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Berlin-Charlottenburg : Nach Missbrauchsvorwurf - Kita soll am Dienstag wieder öffnen

Wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs ermittelt das Landeskriminalamt. Die Kita "Kamminer Schlösschen" soll am Dienstag wieder öffnen.

Polizei im Einsatz (Symbolbild).
Polizei im Einsatz (Symbolbild).Foto: Patrick Pleul/dpa

Nach einer Elternversammlung mit Vertretern der Senatsverwaltung für Bildung am Montagabend will die Kita Kamminer Schlösschen in Charlottenburg am Dienstag wieder öffnen und eine Notbetreuung anbieten. Das teilte die Geschäftsführerin des Trägers Minikitas First gGmbH, Julia Hertel, am Montagabend mit. Am Montag sei der Betrieb noch nicht möglich gewesen, weil sich eine weitere Erzieherin krank gemeldet habe.

Wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch in der Kita ermittelt das Landeskriminalamt, es seien bereits "arbeitsrechtliche Maßnahmen getroffen worden", sagte Hertel. Eltern, Kindern und Erziehern werde psychologische Hilfe angeboten. Bislang seien keine Kinder aus der Kita genommen worden. Am Dienstag könnten aber nur zwei Mitarbeiter die Kinder betreuen. In der Kita in der Kamminer Straße sind zur Zeit 25 Kinder angemeldet, die normalerweise von fünf Facherziehern und einem Sozialassistenten betreut werden.

Mitarbeiter fühlten sich von Eltern bedroht

Wie ein Polizeisprecher am vergangenen Samstag mitteilte, gebe es zwei Anzeigen wegen eines Anfangsverdachts auf sexuellen Missbrauch. Hertel sprach von „grenzüberschreitendem Verhalten“. Die Kita „Kamminer Schlösschen“ wurde am vergangenen Mittwoch vorübergehend geschlossen, weil Mitarbeiter sich von Eltern bedroht gefühlt hätten. „Die Eltern sind berechtigterweise aufgebracht“. Ein Elternteil sei gegenüber den Kitamitarbeitern lautstark und aggressiv aufgetreten, weshalb diese sich bedroht gefühlt und Angst bekommen hätten. „Die Erzieher sagten, sie seien wegen der psychischen Belastung nicht mehr in der Lage weiterzuarbeiten“, erklärte Hertel.