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In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Arktis viermal schneller erwärmt als der Rest der Erde.
© David Goldman/dpa

Neue Studie: Erderwärmung in der Arktis deutlich schneller als bisher angenommen

Die schnelle Erderwärmung in den Polarregionen sei unterschätzt worden, besagt die Studie. Aber nicht nur der Mensch ist daran Schuld.

Die Erderwärmung im Zuge der Klimakrise ist in der Arktis nach Angaben finnischer Forscher deutlich schneller vorangeschritten als bislang angenommen.

Einer neuen Studie von Wissenschaftlern des Finnischen Meteorologischen Instituts in Helsinki zufolge hat sich die arktische Region in den vergangenen 43 Jahren fast viermal so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt.

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Auf regionaler Ebene seien manche Gebiete im Arktischen Ozean gar bis zu sieben Mal so schnell wie der Gesamtplanet wärmer geworden, schreiben sie im Journal „Communications Earth & Environment“. Klimamodelle hätten die sogenannte polare Verstärkung bisher unterschätzt, erklärte der Erstautor Mika Rantanen.

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Bislang ist immer wieder von einer doppelt so schnellen Erwärmung der Arktis die Rede gewesen. Eine im norwegischen Tromsø ansässige Arbeitsgruppe des arktischen Rates hatte jedoch bereits im Mai 2021 davon berichtet, die Zunahme der durchschnittlichen arktischen Oberflächentemperatur sei zwischen 1971 und 2019 mit 3,1 Grad Celsius rund dreimal höher gewesen als im globalen Durchschnitt.

Die finnischen Forschenden führen ihre noch höhere Schätzung nun einerseits auf die starke und anhaltende arktische Erwärmung zurück, andererseits aber auch auf ihre Definition der Arktis sowie den Berechnungszeitraum: Sie definierten die Arktis als das gesamte Gebiet, das sich innerhalb des nördlichen Polarkreises befindet. Die Erwärmungsrate wurde ab 1979 berechnet – dem Jahr, seit dem detailliertere und somit verlässlichere Satellitenaufnahmen verfügbar sind.

Das Ausmaß der polaren Verstärkung wird den finnischen Forschenden zufolge sowohl vom durch menschliche Aktivitäten verursachten Klimawandel als auch von natürlichen langfristigen Klimaschwankungen beeinflusst. Beide Faktoren haben demnach voraussichtlich zu einer Zunahme der Verstärkung im Laufe der 43 Jahre geführt. (dpa)

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