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Wir gehen dann mal. Irene Luft am letzten Tag der Fashion Week von Berlin.
© Reuters/Bensch

Mode: Live-Blog zur Fashion Week Berlin: Berlin wird größer!

Die Fashion Week ist vorbei - wir haben noch dies und das und einige frische Nachbetrachtungen und natürlich der Verweis auf unseren Blog.

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19:00 Uhr - Wir sagen dann mal ganz laut Ciao: Oder so und in jedem Fall NUR an dieser Stelle, denn bis zur nächsten Fashion Week werden wir natürlich weiterbloggen, und das mehr als bisher. Versprochen. Also: Ab in den MODEBLOG des TAGESSPIEGELs. Da wird es in den nächsten Tagen auch noch Einiges an Aufarbeitungen zur Fashion Week geben. Vielen Dank für das große Interesse, die rege Resonanz und ja, es gibt uns schon länger auf Twitter. Instagram vielleicht bald auch, wir schauen mal! Wie gesagt, alles dann im Blog.

15:31 Uhr - Poor Boyish Styles und Statements: Schreibt Klaus Wowereit alias Wowi jetzt Modetexte für die Fashion Week? Klingt so, wenn es über die aktuelle Kollektion von Rebekka Ruétz heißt: „Highlights sind verführerische Poor Boyish Styles und handgefertigte Statement-Gürtel.“ Verführerisch und poor? Moment! Dass ärmliches Auftreten etwas haben könne, das gewisse gar, war Wowi, dem Einst-Regenten der Modewochengastgeberstadt mal eingefallen, arm, aber sexy, hatte er gerufen, ja, das war ein Tusch. So dreist hatte kaum je ein Bürgermeister das Elend seines Wirkungsbereichs umgemünzt. Vorbei, verziehen. Heute kann man sich fragen, wozu schleppen Tausende Berliner Neuwertiges für herbeiströmende junge Männer aus aller Welt in die Hilfseinrichungen der Stadt, wenn der wahre Knüller der dort längst verbreitete „Poor Boyish Style“ ist? Egal, kommen wir zum „Statement-Gürtel“. Protzig, schwer, ledern. Von „poor“ an dieser Stelle zum Glück keine Rede mehr. Und huch, was ist das? Die Bilder von der Rebekka-Ruétz-Show zeigen Models, weiblich, tadellos gekleidet, und nur die Designerin selbst in Fetzenjeans. Erst Berlin, jetzt die kaputten Hosen. Der nächste Fall von dreister Umetikettierung.

Samstag, 11:46 Uhr: Da wollten wir gerade aufmotzen, da steht die nächste Systemwartung an. Egal, hier schon mal das große Fazit zur Fashion Week: Vielfalt zieht uns an.

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Finale! - der Freitag auf der Fashion Week

18:09 Uhr - War alles schön bunt: Und daher noch mal der Hinweis auf unsere dann doch schon recht lange Fotostrecke, hier zum Anschauen. Dranbleiben, nicht traurig sein, dass Michi Michalsky heute nicht den großen Abschiedstusch hinlegt. Was macht eigentlich Spandau Ballet? Was macht Lisa Stansfield? Egal, wir legen am Sonnabend noch mal ein wenig nach zu Fashion Week.

17:52 Uhr - Pidgin für Profis: Hier also noch der versprochene Beitrag zum Denglisch, verfasst von unserer geschätzten Mitarbeiterin Susanna Nieder: Die moderne Modesprache ist ein Kauderwelsch aus Eine-Welt-Englisch, bei dem keiner so recht weiß, was er sagt, und der jeweiligen Landessprache. Einfluss nehmen kann in der Fashion heute nur, wer das in Pidgin English tut, einer grammatikalisch reduzierten Sprachform, wie sie sich früher zwischen Kolonialherren und Händlern herausbildete. Wenn sich die Kölner Ladenbesitzerin Lena Terlutter als Fashion-Influencerin bezeichnet, hat das also nichts mit der Grippe zu tun. Und sie setzt noch einen drauf mit frenglischen Laissez-faire Looks. Vive die fashion!

17:36 Uhr - Bevor wir allerdings zu den Anglizismen kommen, hier brandheiß der Bericht von der vorletzten Schau (Herr Almeida Vergara surft auf der Grenze zum...): Ioana Ciolacu zeigte als vorletzte. Ihre Kollektion hätte den Mädels im Harajuku-Bezirk von Tokio sicher gut gefallen: knallbunte Motivprints waren auf super knappe Outfits gedruckt. Im Kontrast dazu gab es fast spießige Schluppenblusen und -kleider. Das war kontrastreich, aber auch ein bisschen befremdlich. Schön: Schleifen an Krägen und Ärmeln waren oval gestaltet. Die Schnitte waren gut, der Stil muss sich wohl noch ein bisschen schärfen.

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17:00 Uhr - Bald haben wir es hinter uns, leider: Denn, es gibt ja noch so viel zu erzählen und zu machen und zu tun. Die Fotostrecke etwa ein wenig sinnvoll strecken. Oder auch eine neue Fotostrecke nachlegen, mit den Highlights der gesamten Fashion Week. Das wäre ja was für Samstag, wer dann aus Berlin abreist kann sich ja am Flughafen oder gar im Zug noch mal auf dem Smartphone die wichtigsten Bilder anschauen... Stay tuned (wir legen nach, auch was die Anglizismen betrifft)!

Nebulös? Nicht bei Irene Luft, da stimmte der Abgang.
Nebulös? Nicht bei Irene Luft, da stimmte der Abgang.
© dpa/Kalaene

16:16 Uhr - Print ist vorbei - Online geht es natürlich noch weiter! Aber jetzt haben die fleißigen KollegInnen endlich Zeit für die letzten Schauen. Mehr gleich dazu hier im Blog:

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15:40 Uhr - Wolldecken raus? Vladimir Kareelev auf dem Kreuzfahrtdampfer? Vladimir Karaleev sagt: „Ich spüre die Tendenz zum Bizarren!“ Und: "Wir werden demnächst eventuell nach Zürich gehen. Außerdem gibt es noch ein Projekt, bei dem wir auf einem Kreuzfahrtschiff verkaufen werden. Bevor die „MS Europa 2“ ablegt, machen wir eine Modenschau, danach können die Passagiere die Sachen in umgebauten Suiten kaufen. Neben mir sind Perret Schaad und Michael Sontag dabei." Das ganze Interview gibt es hier zum Nachlesen.

14:15 Uhr - Anziehen oder angucken? Mode im Museum, das kann ein Erfolg sein: Die Alexander-McQueen-Retrospektive wurde 2011 zu einer der fünf meistbesuchten Ausstellungen aller Zeiten des Metropolitan Museum of Arts in New York. 650 000 Besucher kommen in die Nordischen Botschaften wohl nicht, aber es gibt viel zu sehen: In „Boutique“ trifft Kunst auf Mode, 16 finnische Künstler und Designer stellen paarweise eine Arbeit aus. „Boutique — Where Art Meets Fashion“ in den Nordischen Botschaften, Rauchstraße 1 in Tiergarten, noch bis 28.3. Mo–Fr 10–19 und Sa–So 11–16 Uhr. www.finnland.de

12:30 Uhr - "Das Kind war ready und konnte losgehen" Gehen? "Rennen!" Und das tat es auch. Wie genau und wohin? Das weiß Adrian Margelist, der neue Creative Director von Liebeskind. Die Firma, die 2003 in Berlin gegründet wurde, gehört  inzwischen zur S.Oliver Group und die hat im vergangenen Jahr viele neue Entscheider eingestellt. Einer der Neuen ist Margelist, der auf der Premium-Messe seine erste Kollektion vorstellte. Für alle, die an Liebeskind schon immer den rockig-coole Style schätzten, hier die gute Nachricht: genauso geht es auch weiter, und es wird sogar noch cooler! Unsere große Geschichte zum Thema gibt es hier: Liebeskind wird groß

12:08 Uhr - Weiter geht es: Jetzt geht es weiter zu Mariana Jungmann, die sonst in London zeigt. Dieses Mal beginnt sie in Berlin ihre Saison.

12:06 Uhr - Es ist ja immer gut, wenn sich ein junges Label auf etwas konzentriert, das hilft ungemein, um es einzuordnen und eine Wiedererkennung zu schaffen: Masionnoeé konzentriert sich auf schwarzes Nappaleder und kombiniert dieses mit monochromen Farben - erst Rot, dann Blau dann Olivegrün. Die Ambitionen sind an der aufwändigen Verarbeitung abzulesen, die bei Leder noch mal einen Zacken anspruchsvoller ist als bei vielen Stoffen. Viele Kleider waren nicht nur figurbetont, die Röcke waren so eng geschnitten, dass die Models in kleinen Schritten über den Laufsteg trippelten. Dafür war in den Mäntel mehr Platz - schön die Kombination von gestrickter Wolle und Leder.

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10:30 Uhr - Nach einer Woche voller Modenschau kommt natürlich die Frage: was war am besten? Das zu beantworten ist nicht so einfach - zu unterschiedlich die Ansprüche an eine Schau und auch beim Niveau liegen Welten zwischen den Kollektionen. Aber sagen kann man jetzt schon, auch wenn heute noch ein paar Schauen im Kalender stehen: Lohnen tut sich der Besuch der Modewoche allemal, wenn auch für ein Gros der Fachbesucher die Messen ausschlaggebend sind. Schließlich wollen Händler ihre Regale füllen. Aber für Journalisten sind die Schauen schon deshalb wichtig, weil sie wie ein Blick in die Kristallkugel ist, wie sieht deutsches Modedesign morgen aus? Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, das sich diese Frage überhaupt jemals stellen würde. Aber genau das, und noch nicht mal mit voller Absicht, sondern eher weil Gucci und Dolce&Gabbana einfach nicht im Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week zeigen wollen, sondern lieber in ihrer Heimat bleiben. Na, dann müssen es eben Designer aus Deutschland sein.

