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Schutzgöttin. Rekonstruktion der Athene, wie sie 447 vor Christus im Innern des Parthenon-Tempels auf der Akropolis aufgestellt wurde.

© akg-images / Peter Connolly

Geschichte des Asyls: Asyl für alle - ob Sklave, Verbrecher, Mörder

Griechenland ist das Ziel tausender Flüchtlinge. Ähnliches geschah schon vor 2600 Jahren – und wer Asyl verweigerte, musste Strafe fürchten.

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Die Geschichte des Asyls beginnt wahrscheinlich nicht mit Kylon. Vor ihm wird es ähnliche Fälle gegeben haben. Aber von denen wurde keiner so berühmt.

Kylon, ein Athener von adeliger Herkunft, war in seiner Zeit ein Star. Im Jahre 640 vor unserer Zeitrechnung siegte er bei den Olympischen Spielen im Diaulus, dem Doppellauf über zwei Stadionlängen, was etwa 385 Metern entspricht. Vielleicht drängten ihn die Fans, vielleicht war ihm der Ruhm zu Kopf gestiegen, aber acht Jahre nach seinem Triumph bei Olympia griff der einstige Athlet nach der Alleinherrschaft in seiner Heimatstadt Athen.

Die Athener wehrten sich, Kylon musste fliehen und seine zurückgebliebenen Anhänger fürchteten um ihr Leben. Das war der Moment, in dem sich ein altes Recht bewähren musste: das auf Asyl.

Sie mussten den Tempel erreichen

Die Verschwörer hatten nur eine Chance, sich zu retten. Sie mussten die Akropolis erreichen, Athens Burgberg und heiliger Bezirk. Und dort mussten sie es im größten Tempel zum Altar der Athene schaffen. Noch auf dem Weg rissen sie Ölzweige an sich, die sie drinnen gut sichtbar in die Höhe halten würden. Dies war Teil des Rituals, mit dem die Menschen im antiken Griechenland als Schutzflehende um Schonung und Unversehrtheit baten. Ihren Verfolgern blieb dann nichts anderes übrig, als die Waffen zu senken und die Geflohenen am Leben zu lassen.

Nur an einem geweihten Ort konnte solch ein von allen Griechen geachtetes Gebot funktionieren. Alles, was sich dort befand, unterstand den Göttern. Das galt auch für Personen – sich an ihnen zu vergreifen, sie auch nur von dort wegzuführen, wäre ein Frevel gewesen. Der Begriff asylia für Unverletzlichkeit wurde ab dem fünften vorchristlichen Jahrhundert auch auf den Tempelbezirk bezogen. Daraus leitete sich später das lateinische Wort asylum für den Zufluchtsort ab, das dem modernen Wort Asyl zugrunde liegt.

Ursachen für Flucht und Vertreibung gab es im antiken Griechenland reichlich. Daher dürfte auch die Bereitschaft rühren, sich der Flüchtlinge anzunehmen, denn es konnte jeden treffen. Da gab es einerseits die Konflikte zwischen rivalisierenden Adligen wie im Fall Kylons. Darüber hinaus war das Land zersplittert in diverse Stadtstaaten, die untereinander Krieg führten.

Plötzlich riss der Faden

Die Anhänger des Kylon werden dem herbeigeeilten Priester ihren Namen, ihre Herkunft und den Grund ihrer Flucht mitgeteilt haben, damit der zwischen ihnen und den Athener Beamten vermitteln konnte – das war das übliche Verfahren, vergleichbar der heutigen Registrierung. Wann immer sich im antiken Griechenland Schutzflehende in ein Heiligtum geflüchtet hatten, musste eine Lösung gefunden werden. Ein dauerhafter Aufenthalt im Tempelbezirk war nicht vorgesehen. Ausnahmen gab es, Rekordhalter dürfte der Spartaner Pleistoanax gewesen sein, der 19 Jahre in einem dem Göttervater Zeus geweihten Heiligtum verbrachte.

Aufgabe des Priesters war es auch, das Ergebnis der Verhandlungen zu verkünden. Kylons Anhänger hatten zugestimmt, sich einem Gerichtsverfahren zu stellen. Eine Chance, die sie der Flucht ins Asyl verdankten, ansonsten hätte sie der Mob sofort gelyncht. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse.

Nach einem Bericht des antiken Chronisten Plutarch banden die Flüchtlinge einen Wollfaden um das Standbild der Athene und verließen erst dann den Tempel, um sich zum Gericht zu begeben. Die Verbindung zeigt, wie wichtig der Kontakt zum Heiligtum war. Doch auf dem Weg riss der Faden. Die aufgeputschte Menge wertete das als Zeichen: Athene hatte den Flüchtlingen ihre Gunst entzogen. Sie wurden gesteinigt, „abgeschlachtet“, wie Plutarch schreibt.

