Spandau-Newsletter : 50 Jahre BMW-Werk: Spandau, du altes Vorbild!

Seit 50 Jahren schrauben sie dort Motorräder zusammen. Sogar Thailands Prinzessin war da. Konzern spendet jetzt 33.000 Euro an Kiezprojekte.

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Aus BMW wird SMW. Spandauer Motoren-Werke.
Aus BMW wird SMW. Spandauer Motoren-Werke.Fotos: dpa, Imago/Metodi

Im Berliner BMW-Werk (2300 Mitarbeiter) planen sie eine klitzekleine Feierlichkeit – mit Musik, Bulettchen, Pipapo. Sommerfete? Nun, die Schüssel mit dem Nudelsalat wird etwas größer sein, denn BMW feiert 50-Jähriges in Spandau – im Herbst 1969 wurde dort das erste Motorrad zusammengeschraubt; im April 2019 kommt das dreimillionste vom Band.

Aber nicht nur das steht 2019 an: Alle BMW-Werke von Spandau bis Südafrika konnten sich bei der Karl-Monz-Stiftung bewerben. Karl Monz gehörte früher zur BMW-Konzernspitze, hatte keine Nachkommen und verteilte das Vermögen über seine Stiftung. 2019 bekam die Idee aus Spandau den Zuschlag. Werkssprecherin Romy Ertl sagte jetzt dem Spandau-Newsletter des Tagesspiegel: „Wir unterstützen den Christophorus-Hospiz-Verbund. Es fließt eine Spende von 25 000 Euro, womit eine Kindertrauergruppe eingerichtet wird.“ Das Hospiz befindet sich in Kladow auf dem Klinikcampus Havelhöhe.

Gut, wenn Konzerne sich konkret in den Kiezen einbringen. BMW unterstützt auch die neue Uni in der Altstadt Spandau – „mit 8000 Euro und vor allem mit Know-how“, erzählt Ertl im BMW-Werk. Die Spandauer Hochschule um Gabriele Fliegel (Chefin des „Wirtschaftshofs Spandau“; 1949 gegründet, 320 Firmen) hatte im Winter einen Partner gefunden – eine Uni aus Bangkok. „Wir haben enge Verbindungen nach Thailand und dort selbst ein Werk“, sagt BMW-Frau Ertl. Selbst Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn war schon in Haselhorst und hat sich auf dem Werksgelände das duale Ausbildungssystem erklären lassen – BMW hat dort 80 Auszubildende. Spandau, du altes Vorbild.

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