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Berlin-Charlottenburg : Polizei sucht Besitzer von 200 Schuss scharfer Munition aus Tiefgarage

In einer Tiefgarage in Berlin-Charlottenburg hat die Polizei am Sonntag Munition entdeckt. Es handelt sich entgegen anfänglicher Informationen doch um scharfe Munition.

Polizeibeamte sind auf Weihnachtsmärkten präsent. Am Sonntag suchten sie konkret nach Munition und Waffen.
Polizeibeamte sind auf Weihnachtsmärkten präsent. Am Sonntag suchten sie konkret nach Munition und Waffen.Foto: Gregor Fischer/dpa

Die Berliner Polizei hat am Sonntagnachmittag in einer Tiefgarage am Spandauer Damm Kriegsmunition gefunden. 200 Schuss, Kaliber 7,65, erklärte ein Polizeisprecher. Nach Informationen der BZ hatte ein Stellplatzmieter die Polizei alarmiert. Oberhalb der Garage soll sich eine Moschee befinden, in der Nähe ist der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg.

Wegen der Nähe dieser Einrichtungen und "zur Beruhigung der Bevölkerung", wie ein Polizeisprecher erklärte, wurde die Umgebung mit Sprengstoff-Spürhunden abgesucht, aber nichts gefunden. "Funde von Kriegsmunition gehören in Berlin zum Alltag", erklärte die Polizei zunächst, weshalb die Öffentlichkeit darüber nicht informiert werden sollte und die Polizei in diesem Fall auf eine Pressemitteilung verzichten wollte.

Am Montagmorgen allerdings schickte die Polizei dann doch eine Mitteilung herum - weil viele Medien den Fund mit dem nahegelegenen Weihnachtsmarkt und somit mit dem Anschlag vor einem Jahr auf dem Breitscheidplatz in Verbindung gebracht hätten. Aus der Pressemitteilung geht hervor, dass ein 31-jähriger Mieter gegen 14.40 Uhr die Munition in einer Tüte auf dem Stellplatz seiner Tiefgarage gefunden hatte.

Es handelt sich um scharfe Munition

Sprengstoffspürhunde führten die Beamten daraufhin zu einem Motorradkoffer, in dem sie lediglich persönliche Gegenstände eines bislang unbekannten Besitzers fanden. Auch Räume der an die Garage angrenzenden Moschee sowie der benachbarte Schlosspark wurden durchsucht - ohne Erfolg. Nun ermittelt die Kriminalpolizei wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

"Es läuft eine Spurensuche nach Fingerabdrücken mit DNA", teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. "Bisher konnte aber kein Besitzer festgestellt werden." Weiterhin habe es sich bei der anfänglichen Bezeichnung als "Kriegsmunition" um eine Falschinformation gehandelt: "Das ist scharfe, brauchbare Munition, wie sie für Pistolen mit eher kleinem Kaliber gebraucht wird."

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