Welt : Der Tod – ein böser Traum

Lebt Britney Spears ihr Musikvideo nach?

Sassan Niasseri

Steht Britney Spears wirklich vor dem Selbstmord? Überraschend wäre das nicht. In einem früheren Musikvideo inszenierte die Sängerin bereits ihren Suizid. Glaubt man der Zeitung „News of the World“, scheint Britney Spears auch in der Entzugsklinik nicht gesund zu werden. Angeblich habe die Sängerin versucht, sich mit ihrem Bettlaken an einer Deckenlampe zu erhängen. Mit dem Ausruf „Ich bin der Antichrist“ sei sie vorher durch die Krankenhausflure gerannt. Auf ihren Schädel habe sie eine „666“ gemalt. Vorangegangen war ein Gespräch mit ihrem Noch-Ehemann, dem Tänzer Kevin Federline, den sie um eine zweite Chance und ein drittes Kind gebeten habe. Noch vor ein paar Monaten hätte diese Meldung irritiert. Selbstmord? Und wieso befindet sie sich in einer Entzugsklinik? In kurzer Zeit ist es Spears gelungen, ihre Karriere zu zerstören. Zuviel ist passiert: Rauchen während der Schwangerschaft. Sorgerechtsstreit um ihre zwei Kinder mit dem mittellosen Federline, der auch noch Unterhalt von ihr will. Tablettensucht. Bereitwillig zugelassene „Upskirt“-Photos von Reportern, in denen sie Hilton-mäßig ihren frisch rasierten Intimbereich präsentierte. Und, als Höhepunkt vor ihrer Einweisung in die Rehaklinik: die Glatze. Neuer Look oder eher Hilfeschrei?

Wer hätte das alles je für möglich gehalten? Interessant ist, dass Spears ihren Selbstmordversuch schon vor einigen Jahren vorweggenommen hat. Ihr Musikvideo zum 2004 veröffentlichten Song „Everytime“ schildert eine Suizidfantasie. Anfangs ist zu sehen, wie sich Spears nach einem Tag im Rampenlicht mit ihrem über den Starrummel unzufriedenen Freund (Federline-Ersatz und B-Schauspieler Stephen Dorff) streitet. Zu den Worten „Please forgive me, my weakness caused you pain, and this song is my sorry“ legt sie sich dann in die Badewanne. Und schneidet sich die Pulsadern auf. In einer anschließenden Nahtoderfahrung streift sie als Engel in Weiß durch grell erleuchtete Klinikflure und beobachtet im OP-Saal eine Geburt. Ein Psychomix aus den Themen Schuld, Tod und Wiedergeburt, wie ihn sich eine melancholische Teenagerin nicht besser hätte ausdenken können. Und doch passt der Clip immer noch zu der 25-Jährigen Spears. Sie ist bekannt für ihr Fluchtverhalten und „Everytime“-typische Selbstgeißelungen („I feel so small, I guess I need you baby“). Angeblich haben sich Britney und Federline wieder zusammengerauft. Was passiert am Ende von „Everytime“? Ein Happy-End. Der Freund stürmt ins Bad und will Britney retten. Doch die lächelt. Alles war nur ein Traum.

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