Das sind die 132 Mauertoten : Sie bezahlten ihren Traum mit dem Leben

132 „Republikflüchtlinge“ verloren am Mauerstreifen von 1961 bis 1989 ihr Leben. Ihr „Verbrechen“: Sehnsucht nach Freiheit. Wir dokumentieren ihr Schicksal.

Bilder von Mauertoten an der Gedenkstätte an der Bernauer Straße.
Bilder von Mauertoten an der Gedenkstätte an der Bernauer Straße.Foto: REUTERS/Fabrizio Bensch

1961–1963

IDA SIEKMANN, *23.8.1902, tödlich verunglückt am 22.8.1961 beim Sprung aus ihrer Wohnung in der Bernauer Straße 48 an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding. GÜNTER LITFIN, *19.1.1937, erschossen am 24.8.1961 im Humboldthafen in der Nähe der Charité an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten. ROLAND HOFF, *19.3.1934, erschossen am 29.8.1961 im Teltowkanal am Außenring zwischen Teltow (Kreis Teltow) und Steglitz. RUDOLF URBAN, *6.6.1914, abgestürzt am 19.8.1961 auf der Flucht aus seiner Wohnung in der Bernauer Straße an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding, am 17.9.1961 an den Folgen gestorben.

OLGA SEGLER, *31.7.1881, verletzt am 25.9.1961 bei der Flucht aus ihrer Wohnung in der Bernauer Straße 34 an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding – am 26.9.1961 an den Folgen gestorben. BERND LÜNSER, *11.3.1939, tödlich verunglückt am 4.10.1961 beim Sprung vom Dach eines Hauses in der Bernauer Straße an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding. UDO DÜLLICK, *3.8.1936, unter Beschuss ertrunken am 5.10.1961 in der Spree nahe der Oberbaumbrücke an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg.

WERNER PROBST, *18.6.1936, erschossen am 14.10.1961 in der Spree nahe der Schillingbrücke an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. LOTHAR LEHMANN, *28.1.1942, ertrunken am 26.11.1961 in der Havel am Außenring zwischen Sacrow (Kreis Potsdam-Stadt) und Zehlendorf. DIETER WOHLFAHRT, *27.5.1941, erschossen am 9.12.1961 in der Bergstraße/Ecke Hauptstraße am Außenring zwischen Staaken (Kreis Nauen) und Spandau. INGO KRÜGER, *31.1.1940, ertrunken am 11.12.1961 in der Spree nahe der Marschallbrücke an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten.

GEORG FELDHAHN, *12.8.1941, ertrunken am 19.12.1961 im Teltowkanal, nahe der Massantebrücke an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. DORIT SCHMIEL, *25.4.1941, erschossen am 19.2.1962 am Wilhelmsruher Damm an der Sektorengrenze zwischen Pankow und Reinickendorf. HEINZ JERCHA, *1.7.1934, erschossen am 27.3.1962 in der Heidelberger Straße 75 an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. PHILIPP HELD, *2.5.1942, ertrunken im April 1962 in der Spree, vermutlich an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. KLAUS BRUESKE, *14.9.1938, erschossen am 18.4.1962 am Grenzübergang Heinrich- Heine-Straße an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Kreuzberg.

PETER BÖHME, *17.8.1942, erschossen am 18.4.1962 am Gleisdreieck Griebnitzsee am Außenring zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf. HORST FRANK, *7.5.1942, erschossen am 29.4.1962 in der Kleingartenanlage „Schönholz“ an der Sektorengrenze zwischen Pankow und Reinickendorf. LUTZ HABERLAND, *29.4.1938, erschossen am 27.5.1962 am Alexanderufer nahe der Charité an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten. AXEL HANNEMANN, *27.4.1945, erschossen am 5.6.1962 in der Spree nahe des Reichstagsgebäudes an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten. ERNA KELM, *21.7.08, ertrunken am 11.6.1962 in der Havel am Außenring zwischen Sacrow (Kreis Potsdam-Stadt) und Zehlendorf.

