Lesermeinung : Für Radfahrer höchst gefährlich

Wegen der "unhaltbaren Situation" an der Potsdamer Straße schrieb unser Leser an die zuständige Bezirksstadträtin. Eine Antwort erhielt er nicht.

Ulrich Staudigl
Blick auf die Kreuzung Potsdamer Straße Kurfürstenstraße.
Potsdamer Straße.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Sehr geehrte Frau Bezirksstadträtin Heiß,

gestatten Sie mir, mich auf diesem Wege an Sie wegen der äußerst herausfordernden Situation für Fahrradfahrer auf der Potsdamer Straße zu wenden. Nahezu täglich befahre ich morgens und abends im Berufsverkehr die Potsdamer Straße mit dem Rad. Wie Ihnen bekannt ist, teilen sich Radfahrer in Ermangelung eines Fahrradweges bzw. Fahrradstreifens zwischen Kleistpark und Kurfürstenstraße die Busspur mit Taxis und Bussen der BVG. Dies ist für alle Beteiligten nicht nur in höchstem Maße unbefriedigend, sondern für Fahrradfahrer auch höchst gefährlich. Unbefriedigend deshalb, weil vor allem Taxis und Busse Radfahrer nur schwer bzw. gar nicht überholen können und daher weniger schnell vorankommen als beabsichtigt, gefährlich deshalb, weil leider zahlreiche Autofahrer nach Ende ihrer Geduld im Stau nach rechts auf die freie Busspur ausscheren und dabei nahezu regelmäßig sich von hinten nähernde Radler übersehen. Ich selbst erlebe fast täglich derartige Situationen und bin froh, dass es bislang noch zu keinem Unfall gekommen ist.

Ich bitte Sie daher dringendst, sich umgehend und nachhaltig für eine rasche Änderung dieser unhaltbaren Situation einzusetzen. Gerade Ihnen als Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen sollte dies ein großes Anliegen sein. Als ich nach Schöneberg zog, war ich offen gestanden fassungslos, dass es auf dem Schöneberger Abschnitt der Potsdamer Straße keinen gesicherten Radweg gibt - anders als ab der Bezirksgrenze zu Mitte, wo zumindest ein von der Fahrbahn abgegrenzter Weg besteht. Von welcher anderen politische Konstellation dürfen sich Fahrradfahrer eine deutliche Verbesserung ihrer Situation erwarten als von einer Zählgemeinschaft aus SPD und Grüne bzw. von einem rot-rot-grünen Senat? Beispiele aus anderen Bezirken wie etwa der Radstreifen entlang der Hasenheide zeigen, dass dies möglich ist.

Ich darf Ihnen bereits jetzt für Ihren Einsatz und für die Wahrnehmung Ihrer politischen Verantwortung sehr herzlich danken! Auf Ihre Antwort freue ich mich!

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Staudigl

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