25 Jahre Städtepartnerschaft mit Berlin : Michael Müller besucht Tokio

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) fliegt in anderthalb Wochen nach Tokio. Er wird von mehreren Unternehmen begleitet.

Michael Müller besucht zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Tokio die japanische Hauptstadt.
Michael Müller besucht zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Tokio die japanische Hauptstadt.Foto: Mike Wolff TSP

Ein Anlass für die mehrtägige Reise ab Sonnabend (18. Mai) ist unter anderem das 25-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von Berlin und der japanischen Megacity. Müller will unter anderem an einer Feierstunde teilnehmen und mit Yuriko Koike, der Gouverneurin von Tokio, zusammentreffen.

Auch sind Gespräche mit Spitzenvertretern großer japanischer Konzerne in Vorbereitung – zum Beispiel mit Mitsubishi Electric und NTT (Nippon Telegraph and Telephone). Eine Tochtergesellschaft dieses in Japan führenden Telekomunternehmens will bis Ende 2020 im Marienpark in Tempelhof-Schöneberg einen Rechenzentrum-Campus aufbauen.

Vertreter großer Städte treffen in Tokio zusammen

Zudem steht in Tokio eine Konferenz der Bürgermeister der sogenannten „U20“ auf der Tagesordnung. In dieser erst 2017 gegründeten Initiative formulieren politische Vertreter von nunmehr 27 großen Metropolen der Welt ihre gemeinsamen Anliegen und Forderungen, um sie in die Beratungen der G20 – dem Format der 20 größten Industrie- und Schwellenländer – einzubringen. Japan hat in diesem Jahr den Vorsitz der G20. Schwerpunktthemen für die Beratungen der U20 sind unter anderem der Klimaschutz, Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, soziale Inklusion und Integration. Müller ist seit vergangenen August zudem Präsident des internationalen Netzwerkes Metropolis, in der insgesamt 139 Städte verbunden sind.

Berliner Unternehmen können Kontakte knüpfen

Müller wird von ungefähr 30 Vertretern von Berliner Unternehmen beziehungsweise Institutionen wie Berlin Partner oder der Berliner Energieagentur begleitet, von denen die meisten sich mit den Themen Mobilität, Energie und die Digitalisierung beschäftigen. Organisiert von Berlins Industrie- und Handelskammer (IHK) möchten sie neue Geschäftspartner in Japan kennenlernen.

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Teil der Delegation sind Helmut Schramm, der Werksleiter des BMW-Motorradwerkes, und Sigrid Nikutta, die Vorstandschefin der Verkehrsbetriebe (BVG). Der Berliner Recyclingkonzern Alba Group, der seit Jahren im benachbarten China sehr aktiv ist, will mit dem Tokioter Unternehmen SEIU Japan einen Kooperationsvertrag schließen. Dem Plan zufolge soll auch Müller an dieser Feierstunde teilnehmen.

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