WOLFGANG GLÖDE, *1.2.49, erschossen am 11.6.1962 in der Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. SIEGFRIED NOFFKE, *9.12.1939, erschossen am 28.6.1962 in der Heinrich-Heine- Straße 49 an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Kreuzberg. PETER FECHTER, *14.1.1944, erschossen am 17.8.1962 in der Zimmerstraße nahe dem Grenzübergang Friedrich-/Zimmerstraße („Checkpoint Charlie“) an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Kreuzberg. HANS-DIETER WESA, *10.1.1943, erschossen am 23.8.1962 am S-Bahnhof Bornholmer Straße an der Sektorengrenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding.

ERNST MUNDT, *2.12.21, erschossen am 4.9.1962 auf dem Sophien-Friedhof, Bernauer Straße/Ecke Bergstraße an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding. ANTON WALZER, *27.4.1902, erschossen am 8.10.1962 in der Spree nahe der Oberbaumbrücke an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. HORST PLISCHKE, *12.7.1939, ertrunken am 19.11.1962 in der Havel nördlich der Glienicker Brücke am Außenring zwischen Potsdam und Zehlendorf. OTFRIED RECK, *14.12.1944, erschossen am 27.11.1962 an der Invalidenstraße/Ecke Gartenstraße nahe der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding.

GÜNTER WIEDENHÖFT, *14.2.1942, ertrunken in der Nacht vom 5. auf den 6.12.1962 im Griebnitzsee am Außenring zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf. HANS RÄWEL, *11.12.1941, erschossen am 1.1.1963 in der Spree nahe der Oberbaumbrücke an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. HORST KUTSCHER, *5.7.1931, erschossen am 15.1.1963 nahe der Rudower Straße an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. PETER KREITLOW, *15.1.1943, erschossen am 24.1.1963 am Außenring zwischen Niederneuendorf (Kreis Nauen) und Spandau.

WOLF-OLAF MUSZYNSKI, *1.2.47, ertrunken in der Spree im Februar 1963, vermutlich nahe der Oberbaumbrücke an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. PETER MÄDLER, *10.7.1943, erschossen am 26.4.1963 im Teltowkanal am Außenring zwischen Kleinmachnow (Kreis Potsdam-Land) und Zehlendorf. KLAUS SCHRÖTER, *21.2.1940, am 4.11.1963 angeschossen und infolgedessen ertrunken in der Spree in der Nähe des Reichstagsgebäudes an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten.

DIETMAR SCHULZ, *21.10.1939, tödlich verunglückt am 25.11.1963 auf S-Bahngleisen nördlich des Bahnhofs Bornholmer Straße an der Sektorengrenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding. DIETER BERGER, *27.10.1939, erschossen am 13.12.1963 am Teltowkanal nahe der Wredebrücke in Johannisthal an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. PAUL SCHULTZ, *2.10.1945, erschossen am 25.12.1963 an der Melchiorstraße/Ecke Bethaniendamm an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Kreuzberg.

1964–1966

WALTER HAYN, *31.1.1939, erschossen am 27.2.1964 in der Kiefholzstraße an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. ADOLF PHILIPP, *17.8.1943, erschossen am 5.5.1964 am Außenring zwischen Spandau und Falkenhagen (Kreis Nauen). WALTER HEIKE, *20.9.1934, erschossen am 22.6.1964 auf dem Gelände des Invalidenfriedhofs an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten. NORBERT WOLSCHT, *27.10.1943, ertrunken am 28.7.1964 in der Havel am Außenring zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf. RAINER GNEISER, *10.1.1944, ertrunken am 28.7.1964 in der Havel am Außenring zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf.

HILDEGARD TRABANT, *12.6.1927, erschossen am 18.8.1964 an der stillgelegten S-Bahnstrecke Schönhauser Allee – Gesundbrunnen an der Sektorengrenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding. WERNHARD MISPELHORN, *10.11.1945, angeschossen am 18. 8.1964 in der Kleingartenkolonie „Schönholz“ an der Sektorengrenze zwischen Pankow und Reinickendorf, gestorben am 20.8.1964 an den Folgen der Schussverletzungen. HANS-JOACHIM WOLF, *8.8.47, erschossen am 26.11.1964 im Britzer-Zweigkanal an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln.

