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Berlin-Wedding : Auto rast bei illegalem Rennen in U-Bahn-Eingang

Ein Unbekannter ist in der Nacht zu Donnerstag in Wedding nach einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit in den Eingang einer U-Bahn gerast. Zuvor gab es ein illegales Rennen.

In der Nacht war hier ein Pkw mit stark überhöhter Geschwindigkeit in den Eingangsbereich geschleudert.
In der Nacht war hier ein Pkw mit stark überhöhter Geschwindigkeit in den Eingangsbereich geschleudert.Foto: Paul Zinken/dpa

Wieder gab es ein illegales Autorennen mit schlimmen Folgen. Gegen drei Uhr rasten ein Mercedes und ein BMW laut Zeugenaussagen über die Müllerstraße. Als ein 54-jähriger mit seinem Volvo die Müllerstraße aus der Reinickendorfer Straße kommend bei Grün überqueren wollte, wurde er von dem BMW, der Rot hatte, gerammt.

Durch den Zusammenprall verlor der Fahrer des BMW die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste gegen die Einfassung des Eingangs vom U-Bahnhof Reinickendorfer Straße. Kurz nach dem Unfall kamen nach Polizeiangaben zwei Männer herbei und halfen dem BMW-Fahrer beim Verlassen des Wracks und des Unfallortes.

Der Fahrer des Volvo gab an, dass er noch versucht hatte, den Fahrer festzuhalten. Dieser soll sich jedoch losgerissen haben und zusammen mit den beiden Männern, trotz einer Verletzung am Kopf, vom Unfallort geflüchtet sein. Weiteren Zeugenaussagen zufolge sollen der BMW und der Mercedes auf der Müllerstraße mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein.

BMW war gestohlen

An der Reinickendorfer Straße beschlagnahmte die Polizei wenig später einen "hochmotorisierter Mercedes". Die beiden arabischstämmigen Insassen des Mercedes AMG C63 mit knapp 500 PS bestritten jegliche Beteiligung an einem möglichen Fahrzeugrennen.

Der BMW war in der Nacht zum 14. Februar gestohlen worden. Auch die am Fahrzeug befestigten Kennzeichen gehörten nicht zu diesem. Der Fahrer des Volvo ist zudem nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis, so dass auch er sich einem Ermittlungsverfahren stellen muss.

Der betroffene Eingang des U-Bahnhofes blieb zur Überprüfung der Bausicherheit bis 10.40 Uhr gesperrt. Ermittelt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Verkehrsunfallflucht, Verdacht des illegalen Fahrzeugrennens, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verdacht des Kennzeichendiebstahls und Urkundenfälschung.

Unklar ist, wie schnell die Autos waren. Die "BZ" zeigt auf ihrer Online-Seite Fotos des Wracks, auf einem Bild ist zu erkennen, dass die Tachonadel etwa bei 180 km/h stehen geblieben ist. Dies sei aber nicht die Geschwindigkeit beim Aufprall gewesen, hieß es bei der Polizei.

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