Punkte gesetzt. Gesehen bei der Schau von Zukker.
Punkte gesetzt. Gesehen bei der Schau von Zukker.
© dpa/Zukker

Seit Beginn der Modewoche mit der ersten Bread&Butter und Premium im Jahr 2003, die Modenschauen folgten erst 2007, hat sich die Modewelt komplett gewandelt, das sieht man schon am Untergang der Bread&Butter, die so als Marketingplattform von den großen Marken einfach nicht mehr gebraucht wird, die sprechen Ihre Zielgruppen mehr und mehr direkt an. Sei es über eigene Läden und natürlich das Internet, das auch die kleinen Designermarken für sich nutzen. Und da wären wir auch wieder bei den Modenschauen, die immer mehr dazu dienen auf, sich Aufmerksam zu machen.

Einpacken. Auch im Baumarkt an der Yorckstraße, wo gestern große Bühne für die Fashion Week war.
Einpacken. Auch im Baumarkt an der Yorckstraße, wo gestern große Bühne für die Fashion Week war.
© Grit Thönnissen

Designer wie Malaikaraiss verkaufen in dieser Woche über ihren eigenen Onlineshop so viel wie sonst nie. Und auch die angekündigte Wiederauferstehung der Bread&Butter passt da gut ins Bild, in Tempelhof soll eine Modemesse für alle entstehen, also Eine Art "Shopping Kirmes", wahrscheinlich mit all den Marken, die Zalando ohnehin anbietet ohne den alten Chef Karl-Heinz Müller, der den Namen an Zalando verkauft hat.

Feierlich. Die Präsentation im Kronprinzenpalais, hier von Augustin Teboul am Mittwoch.
Feierlich. Die Präsentation im Kronprinzenpalais, hier von Augustin Teboul am Mittwoch.
© dpa/Fischer

9:57 Uhr - Das läuft gleich an: Jetzt also die erste Schau des letzten Tages und auch die erste Schau für Maisonnoee aus Berlin, die Spezialität des Labels ist plissiertes Leder, klingt ungewöhnlich und die Designer haben wohl auch lange daran getüftelt.

9:34 Uhr - Noch mal ab in den Berliner Mode Salon: Echt gelungen diesmal, wer Lust hat: Hier ist was zum Nachlesen und natürlich auch etwas zum Schauen.

9:20 Uhr - Tulpen, wie rosig: Bevor wir so richtig durchstarten, schulden wir noch das Finale vom Donnerstag. Leider nichts so ganz Gutes, denn mit Tulpen Design ging der 3. Fashion Week-Tag wenig befriedigend zu Ende, findet unser Beobachter. Dabei gab es eigentlich jede Menge zu sehen: Abendkleider, kurze Kleider, Maxi-Röcke, Mini-Röcke, Capes, Mäntel, Spitze, Seide, Felle und und und...

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Die Teile von Designer Manuel Kirchner selbst waren alle unifarben gehalten - und tatsächlich perfekt geschnitten - schwarz, weiß, unterschiedliche Rosétöne und ein bisschen Rostfarben dominierten die Kollektion. Teilweise recht passable Stücke, die Kollektion selbst hatte aber kein rechtes Konzept - oder ließ zumindest keines erkennen. Aber der DJ am Ende des Laufstegs hat toll aufgelegt!

Kann frau so machen. Victoria van Violence, gesehen bei Tulpen Design.
Kann frau so machen. Victoria van Violence, gesehen bei Tulpen Design.
© dpa/Pedersen

Freitag, 9:04 Uhr - Endspurt! Auf in den letzten Tag bei der Modewoche, die keine ganze Woche ist. Maisonnoée macht um 10 Uhr den Anfang und um 18 Uhr ist dann das Finale, wieder mal ohne den Michi... aber schauen wir mal.

Tag drei - der absolute Hammer (im Baumarkt)

22:01 Uhr - Die letzte Schau des Tages läuft (Tulpen Design): Und wir werden morgen wieder da sein. Noch flotter, noch weniger boulevardesk. Versprochen, Chefin!

Hübsche Männer. Und natürlich tolle Dinge, gesehen bei Baldessarini.
Hübsche Männer. Und natürlich tolle Dinge, gesehen bei Baldessarini.
© dpa/Carstensen

21:26 Uhr - Die Mongolei war das große Vorbild für die Kollektion von Baldessarini: Das hat uns der Chefdesigner Lasse Holger Mitterhusen im Interview verraten (Link siehe unten). Gesehen hat man das zumindest zu Beginn der Show nicht sofort. Viele beerenfarbene Looks flanierten den Laufsteg herunter. Aber dann die Wende: Robuste Materialien, festes Leder und Felle, Brauntöne und überdimensionierte Fransenschals ließen durchaus Assoziationen zu den nomadischen Völkern der Mongolei zu. Viel wilder hätte das auch nicht ausfallen dürfen, Kreativität mit kommerziellem Erfolg zu verbinden, sei eine Kunst, sagte Mitterhusen. Ein bisschen runterschrauben muss man bei einer Traditionsmarke wie Baldessarini also schon. Deswegen war die Linie auch recht geradlinig und klassisch. Witzig: zum Anzugjackett kombinierte Mitterhusen Jogginghosen. Auch die Materialien wirkten geradezu gemütlich: weiche Wollstoffe dominierten die Kollektion. Dass Baldessarini qualitativ auf einem anderen Level ist als die vielen Jungdesigner der Stadt hat man auf jeden Fall gesehen, der Stil war dafür eher zurückhaltend als innovativ. Aber: geschmackvoll!

20:53 Uhr - Mann, Tatort Berlin! Fast vergessen, Dominic Raacke (mit Freundin Alexandra Rohleder, jajaja) war auch bei der Baldessarini-Schau. Dieser Promi hat mal (oder macht er noch) im "Tatort" gespielt. Höherer Promi-Faktor als die Ochsenknechts (ohne Uwe). Und natürlich Carolin Beil ("Holt mich hier raus" und so). Guilia Siegel...

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20:43 Uhr - Und hier der Artikel zum Film zum Berliner Modesalon: Grit Thönnissen findet, dass das alles sehr gelungen war. Sie schreibt: Christiane Arp (Mitstreiterin von Marcus Kurz) hielt sich bei der Beurteilung zurück, ob das hier ein Schaufenster für die deutsche Mode geworden ist, doch ein gutes Gefühl bekundete sie. Wer sich Zeit ließ, konnte sich einen guten Überblick über den Stand des deutschen Modedesigns verschaffen – und der stimmt optimistisch.  

Schon eher Richtung A-Promi. "Tatort"-Kommissarin Sibil Kekilli mit Marie Hein von der Vogue bei der Vogue Fashion Night am Mittwoch.
Schon eher Richtung A-Promi. "Tatort"-Kommissarin Sibil Kekilli mit Marie Hein von der Vogue bei der Vogue Fashion Night am Mittwoch.
© promo

20:18 Uhr - Alles Promi von "A" bis "D": Also, da sind sie ja allen mal wieder da. Die ganze Ochsenknecht-Family (ohne Namensgeber Uwe, versteht sich). Am dritten Tag ging es für Mama Natascha und Söhne zu - man glaubt es kaum - Baldessarini (siehe unten). Die gute Sibil Kekilli war auch am Tatort, schon am Dienstag bei "Laurel". Dan wurden aktuell noch Rumer Willis und Jorge Gonzales gesichtet ("Lavera Showfloor") und... okay, wir hören schon auf. Berlin, schönste Stadt der Welt, ist Promi genug.

19:10 Uhr - Baldessarini ist auf Technik-Entzug. Lasse Holger Mitterhusen mag Handarbeit und Emotionen. Selfies, Tweeds und Hashtags: Die Smartphones sind an den Berliner Modehänden festgewachsen. Nicht mit Baldessarini! Den Anstoß für die neue Kollektion gab eine Reportage über „Digital Detox“, digitale Entzugsprogramme für gestresste Manager also. Chefdesigner Lasse Holger Mitterhusen hat sich fürs Aussteigen entschieden und beschäftigte sich mit traditionellen Völkern und deren Handwerk. In gut einer Stunde stellt er seine neue Kollektion vor. Wir haben schon mit ihm gesprochen.

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18:48 Uhr - Endlich wieder was zum Schauen beim Tagesspiegel: Jana Demnitz hat das neue Video fertig, sie war mit Grit Thönnissen bei Escada.

So bunt waren die Achtziger. Escada-Titel, fotografiert am Berliner Salon.
So bunt waren die Achtziger. Escada-Titel, fotografiert am Berliner Salon.
© Grit Thönnissen
Ungewohnt für Augustin Teboul. Diesmal setzte der Designer auf knallige Töne.
Ungewohnt für Augustin Teboul. Diesmal setzte der Designer auf knallige Töne.
© Manuel Almeida Vergara

18:30 Uhr - Da muss man ja fast aufpassen, dass man nicht vom Frontrow-Stühlchen fällt! So viel Farbe war bei Augustin Teboul noch nie. Ganz viel schwarz, allenfalls ein zarter Nude-Ton haben die Kollektionen der beiden Designerinnen bisher bestimmt. Mit Stäbchenpailletten und Plastikperlen haben Augustin Teboul diesmal in den Farbton gegriffen.

Ab zur Kasse! Probelauf zur Schau von Perret Schaad.
Ab zur Kasse! Probelauf zur Schau von Perret Schaad.
© dpa/Kalaene

In Schnitt und Material blieben sie sich jedoch treu: Grobmaschige Strickwaren, transparente Teile und viele Stickereien. Nicht zum ersten Mal erinnerte das ein wenig an die Designs der amerikanischen Rodarte-Schwestern.