JOACHIM MEHR, *3.4.1945, erschossen am 3.12.1964 bei Bergfelde am Außenring zwischen Hohen Neuendorf (Kreis Oranienburg) und Reinickendorf. UNBEKANNTER FLÜCHTLING, ertrunken am 19.1.1965 in der Spree an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. CHRISTIAN BUTTKUS, *21.2.1944, erschossen am 4.3.1965 nahe dem Stahnsdorfer Damm/Teerofendamm am Außenring zwischen Kleinmachnow (Kreis Potsdam-Land) und Zehlendorf. ULRICH KRZEMIEN, *13.9.1940, ertrunken am 25.3.1965 in der Spree in der Nähe des Osthafens an der Sektorengrenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.

PETER HAUPTMANN, *20.3.1939, angeschossen am 24.4.1965 am Außenring zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf – am 3.5.1965 an den Folgen der Schussverletzungen gestorben. HERMANN DÖBLER, *28.10.1922, erschossen am 15.6.1965 auf dem Teltowkanal nahe des Grenzübergangs Dreilinden am Außenring zwischen Zehlendorf und Potsdam. KLAUS KRATZEL, *3.3.1940, tödlich verunglückt am 8.8.1965 im S-Bahntunnel nördlich des Bahnhofs Bornholmer Straße an der Sektorengrenze zwischen Pankow und Wedding.

KLAUS GARTEN, *19.7.1941, angeschossen am 17.8.1965 nahe der Philipp-Müller-Allee in Seehof am Außenring zwischen Teltow/Seehof (Kreis Potsdam-Land) und Steglitz – gestorben am 18.8.1965 an den Folgen der Schussverletzung. WALTER KITTEL, *21.11.1942, erschossen am 18.10.1965 An der Stammbahn 53 am Außenring zwischen Kleinmachnow (Kreis Potsdam-Land) und Zehlendorf. HEINZ CYRUS, *5.6.1936, am 10.11.1965 unter Beschuss schwer verletzt bei einem Sprung oder Sturz aus dem Haus Gartenstraße 85 an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding – am 11.11.1965 an den Folgen der Verletzungen gestorben.

HEINZ SOKOLOWSKI, *17.12.1917, erschossen am 25.11.1965 zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten. ERICH KÜHN, *27.2.1903, angeschossen am 26.11.1965 in der Kiefholzstraße an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln – am 3.12.1965 seinen Verletzungen erlegen. HEINZ SCHÖNEBERGER, *7.6.1938, erschossen am 26.12.1965 am Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Kreuzberg. DIETER BRANDES, *23.10.1946, angeschossen am 9.6.1965 auf dem Gelände des Nordbahnhofs in Höhe der Feldstraße an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding – am 11.1.1966 seinen Verletzungen erlegen.

WILLI BLOCK, *5.6.1934, erschossen am 7.2.1966 in der Nähe des Grenzübergangs Staaken am Außenring zwischen Staaken (Kreis Nauen) und Spandau. JÖRG HARTMANN, *27.10.1955, erschossen am 14.3.1966 in der Kiefholzstraße nahe der Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. LOTHAR SCHLEUSENER, *14.1.1953, erschossen am 14.3.1966 in der Kiefholzstraße nahe der Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. WILLI MARZAHN, *3.6.1944, erschossen oder Suizid am 19.3.1966 nahe Steinstücken/Kohlhasenbrück am Außenring zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf.

EBERHARD SCHULZ, *11.3.1946, erschossen am 30.3.1966 auf Höhe des Rudower Wäldchens am Außenring zwischen Großziethen (Kreis Königs Wusterhausen) und Neukölln. MICHAEL KOLLENDER, *19.2.1945, erschossen am 25.4.1966 am Teltowkanal in Johannisthal an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. PAUL STRETZ, *28.2.1935, erschossen am 29.4.1966 im Spandauer Schifffahrtskanal in Höhe Invalidenfriedhof an der Sektorengrenze zwischen Tiergarten und Mitte. EDUARD WROBLEWSKI, *3.3.1933, erschossen am 26.7. 1966 am Außenring zwischen Mahlow (Kreis Zossen) und Tempelhof.