Für die Schutzsuchenden wurden Quartiere gebaut

Man könnte den Fall damit zu den Akten legen und zu dem Schluss kommen, das Asylrecht sei immer in Gefahr gewesen, der Willkür zum Opfer zu fallen, wenn es denn auch nur einen fadenscheinigen Anlass gab.

Tatsächlich kennt die Geschichtsschreibung weitere tragisch verlaufene Fälle. Etwa den der unglücklichen wehrfähigen Männer von Argos, die sich vor ihren Verfolgern aus Sparta in einen heiligen Hain flüchteten. Sie alle starben, als die Spartaner den ganzen Wald anzündeten. Oder der spartanische Heerführer, der von seinen Leuten der Kollaboration mit dem Feind beschuldigt wurde. Er rettete sich ins Heiligtum der Göttin Athene in seiner Heimatstadt Sparta, wurde dort eingemauert und verhungerte elendig.

Doch diese Fälle wurden nur deshalb akribisch überliefert, weil sie besonders gravierende Verstöße gegen ein von allen Griechen anerkanntes und respektiertes Verfahren waren. Asylsuchende durften mit Schutz rechnen, sogar mehr als das.

Ulrich Sinn, Archäologe und langjähriger Vizepräsident der Universität Würzburg, hat am Golf von Korinth Einrichtungen dokumentieren können, die der Versorgung von Flüchtlingen dienten. In antiker Zeit war das Gelände der Göttin Hera geweiht. Dazu gehörten feste Quartiere und Brunnenanlagen zur Wasserversorgung von Menschen und Tieren. Denn oft kamen die Schutzsuchenden mit ihrem Hab und Gut, darunter das wichtigste, ihre Viehherden. Manche Heiligtümer konnten offenbar mehrere hundert Flüchtlinge aufnehmen.

Zwei Obolen für jeden - die Flüchtlinge bekamen finanzielle Unterstützung

Das antike Athen mit der Akropolis, Festung und Tempelbezirk zugleich, in einer Rekostruktion.

© akg-images / Peter Connolly

Schutzwürdig waren alle, auch Sklaven, Verbrecher, sogar Mörder. Der Dichter Euripides thematisiert das Unbehagen, das manchen Bürger befallen haben mag, wenn Verbrecher Asyl suchten: Der Schuldige und der Unschuldige sollen danach nicht die gleiche Behandlung erfahren. Ein Sklave konnte nicht auf seine Freilassung hoffen, zumindest jedoch auf ein leichteres Los.

Auf Sizilien, im fünften vorchristlichen Jahrhundert von griechischen Kolonisten besiedelt, gab es ein Heiligtum nahe der heutigen Stadt Palagonia, das einem flüchtigen Sklaven Sicherheit versprach, bis sein Besitzer schwor, ihn künftig besser zu behandeln. Aus Angst vor den Göttern soll kein Sklavenbesitzer den Eid je gebrochen haben. Nicht zuletzt, weil jeder die göttliche Macht in Palagonia sehen und riechen konnte. Immer wieder schossen Fontänen heißen Wassers aus dem Boden, dazu stank es nach Schwefel. Ein Spektakel, das wohl von natürlichen Erdgasen herrührte.

Eine Mauer sollte Flüchtlinge abschrecken

Der Zauber wirkte auch in Griechenland. Ein Athener Sklave, der es in den heiligen Bezirk des Theseus schaffte, konnte die Forderung erheben, einem anderen Besitzer verkauft zu werden. Und der Poseidontempel am Kap Sunion an der Südspitze Attikas, der Region um Athen, wurde sogar ummauert und von Soldaten bewacht. Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, aus dem heute die Grenze Mazedoniens geschlossen ist: Flüchtlinge sollten draußen bleiben.

Was aber drohte den Bürgern, wenn sie es wagten die asylia, die Unverletzlichkeit eines Zufluchtsortes, zu missachten? Das konnten sie bei Pausanias nachlesen, der antike Schriftsteller war der Verfasser des ersten griechischen Reiseführers überhaupt. Pausanias schildert den Fall der einst bedeutenden Stadt Helike als gerechte Strafe für solchen Frevel.

Helike wurde in einer Winternacht des Jahres 373 vor Christus von einem Erdbeben mit anschließendem Tsunami ausgelöscht. Klarer Fall, dies war die Rache Poseidons, des Meeresgottes und „Erderschütterers“. Denn die Bürger Helikes hatten zuvor „Schutzflehende aus dem Heiligtum des Poseidon vertrieben und getötet“. So schrieb Pausanias und erklärte damit eine der schlimmsten Naturkatastrophen der Antike.