Brettern durch den Baumarkt. Die Models von Perret Schaad.
Brettern durch den Baumarkt. Die Models von Perret Schaad.
© Grit Thönnissen

17:50 Uhr - So viele Muster bei Perret Schaad! Es waren zwar vor allem zarte Muster, aber es ist noch nicht lange her, da gab es nur monochrome Farbflächen. Und jetzt auch noch die ungewohnte Umgebung! Damit haben die Designerinnen gute Erfahrungen gemacht, vor zwei Jahren zeigten sie in der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe, und die Zuschauer standen draußen. Jetzt also im Baumarkt: Das Tor für den Gabelstapler öffnete sich für jedes Model von neuem. Goldlamé und olivfarbene Seiden Crepe de Chine und Angorastrick. Und immer noch das was Perret Schaad ausmacht: fließende Stoffe, große Farbflächen, stumpfes und Glänzendes miteinander kombiniert. Auf den gestapelten Sperrholzplatten saßen nicht nur geladene Gäste sondern auch Mitarbeiter und Kunden.

Grande Dame. Christiane Arp (li.) mit Model.
Grande Dame. Christiane Arp (li.) mit Model.
© promo

17:25 Uhr - Kurz? Nun ja, aber die Pause ist vorbei. Rein ins Finale von Tag drei!

14:30 Uhr - Mal kurz abschalten! Was für einen besseren Zeitpunkt für eine Wartung des Online-Systems kann es geben als die "Mittagspause" der Fashion Week, sprich den heutigen Nachmittag? Kein Scherz, wir können die kommenden zwei Stunden nicht bloggen. Fühlt man sich an Studi-Zeiten erinnert, als es im Paketlager der Post hieß: "Bandpause" (und das hieß es sehr oft, weil wenn ein Band stand mussten alle anderen pausieren, und so weiter). Also wir schauen mal zu bis dahin und bloggen dann ab 16.30 Uhr frischen Mutes weiter!

14:10 Uhr - Die Kleider unserer Nachbarn: Polen ist nur einen Katzensprung von uns entfernt, das weiß nicht nur jeder, der schon mal für eine Stange Zigaretten über die Grenze gereist ist. Über die Modeszene wissen wir trotzdem wenig. Der Quadratshop bringt uns unsere europäischen Nachbarn näher und verkauft nur polnische Designer. Diese Woche günstiger! „Polish Designers at Quadrat Shop“, Gormannstraße 23 in Mitte, noch bis zum 23.01. täglich von 12 bis 19 Uhr. www.quadratshop.com

Tolle Show! Marina Hoermanseder feiert sich dann auch selbst - ein viel wenig.
Tolle Show! Marina Hoermanseder feiert sich dann auch selbst - ein viel wenig.
© dpa/Kalaene

14:02 Uhr - Kein Mangel weit und breit bei Marina Hoermanseder: Nicht nur, dass sie gleich zwei Stockwerke des Kronprinzenpalais für ihre Schau in Beschlag nimmt, auch ihre Kollektion strotzt nur so vor Kraft. Genau aufeinander abgestimmte Farben wie Rosé zu Kastanienbraun, dazu Mintgrün und Kupfer und viele, viele Wiedererkennungszeichen wie ihre knallengen Röcke aus Lederschnallen, ihre vom Körper abgeformten Kleiderhüllen aus Kunststoff, und dazu elegante Mäntel, wippende Tellerröcke aus Neopren und gut verkäufliche fein gestreifte Shirts und Sweatshirts. Dass sie sich am Schluss überschwänglich bei ihren Eltern bedankt, die bestimmt einen großen Anteil an dieser Entwicklung haben, auch in finanzieller Hinsicht, ist rührend und so gar nicht norddeutsch im Überschwang.

Irgendwie immer gleich aussehen. Der Regierende beherrscht diese Kunst.
Irgendwie immer gleich aussehen. Der Regierende beherrscht diese Kunst.
© promo

13:50 Uhr - Die Vogue schenkte einen aus, Schampus für Michael Müller und Vicky Leandros: Auf der Fashion Week geht es um Mode. Und um Leute. Berühmte Leute. Die setzen sich die Designer gern effektvoll in die erste Reihe: Barbara Schöneberger bei Dawid Tomaszewski, Frauke Ludowig bei Marc Cain, einer der Ochsenknecht-Knaben bei Esther Perbandt. Und am Mittwochabend? Da sind alle ins Borchardt gepilgert (in dem Edelrestaurant in der französischen Straße hängen die meisten von ihnen eh ganz gern mal rum). Wie jede Saison hatte die Vogue zusammen mit Mercedes-Benz (was für eine Allianz!) zur "Vogue Fashion Night" eingeladen. Bei ganz viel Schampus, unzähligen Minischnitzeln (darüber haben wir schon die letzten beiden Jahre gern und detailliert berichtet) und ein bisschen zu viel Zigarettenqualm wurde geplaudert, getanzt und natürlich das Netzwerk ausgebaut. Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp war da (klar), aber auch ihre Vorgängerin Angelica Blechschmidt lässt es sich nie nehmen und kommt immer gern zur Vogue Night.

Swarovski Rules the Fashion World. Auch am Donnerstag bei Marina Hoermanseder.
Swarovski Rules the Fashion World. Auch am Donnerstag bei Marina Hoermanseder.
© Grit Thönnissen

Und wer noch? Schauspielerin Marie Bäumer war da, ihre Kollegin Sibel Kekilli auch, Model Franziska Knuppe sowieso. Letztere scheint sich vierteilen zu können, es gibt quasi keine Berliner Modeveranstaltung ohne die Knuppe! Auch ein bisschen Polit-Glamour (naja) wurde im Borchardt verstreut: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller, vor oder nach dem Besuch beim 50. des 1. FC Union, hat vorbeigeschaut und die Zelte am Brandenburger Tor verteidigt. Und dann war da noch die deutsch-griechische Grande Dame des Schlagers: Vicky Leandros saß im Rosen-Oberteil vergnügt zwischen den vielen Jungdesignern der Stadt. Die durften nämlich freundlicherweise auch kommen.

13.35 Uhr - Der T-Michael aus Bergen. Er schwirrte hier ja schon einige Male herum, jetzt aber hat ihn Grit Thönnissen noch mal portraitiert.

13:02 Uhr - Schön langsam, bei Marina Hoermanseder! Dem Rock sei Dank!

Rotrosa. Backstage bei Marina Hoermanseder.
Rotrosa. Backstage bei Marina Hoermanseder.
© dpa/Kalaene

12:43 Uhr - Hoermanseder, you drive me crazy! Das komplizierteste Sitzsystem hat Marina Hoermanseder, auf der Karte steht: 2OG 1SAAL1B26. Da braucht jeder Hilfe. Gleich über mehrere Stockwerke sind die Bänke verteilt - anscheinend reichen 200 nicht, sie ist ja auch die größte Hoffnung der Berliner, wenn nicht deutschen Mode... (und das als Österreicherin).

Anna on Stage. Bei Kilian Kerner war der Pagénschnitt der Vogue-Chefin schwer angesagt.
Anna on Stage. Bei Kilian Kerner war der Pagénschnitt der Vogue-Chefin schwer angesagt.
© dpa/Kalaene

12:32 Uhr - Warten auf das Hoermansederkind - Das Warten vor dem kleineren Präsentationsraum der Mercedes-Benz Fashion Week in der Auguststraße fühlt sich an, wie auf das Christkind zu warten, immer wieder öffnet sich die Tür einen Spalt, was sofort Bewegung in die Menge bringt. Blöd, weil gleich zeigt auch Marina Hoermanseder.

Schön, bunt. Steinrohner.
Schön, bunt. Steinrohner.
© Grit Thönnissen

12:18 Uhr - Jobchancen für Wachsfiguren, immer wieder diese Anna Wintour: Schon am vergangenen Sonntag wurde eine Wachsfigur der Vogue-Chefin effektvoll zum Brandenburger Tor chauffiert, mit Perücken im Pagénschnitt und dunklen Sonnenbrillen setzte auch Kilian Kerner der Mode-Legende auf seiner Show gestern ein Denkmal.

Promifaktor. Model Natasha Poly und Designerin Atsuko Kudo zu Gast bei Xavi Reyes.
Promifaktor. Model Natasha Poly und Designerin Atsuko Kudo zu Gast bei Xavi Reyes.
© dpa/Carstensen

Deutsche Journalisten sind den Berliner Designern anscheinend nicht mehr gut genug, da muss schon mal eine international anmutende Kopie aus Wachs oder Kunsthaar her. Passender Weise gab es gestern dann noch eine recht überraschende Modenews. Zugegeben, das hat jetzt wenig mit der Berliner Fashion Week zu tun, sollte aber auf keinem Modeblog unerwähnt bleiben: Grace Coddington verlässt die amerikanische Vogue! Über 25 Jahre war sie Kreativdirektorin des Magazins, kämpfte sich gerade in den letzten Jahren aus dem Schatten ihrer Chefin Anna Wintour hervor. Jetzt will sie sich Projekten außerhalb des Condé Nast Verlags widmen. Schade ist das schon, Grace Coddington hat fraglos eines der schärfsten Augen im Styling-Bereich. Aber Platz für Nachwuchs zu schaffen ist immer schön, das könnte sich auch Anna Wintour mal zu Herzen nehmen, auch sie hat bereits 1988 bei der Vogue angeheuert. Und wer weiß, vielleicht schafft es ja mal ein deutscher Journalist auf den US-Vogue-Chefsessel. Und dann wird bestimmt eine deutsche Wachsfigur am Times Square angerollt! Aber hallo!

12:00 Uhr - Jetzt also ab zu Steinrohner: In der letzten Kollektion gab es Quallenmäntel, Muschelröcke und Korallenpullover, nein, die beiden Designerinnen waren nicht tauchen. Was das Duo inspirierte, haben wir ja gerade ja schon mal gezeigt (siehe unten, das bunte Bildchen):

Sie laufen wieder, der Donnerstag bei der Fashion Week beginnt. Unter anderem mit Xavi Reyes. Der Spanier hat sich von den Tischdecken seiner Großeltern inspirieren lassen, sagt er.
Sie laufen wieder, der Donnerstag bei der Fashion Week beginnt. Unter anderem mit Xavi Reyes. Der Spanier hat sich von den Tischdecken seiner Großeltern inspirieren lassen, sagt er.
© dpa/Carstensen

11:53 Uhr - Oma und Opa am Start: Auf Einladung der Modezeitschrift "Elle" zeigte der spanische Designer Xavi Reyes seine Kollektion auf dem Berliner Laufsteg.