HEINZ SCHMIDT, *26.10. 1919, erschossen am 29.8.1966 im Spandauer Schifffahrtskanal an der Sektorengrenze zwischen Tiergarten und Mitte. ANDREAS SENK, *1960, ertrunken am 13.9.1966 in der Spree nahe der Oberbaumbrücke an der Sektorengrenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. KARL-HEINZ KUBE, *10.4.1949, erschossen am 16.12.1966 beim Teltower Hafen am Außenring zwischen Kleinmachnow (Kreis Potsdam-Land) und Zehlendorf.

1967–1969

MAX SAHMLAND, *28.3.1929, angeschossen und ertrunken am 27.1.1967 im Teltowkanal in der Nähe der Kanalstraße an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. FRANCISZEK PIESIK, *23.11.1942, ertrunken am 17.10.1967 im Niederneuendorfer See am Außenring zwischen Hennigsdorf (Kreis Nauen) und Spandau. ELKE WECKEISER, *31.10.1945, erschossen am 18.2.1968 gegenüber dem Reichstagsgebäude nahe der Kronprinzenbrücke an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten.

DIETER WECKEISER, *15.2.1943, angeschossen am 18.2.1968 gegenüber dem Reichstagsgebäude, nahe der Kronprinzenbrücke an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten – gestorben am 19.2.1968 an den Folgen der Schussverletzungen. HERBERT MENDE, *9.2.1939, angeschossen am 8.7.1962 an der Glienicker Brücke am Außenring in Potsdam – gestorben am 10.3.1968 an den Folgen der Schussverletzungen. BERND LEHMANN, *31.7.1949, ertrunken am 28.5.1968 in der Spree an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Kreuzberg.

SIEGFRIED KRUG, *22.7.1939, erschossen am 6.7.1968 auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten. HORST KÖRNER, *12.7.1947, erschossen am 15.11.1968 im Schlosspark Babelsberg am Außenring zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf. JOHANNES LANGE, *17.12.1940, erschossen am 9.4.1969 nahe der Fritz-Heckert-Straße an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Kreuzberg. KLAUS-JÜRGEN KLUGE, *25.7.1948, erschossen am 13.9.1969 nahe der Helmut-Just-Brücke an der Sektorengrenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding. LEO LIS, *10.5.1924, erschossen am 20.9. 1969 in der Nähe des Nordbahnhofs an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Wedding.

1970–1972

CHRISTEL WEHAGE, *15.12.1946, Suizid nach einer gescheiterten Flugzeugentführung am 10.3.1970 am Flughafen Schönefeld. ECKHARD WEHAGE, *8.7.1948, Selbsttötung nach einer gescheiterten Flugzeugentführung am 10.3.1970 am Flughafen Schönefeld. HEINZ MÜLLER, *16.5.1943, erschossen am 19.6.1970 nahe der Schillingbrücke an der Sektorengrenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. WILLI BORN, *19.7.1950, Selbsttötung bei Entdeckung seiner Flucht am 7.7.1970 am Außenring zwischen Bergfelde (Kreis Oranienburg) und Reinickendorf.

FRIEDHELM EHRLICH, *11.7.1950, angeschossen und verblutet am 2.8.1970 in der Nähe der Leipziger Straße/Staerkstraße am Außenring in Glienicke/Nordbahn (Kreis Oranienburg). GERALD THIEM, *6.9.1928, erschossen am 7.8.1970 in der Kiefholzstraße/Ecke Puderstraße an der Sektorengrenze zwischen Neukölln und Treptow. HELMUT KLIEM, *2.6.1939, erschossen am 13.11.1970 in Falkenhöh nahe der Pestalozzistraße am Außenring zwischen Falkensee (Kreis Nauen) und Spandau. HANS JOACHIM ZOCK, *26.1.1940, ertrunken zwischen dem 14. und 17.11.1970 in der Spree an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg.

