Star der Saison : Zeit für Gänsebraten

Von Sankt Martin bis Weihnachten ist Gänsebratenzeit. Wir verraten Top-Adressen für Menüs und „Gans to go“ und wie man das Federvieh stressfrei zubereiten kann.

Eine gut gebratene Martinsgans macht den Beginn der dunklen Jahreszeit für den Menschen sehr viel erträglicher.
Eine gut gebratene Martinsgans macht den Beginn der dunklen Jahreszeit für den Menschen sehr viel erträglicher.Illustration: iStock-Foto / Sabine Willms, Tsp

Wenn sie nicht so geschwätzig wären und mit all ihrem Geschnatter – besagt zumindest die Legende – Martin von Tours, später bekannt als Sankt Martin, verraten hätten, wer weiß, ob es den Gänsen dann auch jedes Jahr aufs Neue an den Kragen ginge. Wie auch immer: Vom 11. November bis Weihnachten ist Gänsebratenzeit. Und wer glaubt, dass nur Gänse unter diesem Brauch zu leiden hätten, vergisst all diejenigen, die diese Gänse zubereiten müssen. Denn Gänsebraten macht mächtig viel Arbeit.

Wie man das einigermaßen entspannt über zwei Tage verteilen kann, haben wir schon einmal gezeigt und von Spitzenkoch, Hendrik Otto aus dem „Lorenz Adlon Esszimmer“ testen lassen, frei nach dem Motto „Kritiker kochen – Köche kritisieren“ (Film und Rezept unter „So gelingt die Weihnachtsgans ohne Stress“ auf tagesspiegel.de). Noch weniger Mühe hat, wer die Gans von einem Profi braten lässt und einfach samt Beilagen abholt. „Gans to go“ bieten inzwischen viele an, die Verlässlichsten sind das Hotel Palace, das Restaurant Jolesch, die Caterer Optimahl, Feinkost Lindner und, klar, das KaDeWe.

Am allerwenigsten Aufwand macht es, sich im Restaurant zu verabreden. Sein (offiziell stillgelegtes) Restaurant sperrt Markus Semmler für Gruppen ab zehn Personen auf und serviert, was gefällt, von traditionell bis zur asiatischen „Semmlergans“. Sehr spannend auch das Angebot von der Insel Werder: Im Restaurant „Alte Überfahrt“ steht vom 9. bis 11. November ein Gänsemenü auf der Karte, bei dem Küchenchef Thomas Hübner die Brust mit Schwarzkohl und die Keule mit Granny Smith und Risotto kombiniert. Wer es nicht so genau mit der Gans nimmt, hält sich an Ente: Sie ist nicht schlechter im Geschmack, deutlich günstiger und hat mehr auf den Rippen. So wird Gans am Ente doch noch alles gut!

Dieser Beitrag ist auf den kulinarischen Seiten "Mehr Genuss" im Tagesspiegel erschienen – jeden Sonnabend in der Zeitung. Hier geht es zum E-Paper-Abo. Weitere Genuss-Themen finden Sie online auf unserer Themenseite.

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