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Und Oma und Opa hat er auch gleich mitgebracht - zumindest als Ideengeber. Reyes hat sich nämlich von den Tischdecken seiner Großeltern inspirieren lassen, wie er in einem kurzen Film vor der Show verrät. Das hat man auch gesehen. Ganz viel weiße Spitze, rüschenartig angesetzte Stoffteile und blau-weiße Kachelmuster liefen über den Catwalk.

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Schnitttechnisch zeigte Xavi Reyes viel Asymmetrie und sehr weite Ensembles. Relativ schwierig war ein Druck in Jeansoptik. Ohnehin könnte die Kollektion so ihre Probleme bekommen: Auf dem Laufsteg wirkte sie äußerst effektvoll, fotogen ist sie bestimmt, in heimischen Kleiderschränken kann man sie sich aber nur schwer vorstellen!

10.39 Uhr - So, jetzt sind wir schlauer: Mariana Jungmann ist Brasilianerin, sie lebt und arbeitet in London und dort wurde sie von den Organisatoren der Mercedes-Benz Fashion Week gefragt, ob sie nicht in Berlin zeigen möchte. Das empfindet sie schon deshalb als große Ehre, weil sie so zu den Wurzeln ihrer Familie zurückkehrt, ihr Urgroßvater wanderte vor 80 Jahren aus Deutschland aus. "Wegen meines Namens denkt jeder, ich spreche Deutsch." Ihr Markenzeichen ist eine traditionelle Spitze aus dem Norden Brasiliens, die sie modernisiert und so das Handwerk vor dem Aussterben bewahrt. Dieses Mal hat sie die Spitze noch mit 10.000 Swarowski-Steinen bestickt. Dabei musste sie sehr behutsam vorgehen, "sonst sehen die Kleider aus wie für die Mutter der Braut." Und noch etwas brasilianisches zeichnen einige ihrer engen Kleider aus: Sie betonen den Po. "Wir Brasilianer sind halt sehr körperbewusst."

So liest sich das heute. Im Checkpoint.
So liest sich das heute. Im Checkpoint.
© /Tsp

10:10 Uhr - Endlich mal wieder Minga in Berlin: Was für eine Überraschung: Escada präsentiert wieder bei der MBFWB! Nach drei Jahren Berliner Modewochen-Abstinenz zeigt das Münchener Luxuslabel am Donnerstag im Rahmen des Berliner Mode Salons im Kronprinzenpalais 20 Outfits der kommenden Winterkollektion. Sie soll „eine Hommage an die Vergangenheit mit Blick in die Zukunft“ sein. Unser Text zum Thema.

Dann mal rauf auf die Bretter. Der Baumarkt in der Yorckstraße, da gibt es heute Nachmittag die Schau von Perret Schaad.
Dann mal rauf auf die Bretter. Der Baumarkt in der Yorckstraße, da gibt es heute Nachmittag die Schau von Perret Schaad.
© Kai-Uwe Heinrich

9:49 Uhr - Die Fashion Week im Checkpoint, heute: "Zur Fashion Week reißt sich auch ein Michael Müller die obersten Hemdkragen auf – am Ende seines Modetages landete er extrem leger mit Tochter im Borchardt (Einladende: Mercedes Benz und Vogue). Und einmal mittendrin im Modezirkus, verteidigte er selbstverständlich auch die Sperrung der Straße des 17. Juni fürs Event – ist ja nur eins von vielen (sagt er). Na dann ist ja alles gut."

9:39 Uhr - Es gibt ja noch was zu gewinnen, nur noch heute! Unsere Verlosung endet heute, am Donnerstag, um 15 Uhr. Nö, anders: Wer noch an der Verlosung teilnehmen möchte, melde sich bitte bis dahin unter: mode@tagesspiegel.de. Zu gewinnen gibt es: Einmal zwei Karten zur Show „Key Looks – The Show“, eine Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück im Waldorf Astoria Hotel und zwei mal 150 Euro-Gutscheine von Fashion ID. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Viel Glück!

So lassen sich Steinrohner inspirieren. Ein Bild vom vergangenen Jahr.
So lassen sich Steinrohner inspirieren. Ein Bild vom vergangenen Jahr.
© promo

9:25 Uhr - Noch mal Steinrohner: Wir haben übrigens noch einen sehr schönen Text zum Thema Steinrohner, hier zum Nachlesen.

Der Mann und die Bäume. Designer Kilian Kerner nach seiner Show.
Der Mann und die Bäume. Designer Kilian Kerner nach seiner Show.
© dpa/Kalaene

Donnerstag, 9:17 Uhr - Rein in Tag 3: Wir beginnen den Tag standesgemäß mit dem Besuch bei der Jungdesignerin Mariana Jungmann, sie lebt in London, aber will ihre Mode morgen hier zeigen. Wir fragen sie jetzt mal, warum. Dann stehen heute jede Menge Berliner Designer auf dem Programm, die uns ans Herz gewachsen sind. Zuerst die zwei experimentellen Damen von Steinrohner, danach Marina Hoermanseder, die wieder ein paar Modeskulpturen in ihrer Kollektion untergebracht hat. Und weil es dem Duo Perret Schaad so viel Spaß macht, sein Publikum zu überraschen, laufen seine Models heute Nachmittag durch den Baumarkt - vielleicht finden wir ja noch das ein oder andere Schnäppchen in der Abteilung für Schrauben und Muttern...

Wir laufen heiß, auch ohne Guido - das war der Mittwoch

22:09 Uhr - Übrigens nichts gegen Guido als Entertainer, aber seine Sprüche sind einfach origineller als seine Kleider, so eine ganze Kollektion entwirft er ja auch an einem Wochenende - hat er uns mal erzählt, aber er ist halt fleißig, der Guido.

22:00 Uhr - So was aber auch. Das war für einige Zuschauer anscheinend eine Zumutung. Draußen vor der Tür: "Du hast nichts verpasst, die hatten nur ein Model und das haben die immer wieder an- und ausgezogen." Andere fanden gerade das sehr "intensiv." Auf jeden Fall war das eher ein Experiment als eine Schau, es gab zwanzig Stücke - alle in Berlin gefertigt und mit einem Set Klettverschlüsse ausgestattet. Lohnt sich bestimmt, bei der Designerin nachzufragen. Wir bleiben dran. Auf jeden Fall schön, dass Mode mehr zu bieten hat als Guido.

21:36 Uhr - Auf zur letzten Schau des Tages. Sampel cm könnte interessant werden. Die Designerin Margot Charbonnier hat in Paris und London Mode und Soziologie studiert, deshalb ist ihre Kleidung auch ein wenig komplexer, es soll um soziale Interaktion gehen. Also noch was für den Kopf vor der Vogue Night im Borchardts - ob es Minischnitzel gibt, erfahren wir bestimmt gleich noch....

21:35 Uhr - Unser Highlight heute: Meist gelesen nach dem Blog und der Fotostrecke) heute war der Text zu Nobieh Talaei, die mit ihrer Kollektion von ihrer asiatischen und ihrer europäischen Heimat erzählt. Hier noch mal zum Nachlesen.

Alles so schön bunt hier, Heino. Muss ich gleich mal festhalten: Natalie Wörner (links) und Schauspieler-Kollege Heino Ferch bei der Schau von Laurel am Mittwoch.
Alles so schön bunt hier, Heino. Muss ich gleich mal festhalten: Natalie Wörner (links) und Schauspieler-Kollege Heino Ferch bei der Schau von Laurel am Mittwoch.
© dpa/Nietfeld

21:30 Uhr - Aber keine Angst, den letzten Vorhang bekommt der Kretschmer nicht: Wir gehen mit Kerner aus dem Tag. Motto: Alle Vögel sind schon da - Kilian Kerner hatte es diesmal mit farbenfrohem Federvieh. Der Designer zeigte im Ellington Hotel bunte Vogeldrucke. Kleider, Röcke und Mäntel waren gleich ganz aus Stoffteilen in kräftigen Farben zu stilisierten Vogelmotiven zusammen genäht. Warum? "Das ist das Familienwappen der Huntingtons", sagt Kerner. Und weshalb ist das auf seinen Kleidern gelandet? "Hab ich mir ausgedacht", erwidert er. Nun gut. Über die Perücken-Sonnenbrillen-Kombi im Anna Wintour-Stil, die sich jedes Model gefallen lassen musste, wollte er gar nicht reden. Das sei der Hinweis auf ein neues Projekt, das erst nächste Woche näher erläutert wird. Man muss also abwarten was da noch so kommt vom Kilian.

20:58 Uhr - Ei der Guido und die üblichen Verdächtigen: Es ist doch mehr "B" als "C", was und wer sich da beim Kretschmer tummelt. Richtig geraten. Alexandra Kamp ist dabei, Giulia Siegel natürlich und - Überraschung, sie gibt es immer noch - Vicky Leandros. Und logisch auch so ein paar Ochsenknechts: Jimi Blue, Natascha und Cheyenne. Und so weiter und sofort. Schön, dass es Euch noch alle gibt.

Der Meister - mit einem Model? Guido Maria Kretschmer - Backstage am Mittwoch.
Der Meister - mit einem Model? Guido Maria Kretschmer - Backstage am Mittwoch.
© dpa/Carstensen

19:49 Uhr - Und jetzt mal im Ernst, der Berliner Mode Salon: Das war er der Berliner Mode Salon und Christiane Arp findet, das Gefühl ist ein gutes. Und da die Chefin der deutschen Vogue eine Norddeutsche ist, wollte sie sich nicht viel weiter aus dem Fenster hängen. Auf jeden Fall waren die Räume des Kronprinzenpalais gut gefüllt  - so gut, dass man gar nichts mehr von allen den schönen Kleidern sah, die in Hülle und Fülle dort ausgestellt waren. Wenn man sich etwas Zeit ließ, konnte man sich tatsächlich einen guten Überblick über den Stand des deutschen Modedesigns  - und der stimmt optimistisch. Ein kleines Wunder ist es, dass das Ganze nicht wie ein bunt zusammen gewürfelter Haufen Kleider wirkte sondern wie etwas sorgfältig kuratieres. Nur das gerade überall diese Klimperklaviermusik läuft nervt ein wenig, aber wirklich nur ein wenig.

