Filmpark Babelsberg : Harry-Potter-Ausstellung in Potsdam eröffnet

Auf etwa 1600 Quadratmetern präsentiert die Wanderausstellung Originalkostüme - und quicklebendige Gemälde. Ein Rundgang.

Sarah Kugler
In Vertretung für Harry kamen die Weasley Zwillinge.
In Vertretung für Harry kamen die Weasley Zwillinge.Foto: dpa

Sie bewegen sich tatsächlich. Einige der Gemälde, die im dritten Setting der Harry Potter-Ausstellung zu sehen sind, sind nicht etwa stumm und bewegungslos, sondern quicklebendig. Besonders auffällig: die „Fette Dame“, eine füllige Gemädefigur, die in der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei den Gryffindor-Gemeinschaftsraum bewacht. Mit einer nachdrücklichen Handgeste fordert sie die Besucher auf, stehen zu bleiben und beginnt dann laut und schrill zu singen – genauso, wie im dritten Film „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“.

Das singende Bild ist nur eines von vielen magischen Elementen, die in „Harry Potter. The Exhibition“ zu sehen sind. Auf etwa 1600 Quadratmetern präsentiert die Wanderausstellung in der Caligarihalle des Filmpark Babelsberg Originalkostüme sowie -requisiten aus den acht Harry Potter-Filmen. Ab Sonnabend ist die Ausstellung für Besucher geöffnet, die darin durch mehrere Themenbereiche geführt werden.

Neun Settings gibt es insgesamt.
Neun Settings gibt es insgesamt.Fotos: Bernd Settnik

Besucher werden von dem Sprechenden Hut begrüßt

Gleich der erste wird das Herz vieler Fans höher schlagen lassen: In einem Vorraum begrüßt der Sprechende Hut – und wählt ausgesuchte Besucher in eines der vier Hogwarts-Häuser. Wer den Hut einmal aufsetzen möchte, muss schnell sein, wie Martin Lommatzsch am Donnerstagvormittag demonstrierte. Der 27-jährige Schauspieler ist einer der sogenannten Speaking-Hosts, welche die Besucher in der Caligarihalle willkommen heißen. In Gruppen von etwa 50 Leuten werden diese in die Räume geführt – wer sich schnell meldet, darf unter den Hut.

Während der Prozedur fragt Lommatzsch nach dem Namen und dem präferierten Haus des Auserwählten. „Wohin jeder gewählt wird, bestimmt aber natürlich der magische Hut“, sagt er augenzwinkernd. Filmpark-Geschäftsführer Matthias Voß rechnet jedenfalls schon mal mit großem Andrang auf Hut und anderes und empiehlt, Tickets vorher online zu buchen. Mit Beginn der Weihnachtszeit wird es in der Caligarihalle sogar noch einmal etwas zauberhafter: Vom 22. Dezember 2018 bis 5. Januar 2019 verwandelt sich das zweite Setting der Ausstellung mit dem Hogwarts-Express laut Veranstalter in eine Winterlandschaft.

Der Sprechende Hut teilt die Besucher auf.
Der Sprechende Hut teilt die Besucher auf.Foto: Manfred Thomas

„Die Karte des Rumtreibers ist besonders für mich“

Insgsamt sind neun Settings inszeniert, alle liebevoll aufbereitet mit Kostümen und Requisiten. Unter den vielen Kostümen – der Umhang von Lord Voldemort wabert sogar leicht im Wind – finden sich auch die von Fred und George Weasley. In den Filmen werden die frechen Zwillinge von James und Oliver Phelps verkörpert, die nicht nur am Donnerstag der Presse für Interviews in Potsdam zur Verfügung standen, sondern auch am morgigen Samstag um 9 Uhr die Ausstellung offiziell für die Besucher eröffnen werden. Bereits am Freitagabend laufen sie zum ViP-Opening gegen 18.30 Uhr über den roten Teppich. Für die beiden sei der Besuch der Ausstellung eine Reise in die Vergangenheit. Fast zehn Jahre ist es her, dass der letzte Harry-Potter-Film abgedreht wurde, trotzdem werden sie immer noch auf der Straße erkannt. Ihre Lieblingsstücke in der Ausstellung?

„Die Karte des Rumtreibers ist besonders für mich“, sagte James Phelps am Donnerstag. „Mit ihr haben wir unsere erste große Szene gdreht.“ Oliver hingegen hegt immer noch eine sehr persönliche Beziehung zum Zauberstab seines Charakters George. Beide lieben auch das Set des Verbotenenen Waldes: „Dort riecht es wirklich wie im Wald“, sagte James. Und tatsächlich: Beim Betrachten einer riesen Spinne, eines Zentauren und des ungarischen Hornschwanz-Drachen, steigt ein Geruch von Erde und Holz in die Nase. Während Besucher die Ausstellungsstücke hier nicht anfassen dürfen, können sie im Quidditschbereich etwa einen Quaffel werfen oder in Professor Sprouts Gewächshaus Alraunen ziehen. Die quietschen sogar originalgetreu.

Filmpark Babelsberg, täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis sonnabends bis 19 Uhr. Eintritt 19,95 Euro, am Wochenende 23,95 Euro, Kinder von vier bis 15 Jahre 14,50 Euro/19,50 Euro und nur in Begleitung eines Erwachsenen. Familien (bis zwei Kinder) 49,95/69,95 Euro.

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