Manga und Anime : Konnichiwa, Berlin: Anime-Festival in Mitte

Mangas, Trickfilme und japanische Popkultur: Das Babylon-Kino in Berlin-Mitte lädt ab Donnerstag zum Anime-Festival.

Mangaka Inga Steinmetz zeichnet am Donnerstag Porträts der Festivalbesucher.
Mangaka Inga Steinmetz zeichnet am Donnerstag Porträts der Festivalbesucher.Foto: promo

Inga Steinmetz ist eine der profiliertesten Mangazeichnerinnen Deutschlands, seit mehr als zehn Jahren veröffentlicht die gebürtige Berlinerin Comics, die anfangs stark von japanischen Vorbildern geprägt waren, sich inzwischen aber durch einen ganz eigenen Strich auszeichnen.

An diesem Donnerstag haben Fans fernöstlich geprägter Popkultur die Chance, sich von Steinmetz als Mangafigur verewigen zu lassen. Zur Eröffnung des dritten Anime- Festivals Berlin im Babylon-Kino in Mitte zeichnet Steinmetz ab 17.30 Uhr kostenlos die Besucher. Außerdem verschenkt sie einen Kurz-Manga zum Thema Analphabetismus. „Der kommt ohne Text und Sprechblasen aus und auf dessen Rückseite kann man sich dann ein kleines Portrait zeichnen lassen“, erzählt sie.

„Anime ist das Kino von morgen“

Zehn Tage lang wird im Babylon dann die Vielfalt des japanischen Animationsfilms gefeiert, es gibt mehrere Premieren und Wiederaufführungen, Animations- und Zeichen-Workshops, ein „Maid-Café“ und Karaoke-Singen. Zudem gibt es wie in den Vorjahren wieder eine Ausstellung mit passender Kunst. In diesem Jahr sind es die von Manga und Anime geprägten Zeichnungen des Künstlers Tihmen Ploeger, Künstlername itchi5. Dazu gibt es wieder Bilder aus der Kunstschule „Bunte Hunde“.

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Alltagskultur. Eine junge Mangazeichnerin arbeitet in einem Café an ihrem Werk.Weitere Bilder anzeigen
1 von 22Foto: Lars von Törne
10.11.2014 14:19Alltagskultur. Eine junge Mangazeichnerin arbeitet in einem Café an ihrem Werk.

Eröffnungsfilm ist am Donnerstag um 19 Uhr der mit HipHop unterlegte Actionkracher „Mutafukaz“, der Element der japanischen Animationskultur mit französischen Einflüssen verbindet. Beteiligt waren daran auch Animatoren, die an Genre-Klassikern wie „Akira“ und „Tekkonenkonkreet“ mitgewirkt haben. Um 21.30 Uhr gibt es dann den 20 Jahre alten Anime „Prinzessin Mononoke“ von Hayao Miyazaki zu sehen, der als Meilenstein der Animationskunst gilt.

Bis zum 20. Mai gibt es weitere Anime, die sich größtenteils an ein erwachsenes Publikum richten, auch wenn hierzulande der Animationsfilm oft noch als Kunstform hauptsächlich für Kinder eingeordnet wird. „Anime ist das Kino von morgen, wird es vielleicht einmal die dominierende Rolle im Filmgeschäft übernehmen, da Computeranimation mehr zu leisten vermag als reale Schauspieler“, schreiben die Veranstalter.

Auch für die Nachwuchsförderung wird im Babylon etwas getan: So gibt es an diesem Sonnabend um 13.45 Uhr einen Manga-Zeichenworkshop mit Saskia Fischer aka Kiriya Kirihara. Und um 16 Uhr bietet Spieleentwickler und Animator Robert Hunecke einen Animations-Workshop.

Mehr zum Programm auf: www.babylonberlin.de/anime.htm

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