Ein starker Stand. Der Stand von Marc Cain Modemesse Panorama.
Ein starker Stand. Der Stand von Marc Cain Modemesse Panorama.
© dpa/Kalaene

19:42 Uhr - Jetzt wird's - entscheidet selbst. Guido Maria Kretschmer bringt sich in Stellung. Gleich ist seine Show, mal sehen wie viel 1B-Promis zuschauen. Oder so. In Kürze dann mehr, vor 20.30 Uhr geht's ja kaum los. Wir sind schon soooooo aufgeregt!

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18:48 Uhr - Ein bisschen einfach - Brachmann macht schöne Mode, keine Frage: hochwertige Materialien in präzisen Schnitten. Alles in gedämpften Tönen, sehr erwachsen. Aber für eine Modenschau ist das zu wenig. So auch heute: ein dunkelblauer Pullover nach dem anderen, auf eine graue Hose folgt die nächste. Hübsch im heimischen Kleiderschrank, auf dem Laufsteg eher schwach.

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18:25 Uhr - Also Bio, Hess Natur - Bio-Mode, das war Schlabber im schlechten Format und gutem Gewissen. Jetzt wird das anders: Hess Natur, Marktführer für nachhaltige Produktion, macht ökologische Gebrauchskleidung endlich zu Mode. Qualität für sich selbst zu kaufen ist längst ein Trend, an die Baumwollpflücker und Näher zu denken eine alte Bewegung. Zusammen lief das nie. Neue Techniken und die digitale Welt vereinen nun beide Bedürfnisse. Hess Natur päppelt auf: Die Herbst- und Winterkollektion von Chefdesignerin Tanja Hellmuth lässt hoffen. Das orangene Seidenkleid mit auberginenfarbiger Jacke im Flokati-Stil sind trendy. Eleganz bietet das cremefarbene Wollkleid. Ganz neu und als klassisches Muss dazu: Lederstiefeletten, chromfrei natürlich, von rot bis blau. (Birte Fuchs)

16:30 Uhr - Wir verlosen! Die Mercedes-Benz Fashion Week endet am Sonnabend mit der Schau „Key looks – The Show“ von Fashion ID mit dem Fokus auf die Mode für Frühjahr/Sommer 2016 unter anderem mit Marken wie Marc Cain, Marc O’Polo und Max & Co und einem musikalischen Live-Act. Wir verlosen zusammen mit Fashion ID  ein mal zwei Karten zur Show „Key Looks – The Show“, eine Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück im Waldorf Astoria Hotel und damit man auch einkaufen kann, dazu noch zwei mal 150 Euro-Gutscheine von Fashion ID. Bitte Email an mode@tagesspiegel.de bis Donnerstag, 15 Uhr.

15:50 Uhr - Die "Seek", unser erstes Video zur Fashion Week: In der Stadt wird ein Nachfolger für die Bread&Butter gesucht, wir waren auf der "Seek" und haben uns umgehört und unter anderem mit T-Michael gesprochen:

Mein Hut und ich. Nö, das ist nicht mehr Bill. Das ist Esther Perbandt.
Mein Hut und ich. Nö, das ist nicht mehr Bill. Das ist Esther Perbandt.
© dpa/kalaene

15:15 Uhr - Ganz große Bühne - Esther Perbandt hat nichts übrig für klassische Modenschauen, das hat sie schon oft bewiesen: Bei ihrer zehnjährigen Jubiläumsschau in der Volksbühne zum Beispiel. Gestern, am Dienstag, hatte sie in das Radialsystem V geladen, wieder zeigte sie eher auf einer Bühne als auf dem Laufsteg. Zu Beginn performten einige Tänzer aus dem Ensemble von Sasha Waltz. "Der Tanz war von Schattengewächsen inspiriert", erzählte die Designerin nach der Show. Die seien zwar manchmal giftig aber auch sehr schön.

Frisch aus dem Monsum. Killian Kerner mit Bill Kaulitz (rechts)
Frisch aus dem Monsum. Killian Kerner mit Bill Kaulitz (rechts)
© dpa/Carstensen

Die Tänzer "wuchsen" in zaghaften Bewegungen aus dem Boden. Eine Band trat auf der Aftershow-Party auch noch auf, Rammstein war es nicht, wie wir gestern durch einen Insider-Tipp erfahren haben wollten. Schade! Mode gab es gestern natürlich auch noch. Die war ganz Esther Perbandt: viel viel schwarz, ein bisschen Weiß, Oversize und Lagenlook. Auch die textile Dekonstruktion thematisierte sie mit offengelassenen Säumen. Das, was sie immer zeigt, könnte man sagen, oder eben das, was sie am besten kann. "Weiterentwicklung" ist vielleicht nicht das erste Wort, was einem im Überblick über ihre Kollektionen der letzten Jahre in den Kopf kommt. Aber vielleicht ist das auch gut: "Esther, bleib bei Deinen Leisten!"

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14:44 Uhr - Das Foto ist verdient! Ihr wollt es nicht anders, wir nehmen den Kaulitz noch mal (mit Kilian Kerner, links im Bild, der ist heute Abend noch dran).

14:23 Uhr - Durch den Monsun und so weiter: Bill Kaulitz und kein Ende an der Retweet-Front. Da hat sich die Leila Berlin ja auch mal was einfallen lassen mit ihren Promi-Spiegelbildern. Jetzt rufen allerdings ständig jüngere Leser an und fragen uns, wer denn nu dieser Bill Kaulitz ist (findet den Fehler... richtig: jüngere Leser rufen nicht an). Grund genug für uns, noch mal an Bills allergrößte Zeit zu erinnern:

Die meisten Frauen tragen ja inzwischen eher flach. Aber nicht bei der Mainzer Designerin Anja Gockel, da müssen die Models "Höchstleistungen vollbringen".
Die meisten Frauen tragen ja inzwischen eher flach. Aber nicht bei der Mainzer Designerin Anja Gockel, da müssen die Models "Höchstleistungen vollbringen".
© dpa/Carstensen

14:13 Uhr - Frau trägt flach beim Zuschauen, aber nicht auf dem Laufsteg: zum Beispiel bei Anja Gockel. Bei der Designerin aus Mainz, der berühmtesten Frau ihrer Stadt, müssen die Models vor der Schau das Laufen auf Stelzen proben. Klappte am Mittwoch beim Praxistest in Berlin dann nicht immer, das mit dem Laufen (siehe Foto unten).

13:33 Uhr - Ich trage Glühbirne, was sonst? Technologische Mode: Das Kleid leuchtet, wenn sich jemand seiner Trägerin nähert. Wozu? Das weiß Designerin Anouk Wipprecht. Im Bikini Berlin gibt es heute Spielereien zwischen Technik und Mode. Alle dürfen rein, bzw. kommen: „FashionTech Show & Exhibition“, Budapester Straße 30-58, 20.1. von 19 bis 21 Uhr.(www.popupfashionberlin.com).

13:00 Uhr - Fiese Saftnummer: „In diesem Drink sind so viele Vitamine wie in 22 Mandarinen.“ So versuchen Hostessen den Besuchern des Zelts am Brandenburger Tor ein giftig aussehendes Getränk aufzudrängen. Aber will man 22 Mandarinen? Den Saft gibt es in den Varianten „Brain“ oder „Beauty“ – man muss sich also entscheiden. Typisch Mode, die eigenen Klischees zu bestätigen! Diese Saftnummer ist wahrscheinlich eine fiese wissenschaftliche Studie, bei der arglose Modeleute als Versuchskaninchen missbraucht werden. Hmmm, wofür wird sich die Mehrheit wohl entscheiden?

Dorothee Schumacher ist hängengeblieben, in den 70ern: Lange fließende Kleider, gefährlich kurze Minis und kleine Streublumen.
Dorothee Schumacher ist hängengeblieben, in den 70ern: Lange fließende Kleider, gefährlich kurze Minis und kleine Streublumen.
© Reuters/Bensch

12:05 Uhr - Wohl noch nie war Berliner Mode so erwachsen wie bei Nobieh Talaei: Sie ist die Designerin der Stunde, gestern hatte sie ihren ersten großen Auftritt im Kronprinzenpalais, und alle waren gekommen, um die mit Vorschusslorbeer überschüttete Arbeit der 38-Jährigen zu sehen. Das Ambiente des nach dem Krieg wieder aufgebauten Palais verstärkte noch den eleganten Charakter ihrer Kleider, schwarze, spitze Lackballerinas, um den Kopf gewickelte Seidentücher und große Ohrringe taten ihr Übriges. In weiten gewickelten Capes, großen Westen kam das Material besonders gut zur Geltung sie verarbeitete sogar Mohairplüsch von Steiff

11:41 Uhr - Mannfrau, Fraumann? „Ich entwerfe für mich als Mann“, sagt Sarah Effenberger. Mit ihrem Label Fomme ist sie am Mittwoch bei der Fashion Week zum ersten Mal beim Vogue Salon dabei. Mehr zum Nachlesen gibt es hier.

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10:50 Uhr - Der frühe Vogel fängt den Modewurm - Dorothee Schumacher ist Frühaufsteherin. Traditionell zeigt sie gern am Morgen. Ein bisschen müde sahen die Journalisten aus, die schläfrig auf der Frontrow-Bank saßen. Das änderte sich mit dem ersten Look: Dorothee Schumacher versprüht stets internationalen Flair, ihre Kollektionen können Vergleichen mit Mailand und New York durchaus standhalten. Diesmal hatten es Schumacher die 70er Jahre angetan: lange, fließende Kleider und gefährlich kurze Minis lieferten sich einen Schlagabtausch. Leichte Materialien kontrastierten mit festem Leder, großzügige Blumen-Dessins mit kleinen Streublumen. Die Materialien waren mit Cutouts versehen, die mit Spitze hinterlegt eher elegant als sexy wirkten. Beste Teile: dicke gestreifte Fransenschals, klassisch um den Hals gelegt oder zum Rock zusammengenäht. Da lohnt sich das Aufstehen!

