Wald-Kita in Flammen : Polizei vermutet Brandstiftung in Köpenick

Der Waldkindergarten „Bude-Kids“ im Köpenicker Allende-Viertel hat am Samstag Feuer gefangen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Foto: Imago / Snapshot

In aller Frühe gegen 5.20 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Doch als die Einsatzkräfte das rund 150 Quadratmeter große, nahezu komplett aus Holz errichtete Gebäude an der Alfred-Randt-Straße erreichten, stand dieses bereits in hellen Flammen. Auch Sträucher und Bäume auf dem Grundstück der am Waldrand liegenden Kita hatten Feuer gefangen.

Viel war trotz der sofortigen Löscharbeiten nicht mehr zu retten: Das einstöckige Haus brannte nahezu komplett ab. Wenigstens "ein Übergreifen der Flammen auf den Wald" habe man mit Hilfe der gleichfalls herbeigerufenen Freiwilligen Feuerwehr verhindern können, hieß es.

Die von rund zwanzig Kindern besuchte Wald-Kita "Bude-Kids" wird seit etlichen Jahren vom Freien Kinder- und Jugendhilfeträger Sylvester e.V. betrieben. Geboten wird dort "die Möglichkeit ganzheitlichen Lernens im Lebensraum Wald als Ausgleich zur Großstadt" heißt es in einer Selbstdarstellung. Dazu gehörten "Riechen der Pflanzen, Lauschen der Vögel, laufen auf Moos" und vieles mehr. Im abgebrannten Gebäude befanden sich unter anderem die Küche und Toiletten. Auch ein Mehrgenerationengarten auf dem Gelände wurde stark beschädigt.

"Wir machen weiter", sagt der Geschäftsführer

Die herbeigeeilten Mitarbeiter und Eltern der Kinder waren am Samstag geschockt. Es habe keinerlei Konflikte mit Menschen in der Umgebung gegeben, sagte der Geschäftsführer des Trägers, Marek Bauer. Dennoch geht die Polizei inzwischen offenbar von Brandstiftung aus. Entsprechende Ermittlungen wurden bereits aufgenommen.

Das Kita-Team will allerdings nicht aufgeben. "Wir machen weiter", erklärte Geschäftsführer Bauer am späten Abend. Man werde improvisieren "so gut es geht", etliche freiwillige Helfer hätten sich schon gemeldet.

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