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Straßenfest und Umzug in Kreuzberg : Die wichtigsten Infos zum Karneval der Kulturen

Seit Freitag wird gefeiert, am Sonntag folgt der traditionelle Umzug. Wie sieht der Zeitplan aus, wo gibt es Straßensperrungen? Das erfahren Sie hier.

Feiern und umfahren. Noch bis Dienstagfrüh kommt es wegen Straßenfest und Umzug zu Einschränkungen.
Feiern und umfahren. Noch bis Dienstagfrüh kommt es wegen Straßenfest und Umzug zu Einschränkungen.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Fest der Weltoffenheit und kulturellen Vielfalt, Multikulti-Megaevent mit Tradition, ein klares Zeichen für eine freie, pluralistische Gesellschaft – man könnte die Liste der vielen begeisterten Kommentare zum Karneval der Kulturen noch lange fortsetzen.

Doch wichtig ist, ganz einfach, erstmal der Spaß, den Hunderttausende alljährlich bei diesem größten, kunterbunten Fest in Berlin haben - obwohl die Hauptstadt karnevalsmäßig ja eigentlich eher als unterbelichtet gilt. Vielleicht ist der alternative Karneval der Kulturen gerade deshalb an der Spree eine solche Erfolgsstory geworden. Und jetzt geht’s wieder los: Noch bis Montag, also voll übers Pfingstwochenende, stellt der Karneval der Kulturen Kreuzberg zum 24. Mal buchstäblich auf den Kopf.

Grafik: Tsp

Rund 4400 Akteure aus verschiedensten Ländern und Kulturkreisen tanzen, singen, musizieren und laufen mit beim großen Festumzug an diesem Sonntag. Bis zu 74 Gruppen haben sich angemeldet. Auf den Showbühnen laden mehr als 100 DJs, Solisten und Bands zu musikalischen Weltreisen ein. Es werden erneut bis zu einer Million Besucher erwartet.

Im Fokus des Umzugs stehen in diesem Jahr bedrohte Völker und Kulturen sowie der Schutz der Natur, also gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Startpunkt ist um 12.30 Uhr an der Ecke Yorckstraße/Großbeerenstraße. Von dort geht es erfahrungsmäß mit vielen Stopps bis 21 Uhr über die Gneisenaustraße und Hasenheide bis zum Hermannplatz. Umfangreiche Verkehrssperrungen sind die Folge, man sollte in dieser Zeit nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Kreuzberg fahren.

Karneval der Kulturen 2018
Mitglieder des Berliner Chinesischen Frauenvereins in traditioneller Robe.Weitere Bilder anzeigen
1 von 15Foto: Anna Ehlebracht
20.05.2018 15:53Mitglieder des Berliner Chinesischen Frauenvereins in traditioneller Robe.

Der zweite „Hotspot“ des Karnevals ist in diesem Jahr das „Global Village“  rund um den Blücherplatz an der Amerika-Gedenk-Bibliothek. Dort wird seit Freitag gefeiert. An diesem Sonntag geht es dort von 11 bis 24 Uhr hoch her, und am Pfingstmontag wird zum Ausklang ganz entspannt von 11 bis 19 Uhr gefeiert.

An mehr als 350 Ständen bekommt man fast alles für gute Laune, Geist und Magen, was die weite Welt so zu bieten hat. Afrikanische Trommelmusik, Samba, Jazz, Crêpes, Asianudeln, Bier aus Nordafrika, vielerlei Kunsthandwerk. Und natürlich gibt es einen grünen Ökobereich, an dem Berlins Umweltschutz-Vereine ihr Engagement vorstellen und die städtische Food-Truck-Bewegung „innovative Gerichte“ verkauft. Für Autofahrer ist die "Global Village" weniger erfreulich: Bis Dienstag, 6 Uhr früh, können sie den Blücherplatz nur auf ausgeschilderten Umleitungen umfahren (siehe Grafik).

Zwölf Videokameras sollen die Sicherheit verbessern

Der Eintritt ist zum Karneval der Kulturen überall frei. Dem hohen Umweltschutzanspruch gemäß werden diesmal besonders viele Mülleimer aufgestellt. Das Sicherheitskonzept wurde intensiv überarbeitet. Neu sind zwölf auf Gerüsttürmen installierte Videokameras, deren Aufnahmen zum "Management von Gefahrensituationen" dienen sollen. Mit ihrer Hilfe könne man auf eventuelle Tumulte oder Paniken effektiver reagieren, heißt es bei den Veranstaltern. Zusätzlich werden erstmals mehrere Seitenstraßen der Umzugsstrecke abschnittsweise für Autos und Fußgänger gesperrt, "um Rückzugsräume und Fluchtwege zu schaffen". Betroffen sind beispielsweise die Mittenwalder und Zossener Straße. Nur Anwohner haben dort noch Zutritt.

Für Kinder gab es auch diesmal einen Extra-Karnevalspaß. Und zwar am Samstagnachmittag. Da zog der Kinder-Kostümumzog vom Mariannenplatz zum Görlitzer Park, wo anschließend ein Großes Spielefest startete. Motto: "Dem Eisbär wird's zu heiß - retten wir das Eis!"

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