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10:54 Uhr - Nobieh Talei... ist zur Zeit die wohl angesagteste Designerin überhaupt. Sie erzählt mit ihrer Kollektion von ihrer asiatischen und ihrer europäischen Heimat. Gestern hat sie bereits im Kronprinzenpalais gezeigt, heute ist sie noch mal dran.

Im Spiegel. Heike Makatsch bei Lala Berlin.
Im Spiegel. Heike Makatsch bei Lala Berlin.
© dpa/Carstensen

9:54 Uhr - Lala Promin: Nicht ungeschickt, dass Lala Berlin das hohe Promi-Aufkommen bei ihren Veranstaltungen geschickt nutzt, indem sie Menschen wie Eva Padberg, Bill Kaulitz oder Heike Makatsch die Chance gibt, sich selbst zu spiegeln, wie am Dienstagabend (siehe Bilder unten).

Wer bist du denn? Lala Berlin während der Berlin Fashion Week am Montag. Bill Kaulitz steht ohne Tokyo Hotel in der Instagram Fotoecke.
Wer bist du denn? Lala Berlin während der Berlin Fashion Week am Montag. Bill Kaulitz steht ohne Tokyo Hotel in der Instagram Fotoecke.
© dpa/Carstensen

Ihre richtige Show hat Lala Berlin allerdings erst im Februar in Kopenhagen.

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9:36 Uhr - Es ist der Tag der Deutschen Mode: Den Anfang macht heute um 10 Uhr Dorothee Schumacher im Zelt am Brandenburger Tor. Ein spannendes Interview mit Marco Kurz, dem Initiator des Berliner Mode Salons gibt es hier zum Nachlesen.

Mittwoch, 9:30 Uhr - Los geht's mit Tag zwei! Guten Morgen, einen Tag haben wir hinter uns und am Mittwoch ist nun richtig was los. Der Stau am Schöneberger Ufer heute Morgen war jedenfalls nicht von schlechten Eltern. So viele Taxis auf der Busspur - selten gesehen. Alles, so schien es, wollte zur Premium. Am ersten Tag dauerte es bei den Messen etwas, bis sich die Hallen füllten. Aber dann war ordentlich was los.

Es läuft - der Dienstag der Fashion Week

21:08 Uhr -Schluss für heute - Der erste Tag der Fashion Week ist vorbei. Esther Perbandt zeigt noch (Ein Vögelchen hat uns geflüstert, dass Rammstein auftreten sollen, ob das stimmt, erzählen wir Euch morgen). Ansonsten war's das heute. Besonders spannend war der erste Tag nicht: Ein bisschen Provokation bei Sadak (siehe der gedruckte Tagesspiegel morgen), ein wenig Hollywood bei Marc Cain und natürlich die Nacktschnecken von Peta (warum eigentlich immer nur Frauen!?). Da geht noch Einiges! Hoffentlich. Ab morgen früh sind wir wieder für Euch da, spätestens mit einem Show-Bericht zu Dorothee Schumacher, die ist morgen als Erste dran. Bis dahin!

21:05 Uhr - Babsi fand's gut - Dawid Tomaszewski hat im Kronprinzenpalais gezeigt. Eine altbekannte Location auf der Fashion Week, aber Dawid hatte sie besonders schön hergerichtet: Die Wände waren mit metallener Folie verkleidet, gleißende Lichter ließen Assoziationen zu einer Konzertbühne zu. Auch Barbara Schöneberger fand das toll. Die saß in der ersten Reihe und schien recht vergnügt. Die Kollektion war simpel, nicht wirklich neu, aber gelungen: Hosen, Kleider und Mäntel waren vor allem von grafischen Drucken dominiert. Ein besonders schöner Mantel war sogar dreidimensional gestaltet, textile Geometrie in Reinform. Viele Stücke im Color-Blocking-Stil unterstrichen den geradlinigen Stil. Farblich gab es von allem ein bisschen: düstere Nuancen wie Dunkelblau, kräftige Töne wie Orange und Alarmrot. Tomaszewski schloss mit langen Kleidern: Auf Sternchen, die seine Kleider über den roten Teppich flanieren, hat der Designer es ja eh angesehen. Deswegen auch die fröhliche Babsi in der ersten Reihe...

19:48 Uhr - Die Mode sei mit dir! „Für mich macht die Mode gerade immer mehr Todessterne“, sagt Tillmann Prüfer, Style Director des „Zeit Magazin“ und erster Redner auf der hauseigenen Modekonferenz. Er scheint diesen Gedanken so prägnant zu finden, dass er sogar mit Darth-Vader-Maske erschienen ist. Jeder weiß ja, was am Ende eines Star-Wars-Films mit dem Todesstern passiert. Prüfer will sagen, dass es nicht reicht, etwas Vorhandenes einfach ein bisschen schöner zu machen. Da geht noch mehr! Die versammelte deutsche Modeszene vernimmt, wie groß ihre Verantwortung Prüfer zufolge wirklich ist: „Mode ist, wenn ich denke, dass das Kleid oder der Schuh mehr kann als ich.“

Ich bin ein Star, lasst mich hier rein! Irina Shayk, Freundin eines Fußballers. Oder Ex oder so. War jedenfalls bei Marc Cain unterwegs, als Top-Promi an Tag eins.
Ich bin ein Star, lasst mich hier rein! Irina Shayk, Freundin eines Fußballers. Oder Ex oder so. War jedenfalls bei Marc Cain unterwegs, als Top-Promi an Tag eins.
© dpa/Nietfeld

19:33 Uhr - Marc Cain, die Irina und die Frauke sind am Ausrasten! Zumindest alle Fotografen rasten aus: Marc Cain lädt ja bekanntlich jedes Mal einen Weltstar ein. Letztes Mal war Elle MacPhearson da, diesmal Irina Shayk. Wer sie (verständlicherweise) nicht kennt, die war mal die Freundin von Ronaldo. Nach dem geschätzte 3.000.000 Fotos von ihr und Frauke Ludowig gemacht wurden, ging dann die Show los. Marc Cain hatte über den Laufsteg einen Perserteppich verlegen lassen. Von der Decke hingen Kronleuchter.

Das passt zur Marke und zur Mode: Viele lange Kleider, ein paar Hosenanzüge a la Yves Saint Laurent. Und vor allem Eines: Jede Menge Gucci. Die italienische Marke schien Ideengeber für die Kollektion zu sein. Die Nerdbrillen, die dicken Perlenketten, die gesamte Second Hand-Ästhetik: Das hat der Gucci-Chef Alessandro Michele ganz groß gemacht. Funktioniert auch für Marc Cain irgendwie...

18:54 Uhr - Und hier ist die Fotostrecke. Der erste Tag der Fashion Week geht so langsam in seinen Endspurt. Wo unsere Fotostrecke doch gerade erst beginnt. Hier ist sie und sie wird natürlich aktualisiert, dranbleiben:

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18:50 Uhr - Noch mal Marc Cain. Denn gleich gibt es mehr, droht unser Mitarbeiter rund um seinem "Filmbeitrag" an:

Demonstration. Drei Aktivistinnen der Tierschutzorganisation Peta demonstrierten am Montag vor dem Zelt am Brandenburger Tor. Sie forderten einen "wollfreien Winter".
Demonstration. Drei Aktivistinnen der Tierschutzorganisation Peta demonstrierten am Montag vor dem Zelt am Brandenburger Tor. Sie forderten einen "wollfreien Winter".
© Fischer/dpa

18:44 Uhr - Wollfreier Winter: Drei Aktivistinnen der Tierschutzorganisation "Peta" haben heute vor dem Zelt am Brandenburger Tor demonstriert, mit einem - geschorenen - Schaf auf dem Arm. Ihr Motto war: "Schützt Schafe: Wollfreier Winter", - eine Aktion gegen das blutige Scheren von Schafen.

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18:29 Uhr - Frauke rastet aus!!! Jetzt geht es aber so richtig los, da bastelt man konzentriert an der Fotostrecke und dann passiert zeitgleich dies bei Marc Cain:

Sportalm - mit Baby auf dem Laufsteg. Muss nicht unbedingt sein, deshalb zeigen wir es auch nicht.
Sportalm - mit Baby auf dem Laufsteg. Muss nicht unbedingt sein, deshalb zeigen wir es auch nicht.
© dpa/Fischer

17:46 Uhr - Heidewitzka: Ist ja schon ein bisschen was los heute. Daher mal kurz in eigener Sache: Ja, die Fotostrecke ist in der Mache. Und kommt schneller als so mancher glaubt!

17:38 Uhr - Liebeskind und die Agenten: Den wahrscheinlich aufwendigsten Stand hat sich die Berliner Firma "Liebeskind" gebaut. In Halle 7 der "Premium" gleich links hinterm Eingang, blinkt es bunt und geisterbahnartig aus einem dunklen Tunnel heraus, durch den muss man gehen. "Space Tunnel", nennen sie ihn. Dahinter sieht es dann aus, wie bei den anderen Ausstellern auch, an Stangen und Puppen hängen die neuen Kleider, in Regalen stehen Schuhen, und auf langen schwarzen Brettern präsentieren sich die Highlight der Berliner: die Taschen. Die neue Kollektion steht im Zeichen der Geisha, was aber nicht Stäbchen im Haar heißt, sondern, dass einige Einflüsse aus dem Land der aufgehenden Sonne dezent in die Modelle eingearbeitet wurden, etwa Material- und Mustermix oder dem Futterdesign. Bei den Besuchern kam das offenbar gut an, die "Liebeskind"-Macher waren mit ihrem ersten Tag äußerst zufrieden, und dann kam am Nachmittag noch eine vierköpfige Gruppe Asiaten und kaufte sich quer durchs Angebot. Vielleicht japanische Boutiquenbesitzer, die angesichts des Themas Heimweh bekamen? Nö, sagt einer der Herren auf Nachfragen. Sie seien nur Agenten - und ihr Auftraggeber? "Aus Hongkong."
16:34 Uhr - Gefallen aber gut angezogen - für den Herbst: So kann man 'Fall16' auch interpretieren: als Sturz, Hinfallen, ergo Versicherungsfall. Dachte sich offenbar gleichnamìge Firma und spannte ein Werbeposter. Dame fällt von hohen Heels, hat aber Unfallschutz (und ist natürlich gut angezogen).