Lehrer für die Flüchtlingskinder

Neben innergriechischen Konflikten gab es auch die Bedrohung von außen, die Menschen zwang, ihre Heimat zu verlassen. Etwa als die Perser ins Land einfielen und auf Athen vorrückten. Wer nicht gegen die Perser kämpfte, floh nach Troizen, eine Stadt auf der Halbinsel Peloponnes. Plutarch berichtet, dass die Athener dort äußerst zuvorkommend aufgenommen wurden, Troizens Bürger beschlossen, „den Unterhalt der Flüchtlinge auf die öffentlichen Kassen zu übernehmen und jedem zwei Obolen am Tag zu bewilligen. Außerdem gestatteten sie den Kindern, sich Obst zu holen, wo sie nur wollten, und stellten sogar einige Lehrer für sie in Dienst.“

Der Obolus war die griechische Kleinwährung in der Antike. Sechs Obolen entsprachen einer Drachme. Athener Bürger, die beim Heer oder in der Flotte kämpften, erhielten vor 2500 Jahren täglich vier Obolen Sold. Das „Vierobolenleben“ galt sprichwörtlich als ärmlich, aber vier Obolen, so der Historiker Jochen Bleicken, entsprachen einem Handarbeiterlohn. Die zwei Obolen Asylgeld waren also alles andere als üppig. Doch noch einmal zum Vergleich, ein alleinstehender erwachsener Flüchtling erhält in der Bundesrepublik 143 Euro Taschengeld, das ist weniger als die Hälfte des Sozialhilfesatzes von 404 Euro für alleinstehende Erwachsene.

Die Athener konnten nach ihrem spektakulären Sieg über die Perser in ihre Stadt zurückkehren. Andere Griechen hatten da weniger Glück. Mykene etwa wurde ebenfalls vor 2500 Jahren bezwungen, die Einwohner verloren ihre Heimat für immer, mussten fliehen und wurden von der Kleinstadt Keryneia im Norden des Peloponnes aufgenommen. Keryneia wurde dadurch größer, mächtiger und einflussreicher.

Das Asyldrama des Aischylos

Auch jenseits von Krieg und innenpolitischen Auseinandersetzungen scheinen die Menschen bei Problemen im privaten Bereich Zuflucht in einem Heiligtum gesucht zu haben. Beispiele erzählt die antike Literatur.

In der Tragödie „Die Schutzflehenden“ des Aischylos fliehen junge Frauen vor der Zwangsverheiratung mit ihren Vettern in den Schutz eines Asyls. Im Jahr 2013 nahm Elfriede Jelinek Aischylos’ Stück zur Grundlage ihres Werks „Die Schutzbefohlenen“, das die menschenunwürdige Unterbringung von Flüchtlingen in Österreich thematisiert. Der Archäologe Ulrich Sinn geht davon aus, dass Stücke wie das von Aischylos reale Vorbilder haben.

Der Glaube, dass die Missachtung eines heiligen Bezirks wie im Fall der Stadt Helike den Zorn und die Strafe der betroffenen Gottheit auslösen, war, so der Historiker Martin Dreher, bis zum Ende der Antike Bestandteil des Denkens der Menschen. Doch schon im dritten Jahrhundert vor Christus waren einige griechische Staaten, die von der Seeräuberei lebten, nicht mehr bereit, das Asyl der Heiligtümer zu respektieren. Daher konnte der Schutz der Flüchtlinge und ihrer Habe nur noch von solchen Bezirken gewährleistet werden, die ein überregional anerkanntes Asyl besaßen.

Cäsars Tempel versprach Sicherheit - blieb aber verriegelt

Schutzgöttin. Rekonstruktion der Athene, wie sie 447 vor Christus im Innern des Parthenon-Tempels auf der Akropolis aufgestellt wurde.

© akg-images / Peter Connolly

Die asylia bedeutender Heiligtümer wurde im Allgemeinen auch von den Römern respektiert, als sie vom zweiten Jahrhundert vor Christus an Griechenland und Teile des griechisch geprägten östlichen Mittelmeerraumes eroberten. Jedoch nur dann, wenn keine politischen oder militärischen Nachteile zu erwarten waren. Um die enormen Kriegskosten des Feldzugs gegen König Mithridates von Pontos – einer Landschaft an der Südostküste des schwarzen Meeres – zu finanzieren, raubte der römische Feldherr Sulla 87/86 vor Christus rücksichtslos die Tempelschätze Griechenlands. Gerade weil die Bürger darauf vertraut hatten, dass die Tempel unter dem Schutz einer Gottheit stünden, dienten sie oftmals als Banken, in denen man sein Vermögen aufbewahrte. Und für gewöhnlich wurden auch die öffentlichen Kassen dort gelagert, sodass Sulla reiche Beute machte.

