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Großer Polizeieinsatz an BKA-Filiale : Treptowers nach Sprengstoff-Alarm geräumt

Ein Alarm in den Treptowers führte Freitag zu einem stundenlangen Polizeieinsatz. Der Hochhauskomplex wurde evakuiert, ein Verdächtiger ist offenbar flüchtig.

Am Wasser gebaut. In den Treptowers hat auch das Bundeskriminalamt eine Zweigstelle.
Am Wasser gebaut. In den Treptowers hat auch das Bundeskriminalamt eine Zweigstelle.Foto: imago/imagebroker

Der Alarm kam am Freitag gegen 16 Uhr. "Wegen eines sicherheitsrelevanten Vorfalls im nichtöffentlichen Bereich der Treptowers wurde das Gebäude evakuiert", sagte am Samstagvormittag die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Mona Lorenz, dem Tagesspiegel.

Stundenlang waren Beamte der Berliner Polizei und des Bundeskriminalamtes im Einsatz. Das BKA unterhält eine Zweigstelle in dem 125 Meter hohen Gebäudekomplex direkt an der Spree in Alt-Treptow. Nach Informationen der "B.Z." war ein Sprengstoff-Alarm in den Büroräumen des BKA ausgelöst worden.

Das wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Sonnabend nicht bestätigen, auch beim BKA waren keine Auskünfte zu bekommen. Die dortige Pressestelle verwies wiederum an die Generalstaatsanwaltschaft, die sich aber vorerst bedeckt hielt.

Hinweise auf eine Gefährdungslage

Nach Informationen der "B.Z." soll der Verdächtige in den Technikräumen des BKA gesehen worden sein. Beamte nahmen dem Bericht zufolge die Personalien des Mannes auf – danach konnte der Verdächtige flüchten.

Als die Beamten daraufhin die Wohnung des Mannes durchsuchten, gab es laut "B.Z." Hinweise auf eine Gefährdungslage. In der Folge wurden die Treptowers evakuiert, "routinemäßig wurde ein Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet", sagte die Sprecherin am Sonnabend.

Allerdings konnte der Anfangsverdacht, dass der Mann den Ort zur Vorbereitung von Straftaten ausspähen wollte, bislang nicht bestätigt werden. "Konkrete Gefahren wurden nicht ausgemacht", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nur. Der Verdächtige sei bislang nicht polizeilich aufgefallen, nach ihm werde bislang auch nicht gefahndet.

Der Polizeieinsatz, bei dem Teile der Treptowers durchsucht wurde, dauerte nach Angaben der Sprecherin der Staatsanwaltschaft bis zum frühen Abend. Laut "B.Z." waren die Beamten hingegen bis in die späten Abendstunden vor Ort, um aus mehreren Räumen Proben zu entnehmen, die nun auf Sprengstoff untersucht werden. Zu welchen Ergebnissen dieses Untersuchungen führten, wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Samstagmittag nicht sagen.

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