CHRISTIAN PETER FRIESE, *5.1.1948, erschossen am 25.12.1970 am Bahndamm Köllnische Heide in Johannisthal an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. ROLF-DIETER KABELITZ, *23.6.1951, angeschossen am 7.1.1971 am Außenring zwischen Bergfelde (Kreis Oranienburg) und Reinickendorf – gestorben am 30.1.1971 an den Folgen der Schussverletzungen. WOLFGANG HOFFMANN, *1.9.1942, in den Tod gesprungen am 15.7.1971 in Treptow aus dem Gebäude der Volkspolizei-Inspektion nach Festnahme am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße.

WERNER KÜHL, *10.2.1949, erschossen am 24.7.1971 nahe der Brücke Britzer Allee/Baumschulenweg an der Sektorengrenze zwischen Neukölln und Treptow. DIETER BEILIG, *5.9.1941, erschossen am 2.10.1971 in der Nähe des Brandenburger Tors an der Sektorengrenze zwischen Tiergarten und Mitte. HORST KULLACK, *20.11.1948, angeschossen am 31.12.1971 am Außenring zwischen Groß Ziethen (Kreis Königs Wusterhausen) und Tempelhof – gestorben am 21.1.1972 an den Folgen der Schussverletzungen.

MANFRED WEYLANDT, *12.7.1942, erschossen oder ertrunken am 14.2.1972 nahe der Schillingbrücke in der Spree zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. KLAUS SCHULZE, *13.10.1953, erschossen am 7.3.1972 in der Nähe von Falkenhöh, gegenüber der damaligen Exklave Eiskeller am Außenring zwischen Falkensee (Kreis Nauen) und Spandau. CENGAVER KATRANCI, *1964, ertrunken am 30.10.1972 in der Spree nahe der Oberbaumbrücke an der Sektorengrenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.

1973–1975

HOLGER H., *1971, erstickt während der Flucht mit den Eltern am 22.1.1973 am Grenzübergang Drewitz/Kontrollpunkt Dreilinden („Checkpoint Bravo“) am Außenring zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf. VOLKER FROMMANN, *23.4.1944, verunglückt und schwer verletzt am 1.3.1973 in der Nähe des S-Bahnhofs Pankow an der Sektorengrenze zwischen Pankow und Wedding – gestorben am 5.3.1973 an den Folgen der Verletzungen. HORST EINSIEDEL, *8.2.1940, erschossen am 15.3.1973 auf dem Städtischen Friedhof Pankow an der Sektorengrenze zwischen Pankow und Reinickendorf.

MANFRED GERTZKI, *17.5.1942, erschossen oder ertrunken am 27.4.1973 in unmittelbarer Nähe des Reichstagsgebäudes an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten. SIEGFRIED KROBOTH, *23.4.1968, ertrunken am 14.5.1973 in der Spree nahe der Brommybrücke an der Sektorengrenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. BURKHARD NIERING, *1.9.1950, erschossen am 5.1.1974 am Grenzübergang Friedrich-/Zimmerstraße („Checkpoint Charlie“) an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Kreuzberg. CZESLAW JAN KUKUCZKA, *23.7.1935, angeschossen am 29.3.1974 auf dem Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße in Mitte, am selben Tag an den Folgen der Schussverletzungen gestorben.

JOHANNES SPRENGER, *3.12.1905, erschossen am 10.5.1974 in der Nähe des Hornkleepfades in Altglienicke an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. GIUSEPPE SAVOCA, *22.4.1968, ertrunken am 15.6.1974 in der Spree nahe der Oberbaumbrücke an der Sektorengrenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. HERBERT HALLI, *24.11.1953, erschossen am 3.4.1975 in der Zimmerstraße/Ecke Otto-Grotewohl-Straße an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Kreuzberg. CETIN MERT, *11.5.1970, ertrunken am 11.5.1975 in der Spree nahe der Oberbaumbrücke an der Sektorengrenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.

HERBERT KIEBLER, *24.3.1952, erschossen am 27.6.1975 westlich der Fernstraße 96 am Außenring zwischen Mahlow (Kreis Zossen) und Tempelhof. LOTHAR HENNIG, *30.6.1954, angeschossen am 4.11.1975 im Weinmeisterweg in Sacrow (Kreis Potsdam- Land) – gestorben am 5.11.1975 an den Folgen der Schussverletzung.

