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Berlin-Neukölln : Erneut ein Tier an der Hasenheide geschlachtet

Zum zweiten Mal ist ein Tier im Berlin-Neuköllner Streichelzoo von Eindringlingen geschlachtet worden. Die Polizei fasst zwei Tatverdächtige.

Diesmal schlachteten die eingedrungenen Täter eine Ziege des Tierparks. Ende Januar hatten Unbekannte bereits ein Schaf getötet (/Symbolbild)
Diesmal schlachteten die eingedrungenen Täter eine Ziege des Tierparks. Ende Januar hatten Unbekannte bereits ein Schaf getötet...Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die Empörung wächst, die Tierpfleger und Besucher des Tierparks in der Neuköllner Hasenheide kommen nicht zur Ruhe: Bereits zum zweiten Mal binnen drei Wochen haben nächtliche Eindringlinge einen vierbeinigen Schützling des Streichelzoos geschlachtet. Diesmal schnitten zwei Täter in der Nacht zum Montag einer Angoraziege noch im Gehege die Kehle durch und trennten ihr ein Bein ab. Die lauten Schmerzenstöne des Tiere weckten Nachbarn offenbar aus dem Schlaf. Mehrere Anwohner alarmierten daraufhin die Polizei. Einer herbeigeeilten Streife gelang es, die Männer bei ihrer Flucht über den Zaun festzunehmen. Sie sind beide wohnungslos, 29 Jahre alt und haben die rumänische Staatsangehörigkeit. Sie erhielten noch am Montagabend Haftbefehle. Ermittelt wird nun gegen das Duo wegen des Verdachts des Diebstahls und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Ende Januar töteten unbekannte Täter ein trächtiges Mutterschaf

Wie berichtet, hatten bislang unbekannte Täter Ende Januar schon ein trächtiges Mutterschaf des Tierparks geschlachtet, nachdem sie zuvor über den 2,20 Meter hohen, mit Metallstacheln bewehrten Zaun geklettert waren. In einem Gebüsch außerhalb des Zauns weideten sie das Tier aus und ließen bei ihrer Flucht nur Fell, Kopf und Klauen zurück. Zusätzlich hatten sie ein Jungschaf über den Zaun geworfen, das sie am Leben ließen. Es wurde später eingefangen.
Ob die zwei in der Nacht zum Montag festgenommenen Rumänen auch diese Tat begingen, wird noch geprüft Als sie ergriffen wurden, hatten sie nach Angaben eines Polizeisprechers ein blutverschmiertes Messer bei sich. in ihrem Rucksack seien zudem ein Ziegenbein und Handschuhe mit Blutspuren gefunden worden. Die von ihnen getötete Angoraziege war trächtig, sie gehört einer seltenen Haustierrasse an.

Der Tierpark Neukölln züchtet bedrohte Haustierrassen

Träger des Tierparks Neukölln ist seit etwa sechs Jahren die gemeinnützige „USE gGmbH“. Das soziale Unternehmen beschäftigt rund 30 Menschen im Streichelzoo, die vom Arbeitsamt aus verschiedenen Gründen besonders gefördert werden. Hinter den Zäunen gibt es Damwild, Weißstörche, Geflügelrassen, Ponys sowie Ziegen und Schafe verschiedener bedrohter Rassen. Deren Haltung und Zucht soll dazu beitragen, diese Rassen auf Dauer zu erhalten.

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