, eine für den Volleyball groß dimensionierte Halle wie die Max-Schmeling-Halle ist teuer. „Wir sind gerne in dieser Halle“, sagt Niroomand. „Das Dumme ist nur, dass die Kosten für die Austragung von Spielen immer weiter zunehmen.“ Mehrere hunderttausend Euro würden die Volleys pro Saison für den Spielbetrieb in der Halle zahlen, erzählt er. „Das ist eine unglaubliche Belastung für uns.“ Deswegen helfen den Volleys Spiele gegen die Netzhoppers und natürlich noch mehr gegen den Dauerrivalen Friedrichshafen am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr). „Das war das beste Los, das wir kriegen konnten“, sagt Niroomand. (mei)

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