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16:20 Uhr - No Reason for a Season - Heute war es dann so weit: Ulli Ehrlich hat mit ihrem Label "Sportalm" das erste Mal auf der Berliner Fashion Week gezeigt. Im gedruckten Tagesspiegel haben wir uns heute noch mit ihr über den Schnee gefreut (Link zum Artikel, online natürlich). Das passte so schön zu der österreichischen Marke, die eng mit dem Skisport verbunden ist. Heute war sichtbar, dass das Wetter gar nicht so wichtig ist. Dicke Jacken zu leichten Seidenkleidchen, gefütterte Materialien zu fließender Seite: Ehrlich zeigte eine Kollektion die Saisons vermischt. Das gibt es mittlerweile immer öfter, gerade im oberen Preissegment. Logisch: Mit einem Publikum das heute in Paris, morgen auf Mauritius und übermorgen in Kitzbühel (da kommt Sportalm nämlich her) unterwegs ist, sind klare saisonale Trennungen überflüssig.

Mehr Frau als Kleidung. Die Schau von Lena Hoschek.
Mehr Frau als Kleidung. Die Schau von Lena Hoschek.
© Reuters/Bensch

Die Zielgruppe brauch leichte Mode für die Südseereise und dicke Mäntel für den Skiurlaub. Und zwar quasi gleichzeitig. Was die Kollektion farblich kann: Viele Bon Bon-Töne und zarte Beigenuancen, gebrochen durch leuchtendes Grün. Eine kleine Provokation gab es auch: Forschen Schrittes trug eines der Models ein Baby über den Laufsteg, das gab es kürzlich auch bei Dolce & Gabbana in Mailand zu sehen (Link). Kinder mitten im Modezirkus sorgen immer für Kritik.

15:24 Uhr - Der nackte Po, der kam natürlich aus Österreich: Bei Lena Hoschek trug ein Model so transparentes Spitzenkleid, dass nicht nur die Brust, sondern auch der Po durchschimmerte. Ja, WAHNSINN. Ansonsten ging es bei dem Label eher bequem zu, schreibt die Agentur: Einige Models liefen in Gummistiefeln über den braunen Kuschelteppich auf dem Laufsteg. Wie bei Sadak dominierten Grün- und Brauntöne. Neben floralen Mustern kam bei der romantisch anmutenden Kollektion auch Pelz zum Einsatz. Ähem, dann doch lieber weniger?

15:20 Uhr - Fast ein halber Tag vorbei, und doch so dünn? Die Deutsche Presse-Agentur dpa schreibt im allerallersten Zwischenfazit: "Pelze und ein nackter Po: Mit gedeckten Farben hat am Dienstag die Fashion Week begonnen."

Voll im Trend. Leroy Sané.
Voll im Trend. Leroy Sané.
© dpa/Kirchner

14:10 Uhr - Das Pendant der Mehrwegflasche: Alte Kleidungsstücke oder gar Stoffreste zu neuen Ensembles zusammenzunähen, das ist die Idee des Upcycling. In Prenzlauer Berg gibt es sogar einen ganzen Laden, der sich dem modischen Pendant der Mehrwegflasche widmet. Der Upcycling Store lädt heute ein, ausgestellt werden Outfits und Konzepte zwei junger Designerinnen, die zeigen wie man Produktionsresten weiterverarbeitet. Kommen kann jeder, der Lust auf Mode hat. Es gibt Musik, Getränke, Snacks und Gespräche mit den Kreativen aus der Branche. „Bleed für Upcycling Talents #03“ ist heute, ab 18 Uhr, im Upcycling Store in der Anklamer Straße 17 in Prenzlauer Berg, mehr unter: www.upcycling-fashion.com

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13:28 Uhr - Leroy Sané spielt auch mit: Dass Fußball mit Kurven zu tun hat, ist allgemein bekannt, da sitzen die Fans. Dass sich umgekehrt auch die Kurven-Fans beim Fußball bedienen weniger. Passiert aber! „Sallie Sahne“ etwa ist eine bayerische Modemarke für Plus-Size-Frauen, und heißt, wie sie heißt, weil Minx-Geschäftsführer Peter Lehmann auf der Suche nach einem Namen für das neue Label mit zwei Kollegen im Auto saß, und es um die Fußballfamilie Sané ging. Um Sohn Leroy, der bei Schalke spielt, und Vater Souleyman, der früher bei Nürnberg war, wo auch Minx beheimatet ist.

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Und da macht es Klick! Aus Souleyman wurde Sallie, aus Sané Sahne. Dass die auch noch schmeckt und für alles sorgt, was Plus Size ausmacht – umso besser! Die „Sallie-Sahne“-Schau ist übrigens am Mittwoch um 13.30h und wo? Im Zelt am Brandenburger … TOOORR!

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12:40 Uhr - Alles für die Schönheit. Und den Kopf: Essen ist während der Fashion Week ja eher nicht so, Trinken dafür umso mehr! Sekt und Kaffee fließen im Zelt schon seit Jahren ohne Unterlass. Diese Saison kommt ein neuer Energie-Drink hinzu. Die Sorten: "Beauty" und "Brain". Das eine Gesöff macht schön, das andere schlau. Komisch, wir dachten das wären hier eh schon alle. Super gesund soll das giftgrüne Getränk auch noch sein: "Da ist so viel Vitamit C drin als würde man 25 Mandarinen auf einmal essen", erklärt das Hostess-Girl. Also: Runter damit!

11:45 Uhr - Ivanman, apfelsinenorange und volle Hütte im Zelt am Brandenburger Tor: Ja, unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Ivan mag es weiterhin bunt, knallrot. Rasengrün und apfelsinenorange. Jetzt Kommt Nobi Talai - die Designerin zeigt vor voller Hütte.

Abmarsch. Bei Sadak...
Abmarsch. Bei Sadak...
© Almeida Vergara

11:20 Uhr - Die Army von Sadak marschiert - und kaum ein Mensch klatscht: Es ist, wie schon gesagt, eine kleine Tradition, dass die Berliner Fashion Week von einem Männerlabel eröffnet wird. So auch diese Saison, über viel Applaus konnte sich der Designer Saša Kovačević aber nicht freuen. Nur verhalten und ganz kurz wurde geklatscht. Das könnte an Sašas politischem Ansatz liegen: Viele Kollektionsteile waren im Army-Print gestaltet, einem Muster, das man dieser Tage in allen Medien ohnehin viel zu oft ertragen muss. Afrikanisch anmutende Musik und Kopfbedeckungen von ebenda könnten Hinweise zur nigerianischen Terrormiliz Boko Haram geben. Auch orientalische Inspirationen und Klänge mischten sich unter die Show, vielleicht inspiriert durch die sunnitische Terrorgruppe IS. Eine Kollegin der Musikzeitschrift "Groove" will etwas anderes erkannt haben: Die jahrhundertelange Besetzung von Serbien durch das osmanische Reich könnte als Ausgangspunkt zur Kollektion gedient haben meint Jelena Janković.

So sieht das aus bei Twitter. Hier wird nicht gezwitschert.
So sieht das aus bei Twitter. Hier wird nicht gezwitschert.
© Claus Vetter

Saša Kovačević und Janković von der Groove stammen beide aus Serbien. Dass sich die Mode politischer und gesellschaftlicher Nachrichten bedient, ist gar nicht neu - auch wenn die Inspirationsquellen fragwürdig sind. Das Berliner Publikum schien dafür nicht bereit. Ohnehin ist die weltpolitische Lage auf der Modewoche diese Saison spürbarer denn je: Jede Tasche wird am Einlass strengstens kontrolliert. Dass Sadaks Kollektion eher abgelehnt wurde, ist schade. Denn bei aller Provokation war sie durchaus gut gemacht: Vor allem die Schnitttechnik war facettenreich, von Lagenlook über Oversice bis zu aufwändigen Stickereien. Gut gemacht - für Berlin aber ein bisschen zu provokativ.

11:15 Uhr - Fräulein Kurvig: Wenn Zuschauer Shirts mit 'Fräulein Kurvig'-Aufdruck tragen, ist Schau bei 'curvy is sexy', dem Modetreff für alles jenseits von Größe 38. Auf den Runway ansonsten das, was auch die Dünnen tragen: rockiger Jeanslook, Elegantes in Schwarz und ein Hauch von Ethno. Und dahinter das vielleicht sehnlichst erwartete Angebot: Stiefel mit verschieden weiten Schäften. (Von JJFootwear, ab 2016 unter anderem bei Otto.)

11:10 Uhr - Die erste Show ist gelaufen und Sadak hat provoziert: Okay, lassen wir Twitter mal Twitter sein. Es gab ja ein Leben davor und es wird auch ein Leben nach dem Nachrichtendienst geben. Die erste Show ist vorbei und Manuel Almeida Vergara hat zugeschaut. In Kürze sein Bericht.

10:46 Uhr - Und was macht eigentlich Twitter II? Erste Zuckungen wieder, wir schauen mal (passt ja). Stand 10.46 Uhr.

Da laufen sie. Montag, 10 Uhr, es geht los in Berlin.
Da laufen sie. Montag, 10 Uhr, es geht los in Berlin.
© dpa/Nietfeld

10:45 Uhr - Und was macht eigentlich Twitter? Nüscht. Stand 10.45 Uhr.