1977–1989

DIETMAR SCHWIETZER, *21.2.1958, erschossen am 16.2.1977 nahe der Berliner Allee am Außenring zwischen Schönwalde (Kreis Nauen) und Spandau. HENRI WEISE, *13.7.1954, ertrunken vermutlich im Mai 1977 in der Spree an der Sektorengrenze zwischen Mitte und Tiergarten. WLADIMIR IWANOWITSCH ODINZOW, *1960, erschossen am 2.2.1979 auf der Dorfstraße in Seeburg am Außenring zwischen Seeburg (Kreis Potsdam-Land) und Spandau. MARIENETTA JIRKOWSKY, *25.8.1962, erschossen am 22.11.1980 in der Florastraße gegenüber der Invalidensiedlung am Außenring zwischen Hohen Neuendorf (Kreis Oranienburg) und Reinickendorf.

HANS- PETER GROHGANZ, *25.9.1948, ertrunken zwischen 10.12.1980 und 9.2.1981 in der Spree östlich der Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg. JOHANNES MUSCHOL, *31.5.1949, erschossen am 16.3.1981 nahe der Kopenhagener Straße in Wilhelmsruh an der Sektorengrenze zwischen Reinickendorf und Pankow. HANS-JÜRGEN STARROST, *24.6.1955, angeschossen am 14.4.1981 in der Gudrunstraße in Sigridshorst am Außenring zwischen Teltow-Seehof (Kreis Potsdam-Land) und Steglitz – gestorben am 16.5.1981 an den Folgen der Schussverletzung.

THOMAS TAUBMANN, *22.7.1955, tödlich verunglückt am 12.12.1981 unterhalb der Bösebrücke an der Sektorengrenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding. LOTHAR FRITZ FREIE, *8.2.1955, angeschossen am 4.6.1982 nahe der Helmut-Just-Brücke an der Sektorengrenze zwischen Wedding und Prenzlauer Berg – gestorben am 6.6.1982 an den Folgen der Schussverletzungen. SILVIO PROKSCH, *3.3.1962, erschossen am 25.12.1983 am Städtischen Friedhof Pankow an der Sektorengrenze zwischen Pankow und Reinickendorf.

MICHAEL SCHMIDT, *20.10.1964, erschossen am 1.12.1984 an der Schulzestraße, in der Nähe des S-Bahnhofs Wollankstraße an der Sektorengrenze zwischen Pankow und Reinickendorf. RAINER LIEBEKE, *11.9.1951, ertrunken am 3.9.1986 im Sacrower See am Außenring zwischen Groß Glienicke (Potsdam-Land) und Spandau. RENE GROSS, *1.5.1964, erschossen am 21.11.1986 in Höhe der Karpfenteichstraße an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. MANFRED MÄDER, *23.8.1948, erschossen am 21.11.1986 in Höhe der Karpfenteichstraße an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln.

MICHAEL BITTNER, *31.8.1961, erschossen am 24.11.1986 nahe der Nohlstraße am Außenring zwischen Glienicke/Nordbahn (Kreis Oranienburg) und Reinickendorf. LUTZ SCHMIDT, *8.7.1962, erschossen am 12.2.1987 nahe der Rheingoldstraße, unweit des Grenzübergangs Rudower Chaussee an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. INGOLF DIEDERICHS, *13.4.1964, tödlich verunglückt am 13.1.1989 im Bereich Bösebrücke/Grenzübergang Bornholmer Straße an der Sektorengrenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding.

CHRIS GUEFFROY, *21.6.1968, erschossen am 5.2.89 am Britzer Zweigkanal nahe den Kleingartenkolonien „Harmonie“ und „Sorgenfrei“ an der Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln. WINFRIED FREUDENBERG, *29.8.1956, tödlich verunglückt am 8.3.89 beim Absturz mit einem Ballon in Zehlendorf nach einem Flug über die Sektorengrenze zwischen Pankow und Reinickendorf.

Insgesamt zählt die Gedenkstätte Berliner Mauer 140 Tote – auch acht Grenzsoldaten kamen im Einsatz um.

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