Politische Parade : Berliner Christopher Street Day lehnt AfD ab

Bereits vor zwei Jahren wehrten sich die Veranstalter der Parade für Freiheit und Gleichberechtigung gegen Zuspruch von Rechtsaußen. Das haben sie jetzt bekräftigt.

Klare Kante: Auf dem CSD gehören auch parteipolitische Stellungnahmen dazu.
Klare Kante: Auf dem CSD gehören auch parteipolitische Stellungnahmen dazu.Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die AfD darf nach Angaben der Veranstalter nicht mit einem Stand, einem Wagen oder als Gruppe bei der schwul-lesbischen Parade zum Christopher Street Day in Berlin (28.7.) teilnehmen. Das teilte der CSD am Montag mit. Demnach bleibt ein Beschluss von 2016 weiter gültig.

Darin heißt es: „Die Teilnehmenden am CSD Berlin stehen für ein Klima der Akzeptanz in unserer Gesellschaft - für eine Kultur, die Geflüchtete willkommen heißt. Menschen und Organisationen die versuchen ein Klima der Angst und Ausgrenzung zu schaffen, wie es AfD, BERGIDA und NPD tun, sind beim CSD nicht willkommen.“

David Eckert, der Berliner Landesvorsitzende der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative, hatte sich über einen vom CSD abgelehnten Teilnahme-Antrag beschwert. „Sie, als Organisatoren, haben das Recht, für Schwule und Lesben zu sprechen, nicht exklusiv für sich gepachtet“, schrieb Eckert. „Wer Toleranz predigt, muss sie auch selber leben.“ Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über die Absage berichtet. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Eckert, er werde auf jeden Fall zum CSD gehen. dpa

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