10:44 Uhr - Gut gedreht, Disco-Kid! Bei Bobby Kolade hängen die Kleider diese Saison von der Decke. Immer mehr Designer ziehen der Show eine Installation oder Performance vor. Unser Stück zum Thema.

10:20 Uhr - Glotzen? Kein Problem: Diesmal kann ja alles an Schau live verfolgt werden. Den Artikel dazu hatten wir schon, aber wir schulden noch den Link, hier ist er: Der Livestream zur Fashion Week. Als nächstes ist Ivanman dran, um 11 Uhr. Unsere Chefin trällert schon "gleich geht's los" und macht sich auf, um die Ecke vom Potsdamer Platz steht ja besagtes Tor.

Meine Burka und ich. Sadak macht Show.
Meine Burka und ich. Sadak macht Show.
© dpa/Stache

9:55 Uhr - Und was macht Frau/Mann nach dem Skifahren in Berlin? Oder besser gesagt: Aprés Ski in Berlin. Die Marke "Sportalm" aus Kitzbühel ist erstmals in Berlin und läuft um 12 Uhr auf der großen Bühne am Brandenburger Tor. Wer gut vorbereitet am Laufsteg sitzen will, der sollte die Vorschau von Manuel Almeida Vergara lesen und zwar hier.

9:45 Uhr - Twitter is down??? Na, das ist ja mal ein dolles Ding. Da will man lustig was in die Runde (Modewelt, die Berliner) zwitschern und dann kommt irgend so ne blöde Fehlermeldung. Wie lange dauert es denn noch, TWITTER? Sonst holen wir die Brieftauben raus!

Mit Hang zum... naja. Der serbische Designer Sasa Kovacevic.
Mit Hang zum... naja. Der serbische Designer Sasa Kovacevic.
© dpa/Stache

9:20 Uhr - Von wegen Schweden: Die Fashion Week nutzten auch die Schweden, um über nachhaltige Mode zu sprechen, weil die in in ihrem Land sehr weit vorne ist, sagt die Chefin des Swedish Fashion Council, Elin Frendberg - ob das nun Nudie Jeans oder H&M seien. Vertreter dieser Marken saßen dann auch im Festsaal der schwedischen Botschaft in Tiergarten. Wie gesagt: es gibt anscheinend großen Redebedarf. Normalerweise ist das ein Zeichen dafür, dass es ein Problem gibt. Wir bleiben dran...

Immer noch hofft die Berliner Modewoche auf Unterstützung aus dem Ausland. Doch leider ist Anna Wintour nur aus Wachs.
Immer noch hofft die Berliner Modewoche auf Unterstützung aus dem Ausland. Doch leider ist Anna Wintour nur aus Wachs.
© dpa/Kalaene

Dienstag, 9:00 Uhr - Guten Morgen Berlin, wo ist meine Burka? Um 10 Uhr geht es endlich los auf dem großen Laufsteg am Brandenburger Tor. Die Fashion Week beginnt - und das ist ja schon fast eine kleine Tradition: Die Männer machen den Anfang. Dieses Mal Sadak, der im Sommer: mit einer bizarren Mischung aus Burka und Gespensterumhang über nackten Oberkörpern erfreute. Dann folgt Ivanman. Den wir im Juli nach Antwerpen zum Woolmark Prize begleiteten, der Designer Ivan Mandzukic Bringt mit seinen Entwürfen immer Farbe in den Winter, mal sehen, ob er seinem Motto treu bleibt.

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Vorglühen - der Montag vor der Fashion Week

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20.02 Uhr - By the way... Mode für Alle! Bei all dem Einladungs-Trubel und Akkreditierungs-Wirrwarr wollen wir Eines klar stellen: Mode ist für Alle da! Auch während der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. Unsere Serie "Mode für Alle" kennt man ja schon von unserer Modeseite im gedruckten Tagesspiegel. Da empfehlen wir immer Veranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen oder Parties rund um schöne Stoffe. So natürlich auch auf den fünf Fashion Week-Seiten die vor uns liegen. Morgen geht's los mit einem netten Zusammensein bei Drinks und Snacks im Prenzlauer Berg. Vorgestellt werden nachhaltige Upcycling-Konzepte. Und jedermann ist eingeladen! Alle Infos morgen auf der Modeseite im Tagesspiegel. Für heute ist erstmal Schluss, wir verabschieden uns in den letzten entspannten Feierabend, bevor wir morgen aus den Zelten am Brandenburger Tor von den Brettern die (fast) die Modewelt bedeuten berichten. Los geht es um 10 mit Sadak, alles zur Show unmittelbar danach auf all unseren Kanälen. A pros pros: Nicht vergessen und bei Twitter zu folgen! @tspmode Bis morgen!

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17:10 Uhr - Noch ist das Zelt am Brandenburger Tor leer. Aber morgen ist der erste offizielle Tag der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. "Endlich" sagen die Einen, "nicht schon wieder" meinen die Anderen. Taxi- und Busfahrer zum Beispiel. In alter Tradition ist die Straße des 17. Juni gesperrt. Zu viele Modegirls unterwegs als dass man den öffentlichen Nahverkehr aufrecht erhalten könnte. Berlin tut alles für die Mode. Und wir auch: Ab morgen gibt es jeden Tag eine Seite Mode im Tagesspiegel (Nee, Samstag sogar zwei!), mit der wir die Fashion Week begleiten. Morgen drin: Warum irgendwie nie eine Kollektion von Bobby Kolade fertig ist, was Dirndl in Berlin zu suchen haben und warum es bei der heutigen "Zeit Magazin Stilkonferenz", dem vermeintlichen Hotspot für das gesprochene Modewort, plötzlich um Star Wars ging...

12.50 Uhr - Bobby Kolade hat gar keine Lust auf eine Modenschau. Vor Allem Castings findet er blöd. Letzten Sommer musste er bei 36 Grad mit 150 Models in einem Casting-Raum schwitzen. Nicht nur deswegen gibt es heute Abend eine Installation von ihm - mit buntem Licht, DJ und Diskokugel-Motoren. Und der neuen Kollektion von Bobby Kolade natürlich! Mehr dazu gibt es morgen im gedruckten Tagesspiegel zu lesen. Auf der ersten unserer fünf Modeseiten, mit der wir die nächsten Tage die Fashion Week begleiten natürlich!

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12.20 Uhr - Und hier noch mal ein paar kleine Erläuterungen bevor es losgeht: In dieser Woche wird die Mode für Herbst/Winter 2016/2017 gezeigt, also dass was wir in einem Jahr tragen werden, oder dann im Ausverkauf ist. Und dann noch einen Satz zu den Messen und Modenschauen. Es gibt eine Laufstegveranstaltung, die heißt "Mercedes-Benz Fashion Week" und dann gibt es viele Messen, hier können sich Fachbesucher Kollektionen an Ständen anschauen. Die größte ist die Premium am Gleisdreieck, auch Panorama auf dem Messegelände wächst beachtlich. Für junge und vor allem männliche Mode stehen die Messen "Seek" und "Bright" in der "Arena". Die "Show&Order" ist heute schon geöffnet - diese Messe ist vor allem für hochwertigere Einzelhändler wichtig. Wir nennen den ganzen Trubel auf unseren Seiten der Einfachheit halber "Berliner Modewoche" das ist, Achtung! kein offizieller und gesponserter Titel, aber er passt einfach am besten auf alles.  

Na aber. Nun seid's doch erst mal herzlich willkommen in Berlin.
Na aber. Nun seid's doch erst mal herzlich willkommen in Berlin.
© Grit Thönnissen

11.45 Uhr - Wo ist die Anleitung? Na, es gibt gleich zwei für die Woche von Berlin. Einmal, für die, die raus wollen. Für die hat Ariane Bemmer was zusammengestellt (Stell dir vor, es ist Mode... und jeder kann hingehen).Und dann für alle, die auf'm Sofa bleiben wollen (die Fashion Week live im Netz, von Grit Thönnissen.

11.40 Uhr - Michi, wo bist du? Auch Michael Michalsky bot eine neue Perspektive auf seine Mode mit seinen auf 25 Zentimeter geschrumpften Models. Die sind nicht aus Fleisch und Blut sondern aus einer Gipsmasse, eben so wie die Kleider die sie trugen und kommen aus dem 3-D-Drucker. Zur Fashion Week ist Michael Michalsky gar nicht in Berlin. Schade eigentlich, die nächsten Tage könnten spannend werden. Noch läuft nämlich der Wettbewerb um die würdige Nachfolge für den ehemaligen Platzhirschen unter den Messen, Bread & Butter und es gibt mehrere Anwärter, die Seek, die schon seit einem Jahr zusammen mit der Skatermesse Bright in der Arena mehr als 600 Aussteller beherbergt,  wächst und wächst und auch die eigentlich ein wenig brave Modemesse Panorama klotzt ordentlich. Gleich neben der Grünen Woche auf dem Messegelände haben die Organisatoren eine ganze Halle mit Metallkuben so dekoriert, dass die Besucher glatt vergessen könnten, dass sie in einer öden Messehalle Geschäfte machen. Die Macher nennen das Ganze bescheiden Mode-Labor.

Montag, 11.30 Uhr - Größer, weiter, wilder? Das war einmal auf der Fashion Week. Jetzt geht es ta,ta,ta um Inhalte – auf jeden Fall, wenn es um die Modenschauen geht. Bobby Kolade, über den wir ja schon viel berichtet haben, erklärte schon einen Tag vor offiziellem Beginn in Einzelgesprächen seine Entwürfe, um sie später für die Presse unter die Decke des Happy Shops zu hängen. Immerhin ist der Blick von unten auf die Säume und ins Innere der Kleidung mal eine neue Perspektive auf Berliner Mode - eben von unten. Da ist die Berliner Mode ja sowieso, wenn es nach dem Hamburger Magazin "der Spiegel" geht. Ach, es ist schon eine liebgewonnene, und sehr deutsche Tradition, schon bevor es überhaupt los geht, schlechte Laune zu verbreiten. Aber dafür haben wir leider in den nächsten Tagen gar keine Zeit.  

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