Wie familienfreundlich ist Berlin? : Bericht über fehlenden Wohnraum und Kitas

Der Familienbericht 2020 benennt Probleme wie bezahlbare Wohnungen und ausreichend Kitaplätze, sieht aber auch Verbesserungen im Vergleich zu 2015.

Seit 2015 ist Berlin familienfreundlicher geworden. Doch einige zentrale Probleme bestehen weiterhin.
Seit 2015 ist Berlin familienfreundlicher geworden. Doch einige zentrale Probleme bestehen weiterhin.Foto: Andreas Gebert/dpa

Der Berliner Beirat für Familienfragen hat am Freitag den rund 200 Seiten starken Familienbericht an Jugendsenatorin Sandra Scheeres (SPD) übergeben.

In dem Bericht wird untersucht, wie familienfreundlich Berlin ist und welche Unterstützung Familien benötigen. Der Bericht erscheint alle fünf Jahre, der diesjährige ist vor Beginn der Corona-Pandemie fertig geworden.

Der Bericht zeige, dass in Berlin in den vergangenen Jahren viele Angebote für Familien ausgebaut und weiterentwickelt worden seien, sagte Karlheinz Nolte, Vorsitzender des Familienbeirats. Er benenne aber auch Probleme: Besonders dringend sei die Schaffung von familiengerechtem und bezahlbaren Wohnraum.

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Auch die Infrastruktur hinke den Bedürfnissen der Familien hinterher, vor allem fehlende Kitaplätze seien ein Problem.

Auch Chancengleichheit und Teilhabemöglichkeiten von Familien müssten von der Politik noch stärker in den Blick genommen werden.

Der Familienbeirat betonte, dass zahlreiche Anregungen aus dem Bericht von 2015 vom Senat umgesetzt worden seien, unter anderem die digitale Kita-Suche, ein höheres Budget für die Jugendarbeit und die Etablierung von Babylotsen und Stadtteilmüttern. Den ganzen Bericht findet man unter familienbeirat-berlin.de.

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