Nachdem seine Truppen Athen in einem Blutrausch erobert hatten, ließ der Feldherr den athenischen Alleinherrscher töten, der sich in den Tempel der Athene geflüchtet hatte. Als Sulla danach erkrankte, galt als gewiss, dass ihn die Göttern für seinen Frevel gestraft hatten.

Eine Berührung reicht

Auch die Römer bewahrten ihren Staatsschatz im Saturntempel auf. Doch Asyl bot der Tempel nicht. Allein der mythische Stadtgründer Romulus soll in einer Senke zwischen den beiden Kuppen des Kapitols, dort, wo heute die Piazza Campidoglio liegt, einen Ort für Schutzsuchende eingerichtet haben, um die Bevölkerung der Stadt zu vermehren. Diese Geschichte ist jedoch, so wiederum der Historiker Martin Dreher, eine Legende. Sie wurde immerhin von den Römern so ernst genommen, dass sie den Ort umzäunten, damit niemand dort um Asyl nachsuchen konnte.

Zuflucht bot in Rom erst der Tempel des vergöttlichten Cäsar, errichtet nach dem gewaltsamen Tod des Diktators. Die Überreste des Tempels sind noch heute auf dem Forum Romanum zu sehen. Jeder, der sich in diesen Tempel flüchtete, galt als unverletzlich. Theoretisch wenigstens, praktisch war der Eingang den Chronisten zufolge fest verriegelt.

In der römischen Kaiserzeit boten dann sogar die Bildnisse und Statuen römischer Kaiser Schutz vor Verfolgung, allerdings war eine Verletzung dieser Schutzfunktion ein Majestätsverbrechen, das strafrechtlich verfolgt wurde, und kein Frevel gegen eine Gottheit. Der römische Tacitus berichtet über Auswüchse: Menschen sollen andere beschimpft – sogar Sklaven ihre Herrn – und sogleich eine Kaiserstatue berührt haben, um vor einer Bestrafung sicher zu sein.

Die Römer lassen die Heiligtümer überprüfen

Im Jahre 22 n. Chr. ließ der römische Kaiser Tiberius sämtliche heiligen Stätten im griechischen Osten des Reiches, die Schutzflehenden Asyl gewährten, vom Senat einer Überprüfung unterziehen. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtet, dass der massenhafte Missbrauch des Asyls durch Sklaven, Verbrecher und Schuldner, die vor ihren Gläubigern flüchteten, zu dieser Überprüfung geführt habe. Während manche Städte, die sich das Recht, Asyl zu gewähren, angemaßt hatten, daraufhin freiwillig darauf verzichteten, argumentierten andere mit der langen Tradition ihrer Heiligtümer oder der rechtmäßigen Verleihung des Rechts durch die Römer oder ihre Vorgänger. Am Ende wurde zahlreichen Heiligtümern das Recht, Schutzflehende aufzunehmen, bestätigt.

Auch die Christen gewährten Verfolgten Schutz in den Kirchen. Dies beruhte aber weniger auf der Unantastbarkeit eines heiligen Ortes und der dort befindlichen Personen, sondern auf der christlichen Ethik der Nächstenliebe.

Das Recht der Kirchen, Asyl zu gewähren, wurde von den christlichen Kaisern der Spätantike anerkannt und durch Erlasse geregelt. So wurde das Asyl auf Gebäude, Gärten und Plätze ausgeweitet, die sich auf dem Gelände der Kirche befanden, damit Schutzsuchende nicht im Kirchengebäude schliefen. Doch anders als bei den alten Griechen sollte nicht allen Menschen Schutz gewährt werden: Neben Mördern durften auch Staatsschuldner kein Asyl erhalten – ansonsten hatte der Bischof für die Schulden des Flüchtigen aufzukommen.

Das Erbe des "kylonischen Frevels"

Die Tötung der um Schutz flehenden Anhänger des Kylon ging als „kylonischer Frevel“ in die Geschichte ein. Wie sehr eine solche Verletzung des Asyls eines Heiligtums im kollektiven Gedächtnis der antiken Griechen haften blieb, zeigt die folgende Episode etwa 200 Jahre nach dem Massaker an Kylons Anhängern: Athen und Sparta standen sich kriegsbereit gegenüber, es fehlte nur ein akzeptabler Anlass. Da verlangten die Spartaner die Ausweisung des berühmten Perikles, des führenden athenischen Politikers. Sie begründeten ihre Forderung damit, dass Perikles ein Nachfahre jenes Beamten war, der den kylonischen Frevel zu verantworten und damit das Asyl missachtet hatte.

Die Athener lehnten ab und verwiesen auf den Frevel der Spartaner, die ihrerseits einen Schutzsuchenden im Athenaheiligtum hatten verhungern lassen. Über den Krieg, der dann ausbrach, sagen die Chronisten: „Nie gab es so viele Flüchtlinge, so viele Tote“.

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