Netanjahu bedankte sich bei Merkel für das sechste U-Boot

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Kleiner Scherz am Rande : Kommando 1. April

Früher Sonntag auf einer israelischen Marinebasis. Die verschwitzten und erschöpften Matrosen und die Schiffsoffiziere traten zum frühen Morgenappell an. Da macht sie ein hoher Marineoffizier mit dem Datum vertraut: „Heute ist der 1. April“. Und: „Tut mir leid, aber dies ist ein Scherz des Marine-Oberkommandierenden.“ Keiner lachte, alle fluchten. Der Armeesprecher ließ verlauten: „Obwohl es sich um einen leichtsinnigen Scherz handelt, ist dies nicht vorschriftsgemäß. Es werden die notwendigen Lehren daraus gezogen.“

Welche?

Ram Rotberg sind auch die von Deutschland gelieferten, teils geschenkten „Dolphin“-U-Boote unterstellt. Die wiederum können, so sagen Waffenexperten im Ausland, Raketen mit atomaren Sprengköpfen abfeuern – und Israel soll solche besitzen. Gerade letzte Woche noch wurde in Berlin nach längeren Verzögerungen – Angela Merkel wollte Benjamin Netanyahu wegen dessen Siedlungspolitik strafen – mit Israel ein Abkommen unterzeichnet über die Lieferung eines sechsten U-Bootes, zu einem Drittel finanziert durch die Bundesregierung.

Israels Ministerpräsident Netanjahu hatte sich in einem Brief persönlich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Zusage eines weiteren deutschen U-Boots der „Dolphin“-Klasse bedankt. Aus dem Brief ging auch hervor, dass die U-Boote aus deutscher Produktion an einem möglichen Angriff auf iranische Atomanlagen beteiligt sein könnten. Die U-Boote würden Israel „helfen, unser immenses Bedürfnis auf Verteidigung in diesen turbulenten Zeiten zu gewährleisten“, heißt es in dem Brief Netanjahus an Merkel. Die U-Boote der „Dolphin“-Klasse können konventionell und nuklear bestückte Marschflugkörper abfeuern und nach Auskunft israelischer Marineoffiziere jedes Ziel im Iran treffen.

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