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Bericht des Statistischen Bundesamts : Berlin ist Zentrum der Hochgebildeten

Laut aktuellen Zahlen hat Berlin im bundesweiten Vergleich den größten Anteil hochqualifizierter Einwohner. In Brandenburg liegt der Anteil dagegen niedriger.

Hörsaal (Symbolbild)
Hörsaal (Symbolbild)Foto: Robert Schlesinger/dpa

Die Berliner Bevölkerung hat im bundesweiten Vergleich den größten Anteil hoch qualifizierter Einwohner: 42 Prozent der 25- bis 64-Jährigen haben studiert oder etwa eine Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung absolviert.

Der Anteil gut ausgebildeter junger Menschen in Brandenburg ist dagegen niedriger als im Bundesdurchschnitt. Nur 23 Prozent der 25- bis 34-jährigen Brandenburger haben ein abgeschlossenes Studium oder etwa eine Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung. Bundesweit zählt rund ein Drittel (32 Prozent) dieser Altersgruppe zu den Hochqualifizierten.

Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hervor, der auf Zahlen von 2018 beruht. Auf Platz 2 lag ein weiterer Stadtstaat - in Hamburg zählten rund 37 Prozent zu den Hochqualifizierten.

Bundesweit hat fast jeder Dritte (29 Prozent) einen Abschluss in dem sogenannten Tertiärbereich. Das meint abgeschlossene Hochschulstudiengänge oder berufsorientierte Bildungsprogramme an Akademien oder Fachschulen.

In der Hauptstadt stieg der Anteil der Hochqualifizierten in den vergangenen Jahren. 2015 lag er noch fünf Prozentpunkte unter dem Wert von 2018.
Im Bereich Internationalität lagen Berlins Hochschulen vorne. 13 Prozent der Studierenden im Tertiärbereich kamen 2017, dem jüngsten Jahr mit hierzu verfügbaren Zahlen, aus dem Ausland. Im Nachbarbundesland Brandenburg lag der Anteil bei elf und deutschlandweit bei acht Prozent.

Unter den älteren Brandenburgern mehr Hochqualifizierte

Brandenburg lag in der älteren Bevölkerungsgruppe sechs Prozent über dem bundesweiten Vergleichswert: 32 Prozent der 55- bis 64-jährigen hatten einen Abschluss im sogenannten Tertiärbereich. Das meint abgeschlossene Hochschulstudiengänge oder berufsorientierte Bildungsprogramme an Akademien oder Fachschulen. Viele der heutigen Älteren haben den Angaben nach einen hohen Bildungsabschluss in der ehemaligen DDR erworben.

Der Anteil der Hochqualifizierten insgesamt lag 2018 knapp unter dem Bundesdurchschnitt. 28 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Brandenburg zählten dazu, bundesweit waren es 29 Prozent. Vor zehn Jahren lag der Anteil nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg noch zwei Prozentpunkte höher.

Die Studie „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ ist an eine OECD-Studie angelehnt und stellt eine Auswahl international standardisierter Bildungsindikatoren auf der Bundesländerebene dar. (Tsp/dpa)

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