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Thema

Erdbeben

Das zweite schwere Erdbeben in Japan hat am Donnerstag die Schlusskurse am deutschen Aktienmarkt belastet. Eine erwartete Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) blieb dagegen ohne größere Auswirkungen.

Imageprobleme. Toyota hat nach den Rückrufaktionen schon viele Kunden in den USA verloren. Der Produktionsstopp bremst die Japaner nun vollends aus.

Die Erdbeben- und Atomkatastrophe bringt japanische Unternehmen und den Aktienmarkt in immer größere Schwierigkeiten. Toyota muss seine Produktion in den USA stoppen. Die Aktie des Fukushima-Betreibers verliert mehr als 18 Prozent.

Von Henrik Mortsiefer

Deutsche Importeure japanischer PKW prüfen Fahrzeuge und Teile auf mögliche Belastung. Ein westfälischer Autozulieferer prüft bereits die Voraussetzungen für Kurzarbeit, der Industrieversicherer HDI-Gerling befürchtet Schadenersatzforderungen.

Den Strahlen auf der Spur. Ein Mitarbeiter der Umweltschutzorganisation Greenpeace misst die radioaktive Belastung im japanischen Dorf Iitate, etwa 40 Kilometer nordwestlich der havarierten Atomanlage in Fukushima.

Die japanische Atomaufsichtsbehörde hat die Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks Fukushima wegen eines mangelhaften Schutzes der Arbeiter vor radioaktiver Strahlung kritisiert. Das Chaos um die Strahlenwerte geht angeblich auf einen Computerfehler zurück.

Nach dem Kursschub zur Wochenmitte hat der Dax am Donnerstag etwas nachgegeben. Zum Schluss verbuchte der deutsche Leitindex ein Minus von 0,2 Prozent auf 7041 Punkte.

Atomkraft, nein danke? Gegen die neue Parteilinie spricht sich FDP-Umweltexperte Holger Krahmer im Gastkommentar für die Kernenergie aus. Seine These: Die Situation in Japan ist eine Tragödie, an der Situation in Deutschland ändert ein Tsunami nichts.

Im Grundwasser unter dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco eine starke Radioaktivität gemessen worden. 15 Meter unter der Anlage wurde ein 10.000-fach erhöhter Wert von Jod-131 festgestellt.

Angetrieben von festen Autowerten hat der Dax am Mittwoch erstmals seit dem Erdbeben in Japan wieder die Marke von 7000 Punkten überschritten. Der deutsche Leitindex schloss bei anhaltend niedrigen Umsätzen 1,8 Prozent fester bei 7057 Punkten.

Uraltes China. „Detective Dee“ (Andy Lau) setzt auf Pomp und Fantasy.

Auf dem Filmfestival in Hongkong zeigt sich: Den typischen Hongkong-Film gibt es nicht mehr. Man orientiert sich am chinesischen Festland – und verliert seine Identität.

Von Sebastian Handke

Baden-Württemberg ist für die CDU im Ergebnis bitter, aber keinesfalls vernichtend. Trotzdem gibt es in der Partei Diskussionen. Vor allem um die Atompolitik. Viele fragen sich deshalb, welche Konsequenzen die Bundeskanzlerin zieht.

Von Robert Birnbaum
Ruhe bewahren. Eine Seite aus der Broschüre der japanischen Atom-Behörde NISA für den atomaren Notfall. Die Bevölkerung wird gebeten, sich in geschlossene Räume zu begeben, Gerüchten keinen Glauben zu schenken und sich gründlich zu waschen.

Krisen managen: Der Soziologe Gerhard Schulze plädiert in seinem Buch "Krisen. Das Alarmdilemma" für gesunde Skepsis statt Alarmismus. Ein Interview zum Krisen-Diskurs.

Die Öko-Partei stellt sich in Rheinland-Pfalz auf eine Koalition mit der SPD ein – und will sich nicht mit den Ministerien Umwelt und Justiz abspeisen lassen.

Von Armin Lehmann

An den europäischen Aktienmärkten haben Anleger die Krisenherde der Welt am Freitag ausgeblendet und erneut gekauft. Nach dem kräftigen Kursplus von fast zwei Prozent am Donnerstag legte der Dax am Vormittag auf 6985 Punkte zu und hatte damit weiter die Marke von 7000 Punkten im Blick, die er seit dem Erdbeben in Japan vor zwei Wochen nicht mehr erreicht hatte.

Risse im Boden. Tiefe Spalten tun sich auf, wie hier in Tarlay in Birma, wo wichtige Verkehrswege unterbrochen sind.

Am Tag nach dem schweren Erdbeben im Nordosten Birmas war die Lage im Katastrophengebiet am Freitag weiterhin unübersichtlich. Das Gebiet zwischen Birma, Thailand und Laos ist schwer zugänglich und wird von Banden beherrscht.

Von Sascha Zastiral
Zeugen der Tsunami-Tragödie. Schultaschen aus Okawa, nur 24 von 84 Kindern und 13 Lehrern leben hier noch.

Die Bilder aus Japan zeigen, wer alles betroffen ist. Nicht zuletzt die Kinder. Die Versorgung im Katastrophengebiet ist elf Tage nach dem Erdbeben noch immer sehr schlecht.

Rund um die Uhr kämpfen in Japan Techniker gegen die Kernschmelze.

Rund um die Uhr kämpfen in Japan Techniker gegen die Kernschmelze. Unter Kontrolle ist trotzdem nichts: Radioaktives Wasser bringt die Arbeiten in Fukushima zum Stillstand. Für Experten ist der Super-GAU schon da.

Die Lage in den havarierten Atomkraftwerken Fukushima Daiichi ist weiterhin instabil. Die Radioaktivität verteilt sich dabei regional unterschiedlich. Nicht nur in Tokio sind radioaktive Zerfallselemente wie Jod-131 und Jod-133 im Trinkwasser entdeckt worden.

Von Dagmar Dehmer
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