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WM-Vorrundensieg gegen Jordanien : Deutsche Basketballer halten Hoffnung auf Olympia am Leben

Keine weitere Blamage: NBA-Profi Maximilian Kleber hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft zum Sieg im letzten WM-Vorrundenspiel geführt.

Schadensbegrenzung. Das DBB-Team um Paul Zipser hat gegen Jordanien gewonnen.
Schadensbegrenzung. Das DBB-Team um Paul Zipser hat gegen Jordanien gewonnen.Foto: Athit Perawongmetha/Reuters

Dank einer Leistungssteigerung haben die deutschen Basketballer eine weitere Blamage klar verhindert und mit dem ersten Sieg bei der Weltmeisterschaft in China ihren Olympia-Traum am Leben gehalten. Nach dem peinlichen vorzeitigen Vorrunden-Scheitern bezwang das Team um Anführer Dennis Schröder am Donnerstag in Shenzhen zum Ende der ersten Gruppenphase den Außenseiter Jordanien mit 96:62 (48:36).

„Heute war ein gutes Spiel. Wir haben an beiden Enden des Feldes einen guten Job gemacht. Wir haben immer noch ein Ziel, wir wollen uns für Olympia qualifizieren“, sagte Schröder. Teamkollege Maximilian Kleber sagte: „Vielleicht waren wir in den ersten zwei Spielen zu verkrampft. Das haben wir heute besser gemacht.“ Es sei für die Mannschaft „eine Erleichterung, dass heute ein paar Würfe gefallen sind“, sagte der Flügelspieler und ergänzte: „Es hat mal gut getan, dass der Ball in den Korb gegangen ist.“

Mit 18 Punkten war Maximilian Kleber bester Werfer. Der NBA-Profi hatte bei der unnötigen Pleite gegen die Dominikanische Republik kein einziges Mal auf den Korb geworfen. Schröder zeigte sich nach seiner Kritik an sich selbst und den Teamkollegen mit zehn Zählern und elf Vorlagen ebenfalls verbessert.

In der Platzierungsrunde um die WM-Ränge 17 bis 32 geht es für die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds (DBB) nun am Samstag und Montag in Shanghai gegen Senegal und Kanada. Durch zwei weitere Erfolge wäre der Sprung zu einem von vier Qualifikationsturnieren für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio perfekt, mit einer Niederlage müsste noch gerechnet und gezittert werden. Im kommenden Sommer werden die vier letzten Tickets für die Sommerspiele vergeben, die direkte Qualifikation hat das deutsche Team in China kläglich verspielt.

Rödl hatte vor der Partie trotzdem eine Job-Garantie erhalten und verzichtete für das Duell mit dem Weltranglisten-49. erneut auf eine Änderung in seiner Startformation um Schröder. Gegen Frankreich hatte das deutsche Team mit 0:14 zurückgelegen, auch bei der 68:70-Niederlage gegen die Dominikanische Republik ging der Start daneben. Doch nun klappte im Duell mit den international auf Topniveau überforderten Jordaniern sofort plötzlich alles, was bislang völlig schiefgelaufen war.

Deutsche Verteidigung überzeugt wieder nicht

Schröder gab den Ball im Angriff deutlich früher weiter, so dass auch Spieler offensiv in Erscheinung traten, die zuvor im Turnier fast komplett abgetaucht waren. Bereits nach knapp zwei Minuten egalisierte Kleber mit sechs Punkten seine gesamte WM-Ausbeute. Nach seinem getroffenen Dreier zum 10:7 sprangen alle Ersatzspieler auf und standen jubelnd an der Bande. Schröder hatte am Mittwoch noch bemängelt, dass die Gegner bislang „mehr Energie“ gehabt und sich die Bank der Kontrahenten mehr füreinander gefreut hätten.

Bereits im Auftaktviertel verteilte der Aufbauspieler der Oklahoma City Thunder sechs Vorlagen, hielt sich mit eigenen Abschlüssen aber sichtbar zurück. In der kompletten ersten Hälfte warf Schröder nur viermal auf den Korb, traf jedes Mal und versenkte dabei zwei Dreier. Vier Sekunden vor der Halbzeitpause rannte er über das komplette Feld und sorgte mit der Schlusssirene per Korbleger zum 48:36 für die größte deutsche Führung.

Auch wenn die deutsche Verteidigung manchmal noch wackelte, kamen die Jordanier auch während der zweiten Hälfte nicht mehr näher heran. Kleber versenkte in der einseitigen Partie gleich mehrere Lob-Anspiele seiner Teamkollegen per krachendem Dunk. Die deutsche Auswahl erlaubte sich keine Schwächephase mehr – und schaffte einen souveränen Sieg. (dpa)

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